Ana Carrasco: Warum ihr Moto3-Comeback bisher schwierig verläuft

Bei den Überseerennen fuhr Ana Carrasco hinterher - Die Supersport-300-Weltmeisterin von 2018 ist dennoch überzeugt, dass sie in der Moto3 gewinnen kann

Ana Carrasco: Warum ihr Moto3-Comeback bisher schwierig verläuft
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Das Moto3-Comeback von Ana Carrasco war bisher nicht von Erfolg gekrönt. In den ersten vier Rennen sammelte die Spanierin keinen WM-Punkt. Der Rückstand ist beträchtlich. Beim Saisonauftakt in Katar kam sie 43 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel.

Auch auf der neuen Strecke in Indonesien waren es 41 Sekunden. In Argentinien schied Carrasco durch Sturz aus. Dabei zog sie sich eine Sehnenverletzung im linken Handgelenk zu. Austin war ebenfalls ein Wochenende zum Vergessen. Sie wurde mit einer Minute Rückstand Letzte.

Dass es Carrasco auch in der Moto3 kann, hat sie bereits bewiesen. Zwischen 2013 und 2015 fuhr sie in der kleinen Klasse. Ein achter Platz war dabei ihr bestes Ergebnis. Die größten Erfolge feierte die Spanierin in der Supersport-300-WM.

Mit Kawasaki gewann Carrasco in fünf Jahren sieben Rennen und sorgte weltweit für Schlagzeilen. Als erste Frau gewann sie im Jahr 2018 eine FIM-Weltmeisterschaft im Straßenrennsport. Und diesen Erfolg will sie auch im Grand-Prix-Sport schaffen.

Aber warum hat sie bei der Rückkehr in die Moto3-Klasse solche Schwierigkeiten? "Das Motorrad ist für mich komplett neu", sagt Carrasco bei 'MotoGP.com'. "Ich habe zwar die Erfahrung aus der Vergangenheit, aber alles ist anders."

"Ich versuche mich auf das Motorrad einzustellen, aber für mich ist es schwierig, das Limit des Motorrads zu finden. Momentan bin ich noch nicht schnell, aber ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffe."

Ana Carrasco

Sie spürt noch nicht das Limit der Moto3-KTM

Foto: Motorsport Images

 

Im BOE-Team fährt Carrasco eine KTM. Ihr Teamkollege Gerard Riu ist ein Rookie und hat ebenfalls noch keinen WM-Punkt gesammelt. Dass es sportlich derzeit nicht erfolgreich läuft, bringt die 25-jährige Carrasco aber nicht aus der Ruhe.

 

Denn sie hat im Rennsport schon viel erlebt und kennt neben den Erfolgen auch Rückschläge und schwere Verletzungen: "Für mich ist es jetzt einfacher, ruhig zu bleiben und zu arbeiten. Wenn man jung ist, dann weiß man das nicht und kann schnell verloren sein."

Nach den vier Überseerennen beginnt nun die Europasaison mit den Rennen in Portimao und Jerez. Carrasco ist zuversichtlich, dass sie auf bestens bekannten Strecken deutliche Fortschritte machen wird.

"Ich möchte zu den schnellsten Moto3-Fahrern zählen und glaube, dass ich um Siege kämpfen kann", ist sie überzeugt. "Wenn ich in der Moto3 schnell bin, kann ich vielleicht in die Moto2 wechseln und irgendwann in die MotoGP. Aber wir müssen uns jetzt auf den Moment konzentrieren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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