Moto3-Rennen Spielberg 1: Acosta gewinnt dramatisches Duell gegen Garcia

Pedro Acosta setzt sich im Duell gegen Sergio Garcia durch und feiert seinen fünften Saisonsieg - Maximilian Kofler erobert als Neunter sein bestes Ergebnis

Moto3-Rennen Spielberg 1: Acosta gewinnt dramatisches Duell gegen Garcia

Pedro Acosta (KTM) und Sergio Garcia (GasGas) lieferten sich beim Grand Prix der Steiermark ein enges und dramatisches Duell um den Sieg. Als Acosta in der letzten Runde angriff, rutschte Garcia aus und stürzte. Trotzdem fuhr er weiter und schaffte es noch auf Platz zwei.

Mit seinem fünften Saisonsieg vergrößerte Acosta seinen WM-Vorsprung auf Garcia auf 53 WM-Punkte. Der Österreicher Maximilian Kofler (KTM) eroberte mit Platz neun das beste Ergebnis seiner Moto3-Karriere.

Die Rennleitung erklärte es als Regenrennen. Das bedeutete, dass die Fahrer freie Reifenwahl hatten. Der Himmel über Spielberg war bewölkt, aber seit dem nassen Warm-up hatte es nicht mehr geregnet. Der Asphalt war feucht, aber es bildeten sich schon trockene Stellen.

Sieben Fahrer pokern mit Slicks

Momente bevor die Aufwärmrunde startete, wurde die KTM von Pole-Setter Deniz Öncü aus der Startaufstellung geschoben. Er hatte zu spät (nach dem 3-Minute-Signal) auf Slicks gewechselt und musste von ganz hinten starten.

 

Darryn Binder (Honda), Gabriel Rodrigo (Honda), John McPhee (Honda), Andrea Migno (Honda), Rookie David Salvador (Honda) und Andi Farid Izdihar (Honda) pokerten ebenfalls mit Slicks. Alle anderen Fahrer starteten mit Regenreifen.

Beim Start zum Rennen über 23 Runden übernahm Routinier Romano Fenati (Husqvarna) die Führung. In den ersten Kurven ging alles gut, obwohl es noch rutschig war und die Reifen etwas Gischt aufwirbelten. Fenati, Garcia und Acosta setzten sich bereits in der ersten Runde vom Feld ab.

Spannendes Duell Garcia gegen Acosta

Kofler hatte einen sehr guten Start und war in der zweiten Runde bereits Siebter. In der dritten Runde übernahm Acosta in Kurve 3 erstmals die Führung von Garcia. Eine Runde später drehte sich das an der gleichen Stelle wieder um.

 

Garcia und Acosta fuhren an der Spitze davon und bestimmten das Rennen, wobei sich Acosta bewusst hinter seinem WM-Verfolger hielt. Nach zehn Runden war Binder der erste Fahrer mit Slicks. Der Südafrikaner fuhr auf Position 16 und hatte 20 Sekunden Rückstand.

Elf Runden vor Rennende machte Acosta sein Manöver und bremste sich in Kurve 1 an Garcia vorbei, aber Garcia konterte in Kurve 9. Das Duell um den Sieg war eröffnet, denn das Pendel schwang nicht zu den Slicks um.

Binder erhielt zudem eine Tracklimits-Verwarnung, weil er mehrmals neben die Strecke gerutscht war. Er machte zwar Plätze gut, aber zehn Runden vor Rennende betrug der Rückstand 24 Sekunden. Die Slick-bereiften Izdihar und Salvador schieden durch Stürze aus.

Dramatische letzte Runde im Duell um den Sieg

An der Spitze setzte sich das Duell Garcia gegen Acosta fort. Die Entscheidung fiel in der letzten Runde. Acosta bremste sich in Kurve 1 an Garcia vorbei, aber Garcia drückte sich in Kurve 3 wieder innen vorbei. Es kam zur Berührung, Acosta wurde nach außen neben die Strecke gedrückt.

 

Er verlor aber keine Zeit. Acosta machte Druck und attackierte in Kurve 9. Während er sich innen vorbeibremste, rutschte Garcia aus und stürzte. Aber er stieg wieder auf seine GasGas und fuhr trotzdem noch mit 14 Sekunden Rückstand als Zweiter über die Ziellinie.

"Sergio war sehr stark, wie immer", sagt Acosta. "Es war ein echt langes Rennen. Im Zweikampf ist es mir am Ende gelungen, ihn zu überholen. Das war ein bisschen am Limit. Aber hier vor den Leuten von Red Bull und KTM gewonnen zu haben, ist natürlich toll. Dieser Sieg ist für Hugo Millan."

 

Und was meint Garcia zum Duell? "Das Rennen war unglaublich - bis in die letzten Kurven. Dort bin ich gestürzt und noch Zweiter geworden. Das ist trotzdem ein gutes Ergebnis für mich und sind gute Punkte für die Weltmeisterschaft. Um zu gewinnen, müssen wir noch ein paar Dinge verbessern, mehr nicht."

Moto3-Ergebnis Spielberg:

Maximilian Kofler mit bestem Karriereergebnis

Im Duell um Platz drei setzte sich Fenati gegen Jaume Masia (KTM) durch. Ayumu Sasaki (KTM) folgte als Fünfter. Binder war als Sechster der beste Fahrer mit Slicks. Im Ziel hatte er 20 Sekunden Rückstand. PrüstelGP durfte sich über Platz sieben von Ryusei Yamanaka (KTM) freuen.

Kofler hielt in der Verfolgergruppe lange den sechsten Platz. Am Ende der viertletzten Runde wurde er von Binder überholt, dessen Slicks nun besser funktionierten. Kofler verlor auch noch Plätze an Yamanaka und Yuki Kunii (Honda). Position neun war dennoch sein bestes Ergebnis.

 

Die weiteren Punkteränge gingen an Adrian Fernandez (Husqvarna), Filip Salac (KTM), Kaito Toba (KTM), McPhee, Guevara und Tatsuki Suzuki (KTM). Insgesamt sahen 23 Fahrer die Zielflagge.

Carlos Tatay verzichtete auf den Rennstart. Der Spanier war in Österreich nach langer Verletzungspause (Knochenbruch im rechten Fuß) zurückgekehrt. Nach dem Warm-up hatte er Schmerzen in diesem Bereich gespürt.

Bereits am kommenden Wochenende findet das zweite Rennen auf dem Red-Bull-Ring statt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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