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Abwechslungsreiche MotoGP-Rennen: Neuer Michelin-Reifen spielt eine Rolle

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Abwechslungsreiche MotoGP-Rennen: Neuer Michelin-Reifen spielt eine Rolle
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Vier Sieger in den ersten fünf Rennen: Der neue Michelin-Hinterreifen spielt für die Abwechslung eine Rolle - Piero Taramasso erinnert die Situation an 2016

Mit Fabio Quartararo, Brad Binder, Andrea Dovizioso und Miguel Oliveira gab es in den ersten fünf MotoGP-Rennen 2020 vier verschiedene Sieger. Das Kräfteverhältnis ist teilweise unberechenbar und änderte sich selbst bei zwei Grands Prix auf der gleichen Strecke.

Selbst Michelin glaubt, dass der neue Aufbau des Hinterreifens eine Rolle für diese Abwechslung spielt. "Als Michelin 2016 in die MotoGP zurückgekehrt ist, ist genau das gleiche passiert wie jetzt", wird Michelin-Manager Piero Taramasso von 'GPOne.com' zitiert.

"Damals hatten wir im Laufe der Saison neun verschiedene Sieger und jetzt sind es vier bei fünf Rennen. Unser neuer Hinterreifen verhält sich anders als der alte. Jeder muss für jede Strecke das optimale Set-up finden. Wem das gelingt, wird gewinnen."

Nachdem es 2016 neun Saisonsieger gegeben hat, sank diese Zahl anschließend. 2017, 2018 und 2019 konnten fünf Fahrer Rennen gewinnen. "Die Situation hat sich stabilisiert, weil wir dreieinhalb Jahre den gleichen Reifen hatten", sagt Taramasso.

Der neue Hinterreifen bietet mehr Grip. Ursprünglich wollte Michelin im Laufe des Jahres 2020 einen neuen Vorderreifen testen und diesen dann 2021 zu den Rennen bringen. Aufgrund der COVID19-Pandemie hat man diesen Plan um ein Jahr verschoben.

Piero Taramasso

Piero Taramasso ist bei Michelin für das MotoGP-Projekt verantwortlich

Foto: LAT

Für den neuen Hinterreifen müssen die Teams das Set-up anpassen und auch die Fahrer müssen sich umstellen. Einigen gelang das bisher besser, andere haben größere Probleme wie Ducati und Honda. "Ich bin mir sicher, dass unser neuer Reifen für alle Motorräder funktioniert", betont Taramasso.

"Man muss die Balance etwas ändern und den Fahrstil anpassen. Ich sage ständig, dass die Teams am Set-up arbeiten müssen. Auch die Fahrer müssen einen Weg finden, damit der Reifen gut funktioniert. Das wird so bis Jahresende bleiben."

"Man muss für jede Strecke arbeiten, denn es gibt nicht das magische Set-up, das überall funktioniert. Jede Strecke hat ihre eigene Charakteristik. Jener Fahrer, der es schafft, dass die Reifen auf jeder Strecke gut funktionieren, wird Weltmeister werden. Diese Situation erinnert mich an 2016."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Gerald Dirnbeck