Aleix Espargaro sicher: "Maverick wird sich rasch auf die Aprilia einstellen"

Zwei Tage testet Maverick Vinales die RS-GP - Aleix Espargaro glaubt, dass ihm die Umstellung von der Yamaha rasch gelingen wird - Rennstarts in Planung

Aleix Espargaro sicher: "Maverick wird sich rasch auf die Aprilia einstellen"

Maverick Vinales testet in dieser Woche zwei Tage lang (31. August und 1. September) in Misano die Aprilia RS-GP. Anschließend will man gemeinsam die weiteren Pläne festlegen. Wird Vinales noch in diesem Jahr Rennen fahren, oder sich auf Tests beschränken?

"Das ist eine große Möglichkeit für uns", sagt Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola gegenüber 'MotoGP.com'. "Je früher wir ihn auf dem Motorrad haben, desto besser ist es für nächstes Jahr. Nach diesem Test werden wir entscheiden, was wir tun werden."

"Der nächste Schritt wäre, wenn er für uns Rennen fährt. Wir wollen aber nichts überstürzen. Zunächst muss er sich auf dem Motorrad wohlfühlen. Deswegen ist der Test sehr wichtig." Denn es geht zum Beispiel auch um das Thema Sitzposition und individuelle Details.

Aleix Espargaro fuhr im Jahr 2014 eine Forward-Yamaha und eroberte damals in Aragon seinen ersten Podestplatz. "Ich glaube nicht, dass es für ihn schwierig wird", meint der Spanier über den Umstieg von der M1 auf die RS-GP.

 

"Es ist schon sehr lange her, dass ich die Forward-Yamaha gefahren bin. Unsere RS-GP 21 kommt von allen Motorrädern, die ich jemals gefahren bin, am nächsten an die Forward-Yamaha heran. Vielleicht muss er sich an die Aerodynamik gewöhnen, denn das musste ich zu Saisonbeginn auch."

"Aber generell denke ich, dass er sich sofort wohlfühlen wird. Ich kenne auch jede Person im Testteam, weil ich mit ihnen einige Tests bestritten habe. Es ist ein sehr starkes Team. Ich bin mir sicher, dass er mit dem Motorrad sehr zufrieden sein wird."

Am vergangenen Wochenende gelang Espargaro in Silverstone der erste Podestplatz für Aprilia in der modernen MotoGP-Ära. Schon in den Trainings hatte er konstant im Spitzenfeld mitgemischt. Nun hat Aprilia mit Vinales einen zweiten Topfahrer bekommen.

Espargaro hat keine Angst vor Vinales

Die beiden Spanier wohnen beide in Andorra und sind gut befreundet. Sie tauschen sich derzeit auch täglich aus, denn Vinales bringt viel Wissen von Yamaha zu Aprilia mit. Das kann für die Zukunft hilfreich sein.

 

"Ich bin nicht glücklich darüber, was mit ihm bei Yamaha passiert ist, aber gleichzeitig bin ich glücklich, weil er die Yamaha kennt und beide Motorräder vergleichen kann. Ich denke, er wird sofort schnell sein und ich freue mich über seine Aussagen über unser Bike."

In den vergangenen Jahren war Espargaro die klare Nummer 1 bei Aprilia. Theoretisch könnte in Zukunft Vinales schneller sein als er. Das beunruhigt Espargaro aber nicht: "Ich freue mich für Aprilia. Wenn ich Aprilia sage, schließe ich mich mit ein."

"Wir verdienen einen Topfahrer wie Maverick. Ich fahre besser denn je und denke, dass ich einer der Topfahrer bin, aber ich habe nicht die vielen Siege und Podestplätze wie Maverick. Er weiß, dass ich ihn willkommen heiße."

"Er weiß auch, dass es schwierig sein wird, mich zu schlagen. Ich freue mich darauf, dass wir gegeneinander kämpfen werden, aber es wird für ihn nicht einfach werden, mich zu besiegen. Er wird viel leiden müssen, um auf mein Level zu kommen."

Mit Bildmaterial von Aprilia.

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