Moto3 Spielberg (2): Strafe nach Öl-Drama - Pole-Position für Rodrigo

Honda-Pilot Gabriel Rodrigo kann sich im Kampf um die Moto3-Pole in Spielberg durchsetzen - Jaume Masia verteilt nach Sturz Öl auf der Strecke und wird bestraft

Moto3 Spielberg (2): Strafe nach Öl-Drama - Pole-Position für Rodrigo
In einem ereignisreichen Moto3-Qualifying mit Stürzen, Öl auf der Strecke und einer Strafe behielt Gabriel Rodrigo die Nerven und sicherte mit einer Bestzeit von 1:36.470 Minuten die Pole-Position beim Grand Prix der Steiermark in Spielberg. Er setzte sich damit knapp gegen Raul Fernandez (KTM) und Tatsuki Suzuki (Honda) durch, die die erste Reihe komplettieren.

Der Kampf um die Pole begann mit Verspätung, nachdem es in Q1 zu einem Zwischenfall gekommen war. Der Sessionschnellste Jaume Masia (Honda) war in der Schlussphase gestürzt, hatte sein demoliertes Motorrad aber wieder aufgehoben und zum Laufen gebracht. Als er damit zurück an die Box fuhr, verteilte er jedoch jede Menge Öl auf der Strecke.

Das hatte zur Folge, dass sowohl Andrea Migno als auch Davide Pizzoli auf ihren Auslaufrunden stürzten. Q2 verschob sich daraufhin nach hinten. Die Streckenposten mussten den Asphalt erst entsprechend reinigen und die Ölflecken mit Bindemittel bearbeiten.

Die Rennleitung zitierte Masia kurz darauf zu sich und verweigerte ihm die Teilnahme an Q2. Er hatte nicht nur Öl auf der Strecke verteilt, sondern war auch ohne Verkleidung und ohne Handschuhe gefahren. Die Kommissare sahen sich deshalb gezwungen zu handeln und bestraften ihn wegen "unverantwortlichen Fahrens".

Damit traten von den vier Piloten, die den nachträglichen Einzug in Q2 geschafft hatten, nur drei auch tatsächlich an: Niccolo Antonelli (Honda), Deniz Öncü und Darryn Binder (KTM). Ayumu Sasaki (KTM), Fünfter in Q1, durfte für Masia nicht nachrücken.

Mit 25 Minuten Verspätung konnte die zweite Qualifying-Session schließlich starten. Eine ernstzunehmende Rundenzeit stellte aber zunächst niemand auf, da sich das Feld erst mit den Bedingungen vertraut machen musste, die alles andere als ideal waren. Das Tempo zog deshalb nur sehr langsam an.

Jaume Masia

Nach dem Malheur von Jaume Masia waren die Bedingungen nicht ideal

Foto: Motorsport Images

Doch mit jeder Runde fassten die Piloten mehr Vertrauen, sodass am Ende doch noch ein spannender Kampf um die Bestzeit entbrannte. Im letzten Umlauf schnappte sich dann Rodrigo den ersten Platz und damit die fünfte Pole-Postion in seiner Karriere.

Fernandez fehlten im Ziel nur 0,012 Sekunden auf die Spitze. Damit sicherte sich der KTM-Pilot den zweiten Startplatz. Als Dritter schaffte es Suzuki in die erste Reihe. Ihn trennten gerade mal sechs Hundertstel von der Bestzeit. Tony Arbolino (Honda), dem erneut eine schnelle Runde gestrichen wurde, schrammte mit 0,041 Sekunden an Reihe eins vorbei.

Er wurde Vierter vor Celestino Vietti (KTM) und John McPhee (Honda). In der dritten Reihe nehmen am Rennsonntag Dennis Foggia, Ai Ogura (beide Honda) und WM-Leader Albert Arenas (KTM) Platz. Die drei Q1-Fahrer Binder, Öncü und Antonelli beendeten ihre zweite Session auf den Plätzen zehn, elf und 15.

In Q1 war Masias Sturz nicht der einzige Zwischenfall. Für die beiden KTM-Piloten Andrea Migno und Maximilian Kofler begann die Session mit einer Kollision in Kurve 4. Beide gingen zu Boden und mussten zurück an die Box, wo ihre Crews die beschädigten Maschinen im Eiltempo wieder auf Vordermann brachten.

Das gelang auch, sodass beide im finalen Run noch einmal angreifen konnten. Für einen der vier Topplätze reichte es aber nicht. Migno kam nicht über Platz acht hinaus, Kofler wurde 15. Für das morgige Rennen bedeutet das Startplatz 22 beziehungsweise 29.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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