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Abschied von einer Legende: Fahrer reagieren auf Phillip-Island-Aus

Phillip Island verschwindet nach 2026 aus dem Kalender: Im Fahrerlager überwiegen Wehmut über eine legendäre Strecke, aber auch Neugier auf das neue Stadtrennen

Abschied von einer Legende: Fahrer reagieren auf Phillip-Island-Aus

Phillip Island wird vielen Fahrern und Fans im Kalender fehlen

Foto: Getty Getty

Der Abschied rückt näher: 2026 wird die MotoGP ein letztes Mal auf Phillip Island gastieren, bevor der Australien-Grand-Prix ab 2027 nach Adelaide verlegt wird. Damit verschwindet eine der traditionsreichsten Strecken des Kalenders.

Die Nachricht sorgte im Fahrerlager für gemischte Gefühle: zwischen Wehmut über den Verlust einer der beliebtesten Orte der MotoGP und Neugier auf das neue Projekt.

Wehmut über den Verlust einer Legende

Für viele Piloten ist Phillip Island mehr als nur eine weitere Strecke. Pedro Acosta bezeichnet den Kurs als eines der letzten Relikte aus den frühen Tagen des Grand-Prix-Sports. Es sei "die einzige legendäre Strecke, die noch aus den ganz alten Zeiten im Kalender ist", erklärt der Spanier. Entsprechend traurig stimme ihn die Aussicht, dass immer mehr dieser Traditionsstrecken verschwinden.

Auch Franco Morbidelli reagiert emotional. Es tue ihm "sehr leid zu hören", dass Phillip Island ab 2027 nicht mehr im Kalender stehen werde. Für ihn sei der Ort "wirklich wunderbar" und die Strecke selbst, wenn nicht die schönste, dann "definitiv eine der schönsten in der Geschichte", betont der VR46-Pilot.

Ähnlich deutlich wird Fabio Di Giannantonio. Die Nachricht habe sich "wie ein Schlag ins Herz" angefühlt. Für ihn sei Phillip Island "die schönste Strecke der Welt".

Der Italiener hofft sogar, dass sich vielleicht doch noch eine Möglichkeit findet, weiterhin dort zu fahren. Die MotoGP verdiene seiner Meinung nach einen Kurs wie den auf Phillip Island, auch wenn er in Sachen Auslaufzonen und Infrastruktur nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand sei, räumt "Diggia" ein.

Jorge Martin spricht ebenfalls von einem Verlust. "Es ist schade, die beste Rennstrecke im Kalender zu verlieren", sagte der Spanier über eine seiner Lieblingsstrecken

Dennoch reizt ihn der Gedanke an eine neue Stadt und einen neuen Kurs. Neue Strecken lägen ihm oft, erklärt Martin. Zu Beginn sei er dort meist besonders schnell. Wie sich das Projekt entwickle, bleibe abzuwarten, doch grundsätzlich sei es spannend.

Verständnis für Veränderungen im Kalender

Auch andere Fahrer sehen den Schritt nicht ausschließlich negativ. Maverick Vinales betont, dass Veränderungen im Kalender meist ihre Gründe hätten. Phillip Island sei zwar "eine wunderschöne Strecke", doch wenn die Meisterschaft etwas ändere, steckten sicherlich verschiedene Überlegungen dahinter. Man müsse sich die Argumente anhören. Am Ende sei es die Aufgabe der Fahrer, überall zu fahren.

Auch Marco Bezzecchi äußert sich differenziert. Phillip Island sei zwar seine Lieblingsstrecke gewesen, weshalb ihn der Abschied etwas traurig mache. Gleichzeitig finde er den Wechsel aber auch spannend. "Der Wandel ist interessant", meint der Italiener und zeigt sich neugierig auf das neue Konzept.

Neugier auf das Straßenrennen in Adelaide

Mit Adelaide betritt die MotoGP Neuland: Ein Stadtkurs soll künftig den Australien-Grand-Prix ausrichten. Für viele Fahrer ist das eine unbekannte Erfahrung.

Brad Binder etwa hat noch nie ein Straßenrennen bestritten. Phillip Island sei zwar ein "epischer Ort", den jeder liebe, doch gleichzeitig könne ein Stadtrennen "ziemlich cool" sein. Außerdem könnte ein Rennen mitten in der Stadt für Fans leichter zugänglich sein und größere Zuschauermengen anziehen.

Auch Di Giannantonio blickt bei allem Bedauern über den Verlust von Phillip Island mit Interesse auf die neue Herausforderung. Besonders spannend werde sein, wie aus normalen Straßen eine Rennstrecke entsteht. Dinge wie Kanaldeckel, Fahrbahnmarkierungen oder Asphaltoberflächen müssten sorgfältig angepasst werden.

Gleichzeitig begrüßt er den Versuch der MotoGP, neue Konzepte auszuprobieren und näher zu den Fans zu rücken. Morbidelli zeigt sich ebenfalls offen: Er sei "aufgeregt" über diesen neuen Schritt und vertraue darauf, dass daraus etwas Gutes entstehen könne.

Frage der Sicherheit: "Nicht überreagieren"

Nach Bekanntwerden des Adelaide-Deals wurden schnell Bedenken bezüglich der Sicherheit laut. Ai Ogura findet, dass dabei viele überreagieren. Wenn die Organisation beschlossen habe, dort zu fahren, müsse man sich das zunächst anschauen. Seine Haltung: "Ist es sicher, werde ich fahren. Ist es zu gefährlich, nicht."

Auch Bezzecchi geht davon aus, dass die Verantwortlichen sämtliche Sicherheitsaspekte berücksichtigen werden. Schon auf normalen Rennstrecken gingen die Fahrer ein großes Risiko ein. "Daher bin ich mir sicher, dass sie bei einem Stadtkurs alle nötigen Vorkehrungen getroffen werden. Alles wird gut gehen."

Unterstützung von Lokalmatador Jack Miller

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Meinung von Jack Miller. Der Australier bestätigt, dass er in die Entscheidung selbst nicht eingebunden gewesen sei. Er habe lediglich wenige Tage vorher einen Anruf erhalten und sofort seine Unterstützung zugesagt.

"Alles, was mit Motorradrennen in Australien zu tun hat, werde ich unterstützen", betont Miller. Er wolle helfen, das Event zu promoten und stehe auch bei Fragen zur Streckenentwicklung zur Verfügung. Denn der Australier glaubt, dass das Projekt eines Stadtrennens in Adelaide eine große Chance sein könnte.

"Es kann eine wirklich großartige Sache für unseren Sport werden" - und für Australien, das damit als erstes Land ein MotoGP-Straßenrennen dieser Art veranstalten würde.

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