10. Todestag von Marco Simoncelli: "Ich vermisse ihn so sehr", sagt Rossi

Am 23. Oktober 2011 verlor Marco Simoncelli bei einem Unfall in der MotoGP sein Leben - Weggefährte Valentino Rossi findet emotionale Worte zum Todestag

10. Todestag von Marco Simoncelli: "Ich vermisse ihn so sehr", sagt Rossi

Für Valentino Rossi dürfte das zweite MotoGP-Event in Misano an diesem Wochenende aus zweierlei Hinsicht besonders emotional werden: Es ist nur sein letztes Heimrennen vor dem Rücktritt; am Samstag jährt sich auch zum zehnten Mal der Todestag von Rossis engem Freund Marco Simoncelli.

Der Italiener, nach dem der Misano World Circuit benannt ist, kam beim Grand Prix von Malaysia in Sepang 2011 auf tragische Weise ums Leben, als er in der zweiten Runde stürzte und von nachfolgenden Fahrern, darunter Rossi, überrollt wurde.

Die Anteilnahme am Unfalltod des aufstrebenden MotoGP-Fahrers, der nur eine Woche vor dem Unglück mit dem zweiten Platz in Australien noch sein bestes Ergebnis in der Königsklasse gefeiert hatte, ist bis heute groß. Um ihm zu gedenken, soll am Samstag im Bereich der Quercia-Kurve ein Baum gepflanzt werden.

Als Freund und Fahrer schmerzlich vermisst

Für Rossi wiegt der Verlust von Simoncelli, der für ihn wie ein jüngerer Bruder war, noch immer schwer. "Ich vermisse Marco so sehr", sagt der 42-Jährige. "Zunächst als Freund, denn er war wirklich sehr lustig und wir hatten eine tolle Zeit zusammen. Es hat immer so viel Spaß mit ihm gemacht", erinnert er sich.

"Wir vermissen ihn auch als Fahrer, denn ich denke, dass Marco ab 2012 eine große Chance hatte, mit einer Werks-Honda zu fahren und mit einer 1000er-Maschine, die besser zu seinem Gewicht und seiner Größe gepasst hätte", analysiert Rossi.

Tatsächlich galt Simoncelli, der in seinem zweiten Jahr mit Gresini-Honda erste nennenswerte Erfolge feierte, vielen als nächster Hoffnungsträger, der in die Fußstapfen von Rossi treten könnte - auch weil er eine ebenso einnehmende Art besaß.

Simoncelli war quasi der erste VR46-Fahrer

Rossi selbst betont: "Ich denke, dass er um den Titel hätte kämpfen können, und wir hätten es sehr genießen können." Simoncellis Erbe wirkt aber trotz seines viel zu frühen Todes fort, unter anderem in der VR46-Fahrerakademie. Denn der talentierte Italiener war gewissermaßen der Anstoß für Rossis Nachwuchsförderung.

"Meine Akademie ist ihm zu Ehren, denn der erste Fahrer, den wir unterstützten, war Marco", sagt der neunfache Weltmeister. "Das ist für ihn. Es ist keine große Sache, wir würden Marco viel lieber bei uns haben, aber das ist das, was wir tun können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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