PrüstelGP vorerst mit nur einem Fahrer - Dupasquiers Nummer zurückgezogen

Auch für die kommenden zwei Rennen hat sich PrüstelGP entschieden, den Platz von Jason Dupasquier unbesetzt zu lassen - Startnummer 50 wird nicht mehr vergeben

PrüstelGP vorerst mit nur einem Fahrer - Dupasquiers Nummer zurückgezogen

Das PrüstelGP-Team wird nach dem Tod von Moto3-Pilot Jason Dupasquier auch beim Heimrennen auf dem Sachsenring sowie eine Woche später in Assen ohne Ersatzfahrer an den Start gehen. Der Japaner Ryusei Yamanaka bleibt somit vorerst der einzige Fahrer in dem deutschen Moto3-Team.

Zu Ehren von Dupasquier, der an den Folgen eines Sturzes im Qualifying zum Grand Prix von Italien am 30. Mai 2021 starb, wird es an diesem Freitag um 17:30 Uhr eine Zeremonie geben. In diesem Rahmen soll auch die Startnummer 50 des jungen Schweizers aus der Moto3-Klasse zurückgezogen werden.

Neben Yamanaka schickt PrüstelGP an diesem Rennwochenende drei Nachwuchsfahrer auf die Strecke. Noel Willemsen und Dustin Schneider fahren im Northern Talent Cup; Freddie Heinrich geht im Red Bull Rookies Cup an den Start.

Diesen durchlief auch Yamanaka und hat auf dem Sachsenring gute Erfahrungen gemacht: 2018 erreichte er dort einen dritten Platz. "Vergangenes Jahr konnten wir auf dem Sachsenring nicht fahren, aber ich bin dort im RBRC gefahren und habe einen Podiumsplatz erreicht", erinnert sich der Japaner.

"Es ist keine große Strecke, aber ich erinnere mich, dass sie mir viel Spaß gemacht hat. (...) Ich bin zuversichtlich für dieses Wochenende, lasst uns versuchen, ein gutes Ergebnis für den Heim-Grand-Prix des Teams und für Jason zu erzielen!"

Fotostrecke: MotoGP-Startnummern, die nicht mehr vergeben werden:

#34

#34
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Foto: Dave Dyer

Kevin Schwantz wurde die Ehre als erstem Piloten zuteil. Der US-Amerikaner war in seiner gesamten Karriere (1986 bis 1995) in der 500er-Klasse mit der Startnummer 34 unterwegs. Einzige Ausnahme: 1994 fuhr er als amtierender Weltmeister ein Jahr lang mit der Startnummer 1.

Kevin Schwantz

Kevin Schwantz
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Schwantz gewann 25 Grands Prix. Seine ikonische Nummer 34 darf nicht mehr verwendet werden.

#74

#74
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Hinter dieser Zahl steckt ein trauriges Schicksal. Daijiro Kato verwendete die Nummer 74 in seiner aktiven Zeit. Er kam 2002 in die Königsklasse.

Daijiro Kato

Daijiro Kato
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Kato war der große japanische Hoffnungsträger, verunfallte allerdings 2003 in Suzuka tödlich. Nach seinem Tod beschloss die Dorna, die Nummer nicht mehr zu vergeben.

#65

#65
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Foto: Ducati Corse

Mit dieser Startnummer fuhr Loris Capirossi zu drei WM-Titeln. 1990 und 1991 in der 125er-Klasse, 1998 in der 250er-Klasse.

Loris Capirossi

Loris Capirossi
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Foto: Crescent Suzuki

Der Italiener ist im Gegensatz zu Schwantz keine offizielle MotoGP-Legende, dennoch wurde seine Startnummer eingezogen.

#48 *

#48 *
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

* gilt nur für Moto2. Der Japaner Shoya Tomizawa gewann 2010 in Losail das allererste Rennen dieser Klasse. Er verlor noch in der selben Saison in Misano sein Leben.

Shoya Tomizawa

Shoya Tomizawa
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Daher wird auch seine Startnummer nicht mehr vergeben, allerdings nur in der mittleren Klasse.

#58

#58
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Foto: Team Gresini

Diese Zahl ist untrennbar mit dem Spitznamen "SuperSic" verbunden. Marco Simoncelli trug die rote 58 auf seinem MotoGP-Bike ...

Marco Simoncelli

Marco Simoncelli
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Foto: Team Gresini

... auch als er 2011 in Sepang tödlich verletzt wurde. Die Zahl lebt nun aber im Nachwuchsteam "SIC58" seines Vaters weiter.

#69

#69
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Foto: Chris Jones

Der Weltmeister der MotoGP-Saison 2006 trug die 69 bis zu seinem letzten Rennen. Doch auch Nicky Hayden ereilte ein tragisches Schicksal.

Nicky Hayden

Nicky Hayden
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Der US-Amerikaner starb 2017 nach einem Radunfall. Seine Startnummer wird nicht mehr vergeben.

#39 *

#39 *
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Luis Salom fuhr in den kleinen Klassen jahrelang mit der Startnummer 39. Am Barcelona-Wochenende 2016 ...

Luis Salom

Luis Salom
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

... kam der Spanier bei einem schweren Unfall um Leben. Seine Nummer wird in der Moto2-Klasse nicht mehr vergeben.

#50 *

#50 *
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

#50: Jason Dupasquier war in der Moto3-Klasse mit der Startnummer 50 aktiv. Doch der junge Schweizer kam ...

Jason Dupasquier

Jason Dupasquier
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

... am Mugello-Wochenende 2021 bei einem schweren Unfall im Qualifying ums Leben. Seine Nummer wird nicht mehr vergeben, allerdings nur in der kleinen Klasse.

Mit Bildmaterial von PruestelGP.

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