Moto3-Rennen Silverstone: Foggia siegt - Doppelausfall der WM-Rivalen

Dennis Foggia jubelt über seinen zweiten Saisonsieg und holt für die WM wichtige Punkte, während Sergio Garcia und Izan Guevara nach Kollisionen leer ausgehen

Moto3-Rennen Silverstone: Foggia siegt - Doppelausfall der WM-Rivalen
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Dennis Foggia hat den Grand Prix von Großbritannien gewonnen. In einem engen und zum Ende hin sturzreichen Rennen setzte sich der Honda-Pilot gegen die beiden KTM-Piloten Jaume Masia und Deniz Öncü durch. Die WM-Rivalen Sergio Garcia und Izan Guevara stürzten jeweils unverschuldet.

"Mann, fühle ich mich gut! Unser Ziel war, es wieder auf das Podest zu schaffen. Das ist uns direkt mit einem Sieg gelungen", freut sich Foggia über den gelungenen Start in die zweite Saisonhälfte der Moto3 nach der fünfwöchigen Sommerpause.

"Zuvor hatte ich auf dieser Strecke noch nie gewonnen. Jetzt konzentriere ich mich voll auf die zweite Hälfte der Saison", verspricht er. "Das Rennen war unglaublich! In der letzten Runde habe ich alles gegeben, wie Jorge Lorenzo damals. Vielen Dank an mein Team, meine Familie und alle meine Freunde."

Vom Start weg enge Windschattenduelle

In die 17 Rennrunden startete Rookie Diogo Moreira von der Poleposition, er verlor die Führung jedoch schon nach wenigen Kurven an Guevara. Doch auch er konnte sich dort nicht lange halten, denn in die zweite Runde bog Öncü als Führender ein. WM-Leader Garcia lag nach einer Runde auf Platz zehn.

In der Anfangsphase wechselten die Positionen ständig. Im Windschatten fächerte das Feld immer wieder auf und ordnete sich neu. Guevara gelang es, sich erneut an die Spitze zu setzen. Absetzen konnte sich der GasGas-Pilot aber nicht.

Neben Öncü hielten die beiden Leopard-Piloten Tatsuki Suzuki und Foggia sowie das Husqvarna-Duo mit Ayumu Sasaki und John McPhee den Anschluss. Dahinter konnten Garcia und auch Masia, der von P21 ins Rennen gestartet war, Positionen gutmachen und reihten sich auf den Plätzen sieben und acht ein.

Mit Anbruch der sechsten Runde übernahm Foggia die Führung. Zwar warf ihn ein Fehler kurzzeitig zurück, weil es in der großen Führungsgruppe aber weiterhin hektisch zuging, dauerte es nicht lange und der Honda-Pilot lag wieder vorn.

Zur Halbzeit trennten die Top 20 (!) gerade einmal drei Sekunden. Dann aber schaffte es Foggia, sich eine kleine Lücke herauszufahren. In die zehnte Runde ging er mit etwas mehr als einer halben Sekunde Vorsprung. Doch nach wenigen Runden war dieser schon wieder dahin und Foggia musste sich verteidigen.

Auch die beiden Rookies Ivan Ortola und David Munoz mischten jetzt im Spitzenfeld mit. Beide hatte sich - trotz Startplatz 18 und Long-Lap-Penalty - sukzessive nach vorn gekämpft. Ortola ging drei Runden vor Rennende sogar erstmals in Führung.

Garcia und Guevara Opfer von Kollisionen

Zur gleichen Zeit kam es zum ersten Zwischenfall: Sasaki verschätzte sich in Kurve 13 und krachte Garcia ins Heck. Für beide war die Fahrt vorbei, Sasaki musste auf einer Trage weggebracht werden. In der letzten Runde räumte Ortola dann noch Guevara ab.

Damit war neben dem WM-Leader Garcia auch sein direkter Verfolger und Teamkollege aus dem Rennen. Auf den letzten Metern stürzten außerdem Suzuki und Munoz unabhängig voneinander. Foggia konnte sich aus all dem Chaos heraushalten und fuhr seinem zweiten Saisonsieg nach Indonesien entgegen.

Masias starke Aufholjagd wurde am Ende mit dem zweiten Platz belohnt, wobei es sich nur knapp gegen KTM-Kollege Öncü durchsetzte, der Dritter wurde. Mit Kaito Toba und Stefano Nepa komplettierten zwei weitere KTM-Piloten die Top 5.

Polesetter Moreira kam als Sechster ins Ziel, gefolgt von McPhee und Yamanaka. Andrea Migno (Honda) und Carlos Tatay (CFMoto) sicherten sich die letzten Top-10-Plätze. Die restlichen Punkteränge gingen an Xavier Artigas (CFMoto), Scott Ogden, Lorenzo Fellon, Riccardo Rossi (alle Honda) und Adrian Fernandez (KTM).

Aufgrund des Doppelausfalls bei GasGas hat sich an der WM-Spitze nichts geändert. Garcia führt mit drei Punkten Vorsprung auf Guevara. Foggia konnte dank seines Sieges bis auf 42 Punkte aufschließen. Und auch Masia hat den Rückstand verkürzt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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