Moto3-Test in Katar: Romano Fenati knackt den Rundenrekord

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Moto3-Test in Katar: Romano Fenati knackt den Rundenrekord
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03.03.2019, 18:36

Romano Fenati dominiert den letzten Wintertest in Katar und fährt schneller als der Rundenrekord - Honda auf dem Losail-Circuit besser aufgestellt als KTM

Für die Teams und Fahrer der Moto3-Klasse sind die Vorbereitungen für die Saison 2019 abgeschlossen. Von Freitag bis Sonntag fanden die letzten Testfahrten auf dem Losail International Circuit in Katar statt. Und obwohl es in der kleinsten Klasse beim Reglement keine großen technischen Änderungen gibt, waren die besten Rundenzeiten extrem schnell. Honda hat die NSF250RW weiterentwickelt. Der Motor ist etwas stärker und vor allem ist die Beschleunigung besser. Die japanische Marke hatte bei diesem Test klar die Oberhand über KTM.

Moto3-Rückkehrer Romano Fenati (Honda) umrundete den 5,4 Kilometer langen Kurs mit 2:05.285 Minuten. Damit blieb der Italiener drei Zehntelsekunden unter dem Rekord. Es war die schnellste je in Katar gefahrene Moto3-Runde. Das Snipers-Team präsentierte sich generell stark, denn Fenatis Teamkollege Tony Arbolino klassierte sich mit 0,230 Sekunden Rückstand im Gesamtergebnis aller drei Tage auf dem zweiten Platz. Lediglich am Freitag blies ein starker Wind über die Strecke, was vor allem die leichten Moto3-Motorräder behinderte.

 

Trotzdem war Fenati in den ersten beiden Sessions der Schnellste. Arbolino markierte schließlich die Freitagsbestzeit (2:07.753 Minuten). In diesem Ton ging es am Samstag weiter. Wieder dominierten die beiden Snipers-Fahrer die Rangliste. Fenati stellte die Bestzeit (2:05.989) auf. Und am Sonntag fuhr der Italiener noch schneller und knackte den bestehenden Rundenrekord von 2:05.590 Minuten, den Jorge Martin im Vorjahr aufgestellt hat, deutlich. Insgesamt hinterließ Honda einen starken Eindruck, denn sieben Fahrer mit dem japanischen Motorrad waren in den Top 10 zu finden.

Aron Canet schnellster KTM-Fahrer

Bester KTM-Vertreter war Aron Canet als Dritter. Der Spanier fährt im neuen Team von Max Biaggi, das der Ex-Weltmeister gemeinsam mit Peter Öttl leitet. Canet hatte 0,368 Sekunden Rückstand auf Fenati. Wobei anzumerken ist, dass der Windschatten auf der einen Kilometer langen Zielgeraden einen Unterschied von mehreren Zehntelsekunden ausmachen kann. Deswegen sollte man die Rundenzeiten nicht auf die Goldwaage legen.

Aron Canet

Aron Canet fährt eine KTM im neuen Team von Max Biaggi und Peter Öttl

Auf den Positionen vier und fünf folgten Lorenzo Dalla Porta und Niccolo Antonelli (beide Honda). Somit waren vier Italiener in den Top 5. Mit John McPhee, Marcos Ramirez und Tatsuki Suzuki waren die nächsten drei Honda-Fahrer auf den Plätzen sechs bis acht zu finden. Die Top 10 rundeten die Nachwuchsfahrer von Valentino Rossi ab, nämlich Dennis Foggia und Celestino Vietti (beide KTM).

Gabriel Rodrigo bricht sich Schlüsselbein

Insgesamt waren 13 Fahrer in einer Sekunde und 20 innerhalb von eineinhalb Sekunden. Nachwuchstalente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es in diesem Jahr nicht in der Moto3. Das deutsche PrüstelGP-Team tritt mit den beiden Tschechen Jakub Kornfeil und Filip Salac (beide KTM) an. Beide Fahrer glänzten aber nicht mit Topzeiten. Routinier Kornfeil landete mit 1,3 Sekunden Rückstand an der 18. Stelle. Rookie Salac wurde 24.

 

Ein Fahrer verletzte sich bei einem Sturz. Gabriel Rodrigo, der nun für das Gresini-Team fährt, stürzte am Samstag und brach sich dabei das rechte Schlüsselbein. Er flog direkt nach Barcelona zurück und wurde dort am Sonntag operiert. Der Argentinier soll am Montag aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ob Rodrigo am kommenden Wochenende fahren wird können, ist derzeit noch ungewiss. Jaume Masia, der beim vorangegangenen Test in Jerez Schnellster war, sich dort aber drei Zehen gebrochen hatte, fehlte bei diesem Test.

Die Motorräder bleiben nun in Katar, denn am Freitag beginnt das erste offizielle Training für den ersten Grand Prix, der am kommenden Sonntag (10. März) stattfindet.

Das Gesamtergebnis des Moto3-Tests in Katar:

01. Romano Fenati (Honda) - 2:05.285 Minuten

02. Tony Arbolino (Honda) +0,230 Sekunden

03. Aron Canet (KTM) +0,368

04. Lorenzo Dalla Porta (Honda) +0,486

05. Niccolo Antonelli (Honda) +0,507

06. John McPhee (Honda) +0,614

07. Marcos Ramirez (Honda) +0,745

08. Tatsuki Suzuki (Honda) +0,805

09. Dennis Foggia (KTM) +0,914

10. Celestino Vietti (KTM) +0,915

11. Kaito Toba (Honda) +0,921

12. Alonso Lopez (Honda) +0,958

13. Kazuki Masaki (KTM) +0,961

14. Albert Arenas (KTM) +1,027

15. Ayumu Sasaki (Honda) +1,056

16. Darryn Binder (KTM) +1,218

17. Raul Fernandez (KTM) +1,273

18. Jakub Kornfeil (KTM) +1,305

19. Ai Ogura (Honda) +1,386

20. Gabriel Rodrigo (Honda) +1,451

21. Vicente Perez (KTM) +1,502

22. Sergio Garcia (Honda) +1,690

23. Can Öncü (KTM) +1,699

24. Filip Salac (KTM) +1,932

25. Makar Yurchenko (KTM) +1,942

26. Andrea Migno (KTM) +2,142

27. Riccardo Rossi (Honda) +2,707

28. Tom Booth-Amos (KTM) +2,799

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Moto3
Event Moto3-Test in Losail
Fahrer Romano Fenati
Urheber Gerald Dirnbeck
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