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Acosta und KTM chancenlos: "Froh, das Wochenende beendet zu haben"

Kein Speed, viele Fragezeichen: KTM war in Jerez klar die dritte Kraft - Pedro Acosta kämpfte das gesamte Wochenende - Enea Bastianini der schnellste KTM-Fahrer

Acosta und KTM chancenlos: "Froh, das Wochenende beendet zu haben"

Pedro Acosta hatte in Jerez nicht den Speed von Enea Bastianini

Foto: Getty Getty

KTM erlebte ein schwieriges Wochenende beim Grand Prix von Spanien in Jerez. Ducati und Aprilia waren nicht in Reichweite. Auch Pedro Acosta konnte diesmal nicht die Kohlen aus dem Feuer holen und um das Podium kämpfen.

Aber im Sprint hätte eventuell Brad Binder für eine Sensation sorgen können. Der Südafrikaner wechselte bei einsetzendem Regen zum richtigen Zeitpunkt auf das Motorrad mit Regenreifen.

Nach den Boxenstopps war er der erste Fahrer mit Regenreifen auf der Strecke. Doch dann stürzte Binder in Kurve 2 und verlor damit jegliche Chance auf einen Überraschungssieg. Trotz des Sturzes wurde er noch Vierter.

Im Trockenen war Enea Bastianini in Jerez das gesamte Wochenende über der schnellste KTM-Fahrer. Damit bestätigte der Tech3-Fahrer seinen Aufwärtstrend von Austin. Seit wieder mit der normalen Reifenkarkasse gefahren wird, hat er mehr Grip.

"Ja, ich habe hier und auch in Austin viel mit der Elektronik gearbeitet", sagt Bastianini. "Am Set-up habe ich nicht viel verändert. Es war von meiner Seite ein solides Wochenende."

"Ich kann zufrieden sein, denn wir waren in jeder Session konkurrenzfähig - bei Kälte, bei Hitze und auch bei Wind während des Grand Prix. Und das ohne Probleme."

Bastianini beendete das Rennen am Sonntag als Achter. Honda-Fahrer Johann Zarco konnte er in der Schlussphase nicht knacken. Ganz zufrieden ist der Italiener nicht, denn er hatte auf ein Ergebnis in den Top 5 gehofft.

"Aber nach fünf Runden habe ich einen starken Abbau beim Vorderreifen gespürt. Von diesem Moment an war es mir unmöglich, über den Vorderreifen zu pushen. Danach gab es aber eine gewisse Konstanz bis zum Ende des Rennens."

"Nun ja, es ist ein Fortschritt", so Bastianini. Acosta, der normalerweise die Referenz bei KTM ist, kam ab dem Freitagstraining nicht optimal klar. Zudem zählt Jerez nicht zu seinen Paradestrecken.

Enea Bastianini, Ai Ogura

Enea Bastianini bestätigte seinen Aufwärtstrend von Austin

Foto: Getty Images Europe

"Nun, es ist halt so. Wir wissen, dass Jerez nicht meine beste Strecke im Kalender ist - das ist klar. Und wenn man bedenkt, dass auch alles extrem eng beieinander liegt, lässt das alles noch schlechter aussehen", sagt Acosta.

Er klagte bereits am Freitag über "viele Probleme beim Bremsen": "Ehrlich gesagt ist es schwierig zu sagen, was gerade passiert. Denn ich habe mich von Anfang des Jahres an wirklich gut mit dem Motorrad gefühlt."

"Und hier sah es so aus, als hätte ich dieselben Probleme wie im vergangenen Jahr." Im Qualifying schaffte Acosta über Q1 den Einzug ins Q2. Im Sprint wurde er direkt hinter Bastianini Zwölfter.

Mit welchen Problemen die KTM-Fahrer kämpften

Im Grand Prix verlor Acosta nach einer Berührung mit einem Konkurrenten Aerodynamikteile und kam schließlich als Zehnter ins Ziel. Dadurch verlor er WM-Platz drei an Fabio Di Giannantonio.

"Wir wussten, dass wir dieses Wochenende nicht den Speed hatten", fasst Acosta zusammen. "Ohne den Kontakt wäre es vielleicht leicht gewesen, wie Enea in den Top 8 zu landen."

"Es war schwierig zu verstehen, wie ich das Vorderrad kontrollieren kann und wann ich einen Wheelie haben würde. Wir haben noch Arbeit vor uns und denken an den Montagstest. Ich bin ganz froh, das Wochenende beendet zu haben."

Binder fuhr direkt hinter seinem Teamkollegen als Zwölfter ins Ziel. Er spricht von einem "langen" Rennen: "Ich hatte einen ganz ordentlichen Start, konnte ein paar Fahrer überholen, aber danach hatte ich einfach keinen Speed."

Brad Binder

Im Sprint hätte Brad Binder für eine Sensation sorgen können

Foto: Getty Images Europe

"Ich bremste ziemlich hart, konnte ganz gut stoppen, und in dem Moment, in dem ich in Schräglage ging, fing es einfach an zu driften - das Vorderrad schob einfach raus. Also musste ich früher anfangen zu bremsen."

"Das Vorderrad schob die ganze Zeit. Es war also wirklich, wirklich, wirklich schwierig. Es ist sehr hart, sauber zu fahren und Kurvenspeed mitzunehmen. Ja, es war deutlich schwieriger als erwartet."

Konnte Acosta bei den Überseerennen noch Nadelstiche setzen und Aprilia sowie Ducati ärgern, war KTM in Jerez abgeschlagen und weit hinter der Spitzengruppe. Auch in der Herstellerwertung ist die österreichische Marke klar die dritte Kraft.

Binder ordnet die aktuelle RC16 so ein: "Ich habe das Gefühl, dass die Art und Weise, wie wir unser Motorrad aufgebaut und eingestellt haben, wirklich sehr gut funktioniert."

"Aber vielleicht für Strecken mit weniger Grip am Hinterrad, etwas mehr Schlupf und mit harten, geraden Bremspunkten. Aber dort, wo wir mit viel Trailbraking in die Kurve fahren müssen, fehlt uns etwas."

"Wir müssen beim Test versuchen, das ein bisschen herauszufinden. Zum Glück werden wir Zeit haben, einige größere Änderungen beim Set-up auszuprobieren und zu sehen, ob etwas ins Schwarze trifft."

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