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Bradley Smith: MotoE-Bike gar nicht so anders als MotoGP-Motorrad

Bradley Smith verrät, dass ein MotoE-Motorrad einem MotoGP-Bike deutlich ähnlicher ist, als das viele Zuschauer angesichts der Unterschiede vermuten

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Bradley Smith: MotoE-Bike gar nicht so anders als MotoGP-Motorrad

Wie sehr unterscheidet sich ein MotoE-Motorrad wirklich von einem MotoGP-Bike? Weil das Elektromotorrad unter anderem deutlich schwerer ist, gehen viele davon aus, dass es sich auch komplett anders fährt. Bradley Smith hat den direkten Vergleich und muss es daher wissen. Der Brite war 2019 Testfahrer bei Aprilia und hat gleichzeitig die erste MotoE-Saison in der Geschichte bestritten.

Und der MotoE-Vizemeister verrät im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com': "Letztendlich ist es ein Motorrad, und so verhält es sich auch - wie man eine Kurve anbremst, wie es sich in der Kurve verhält, die Reaktion von der Front zum Heck. Es fühlt sich wie ein Motorrad an, man fährt normale Linien." Die Umstellung sei für ihn daher gar nicht so schwierig gewesen.

Sein Job in der MotoE sei dem als Aprilia-Testfahrer in der MotoGP "sehr ähnlich", der Unterschied bewege sich im Bereich "von fünf bis zehn Prozent". Damit wäre das MotoE-Bike der MotoGP-Maschine deutlich ähnlicher, als viele Zuschauer glauben. Der größte Unterschied ist laut Smith das Gewicht, doch insgesamt habe Hersteller Energica bei den Einheitsbikes einen "großartigen" Job gemacht.

"Sie haben die Steifheit des Chassis, die Geometrie, die Gewichtsverteilung und all diese Dinge eindeutig verstanden", lobt Smith. Und auch davon abgesehen ist er in der MotoE glücklich. "Das Level ist Weltklasse - allerdings ohne den ganzen Bullshit, der damit einhergeht. Das ist schön. Jeder hat das exakt gleiche Motorrad und die exakt gleichen Möglichkeiten. Die gleichen Reifen, alles ist gleich", erklärt er.

Zudem seien die Rennen etwas offener, weil es an einem Wochenende weniger Trainingszeit gebe. "Man hat in FT1 vielleicht sechs Runden, und in FT2 noch einmal. Dann eine Runde in der E-Pole, und dann geht es direkt ins Rennen." Das führt vor allem in der Qualifikation zu mehr Druck. "Ich persönlich hasse es. In meiner ganzen Karriere habe ich im Qualifying meine beste Zeit nie direkt in der ersten Runde gesetzt", so Smith.

"Aber damit müssen wir alle klarkommen", weiß er. Insgesamt gehe die Meisterschaft mit dem kompakteren Format - inklusive kürzerer Rennen - auch den richtigen Weg. "Wir sind hier, um etwas anderes als die MotoGP und die Moto2 zu bieten", erinnert Smith und erklärt: "Unser Rennen baut sich nicht erst auf und entscheidet sich dann in den letzten fünf Runden. Wir haben nur dieses Fünf-Runden-Finale."

Für die Zukunft würde er sich öfters zwei Rennen pro Wochenenden wünschen. "Dann müssen wir die Meisterschaft auch nicht länger machen. Es könnten fünf Runden sein, aber zwei Rennen an jedem Wochenende - also zehn insgesamt", so Smith, der wohl auch 2020 wieder in der MotoE fahren wird. Offiziell ist das bislang allerdings noch nicht.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoE
Urheber Ruben Zimmermann