Aleix Espargaro: "Verstehe nicht, warum Dovizioso keine Rennen fährt"

Aleix Espargaro wünscht sich Andrea Dovizioso als Teamkollegen, denn das würde auch seine Reputation steigern - Aber auch als Testfahrer ist 'Dovi' eine Hilfe

Aleix Espargaro: "Verstehe nicht, warum Dovizioso keine Rennen fährt"

Am 23. und 24. Juni wird Andrea Dovizioso in Misano (Italien) einen weiteren Test für Aprilia absolvieren. Der dreimalige MotoGP-Vizeweltmeister will das Team und die RS-GP besser kennenlernen. Ob Dovizioso nach einem Jahr Pause 2022 wieder Grands Prix fahren wird, steht in den Sternen.

"Ich verstehe nicht, warum Andrea nicht Rennen fahren will", meint Aleix Espargaro. "Ich meine, es ist noch nicht entschieden. Wenn ich mit Massimo [Rivola] spreche, dann ist noch nichts entschieden. Die Türe ist für Andrea weiterhin offen, dass er im nächsten Jahr mein Teamkollege wird."

"Er ist mehr als willkommen. Ich habe schon oft gesagt, dass es großartig wäre, wenn wir ihn an Board hätten. Er ist ein sehr guter Fahrer. Wenn ich ihn schlagen kann, dann würde auch meine Reputation steigen. In den vergangenen Jahren war er abgesehen von Marc der beste Fahrer im Feld."

"Ein junger Fahrer wäre neben mir - wo ich das Motorrad sehr gut kenne - auch keine schlechte Option. Im nächsten Jahr wäre es aber vielleicht nicht schlecht, wenn wir jemanden hätten, der mehr Erfahrung hat. Das Motorrad wird immer besser, aber es ist noch kein Siegermotorrad."

 

Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola ist in einer schwierigen Situation. Wartet er auf Doviziosos Entscheidung, oder versucht er aktiv einen vielversprechenden Moto2-Fahrer zu verpflichten? Die Phase der Gespräche und Verhandlungen für 2022 hat bereits begonnen.

Wartet Rivola zu lange ab und Dovizioso lehnt ein Comeback ab, dann könnten die größten Moto2-Talente bereits vom Markt sein. Zunächst ist man im Aprilia-Lager glücklich, dass man Dovizioso für weitere Testfahrten überzeugen konnte.

"Wenn man jemanden wie 'Dovi' als Testfahrer hat, ist das natürlich großartig", betont Espargaro. "In den kommenden Monaten wird er einen stressigen Kalender haben, denn er wird viel für uns testen. Das ist gut für uns."

"Es sieht auch danach aus, dass das neue Motorrad diesmal viel früher fertig sein wird. Das ganze Team wächst. Auch das Testteam ist besser als in der Vergangenheit. 'Dovi' wird ein Testteam auf hohem Level vorfinden." Das entlastet auch das Rennteam und Espargaro.

"Wenn wir jetzt etwas Neues haben, dann muss ich das in FT1 probieren, ohne dass diese Entwicklung vorher getestet wurde", schildert der Spanier. "Das ist nicht der beste Weg. Ein starkes Testteam wird uns viel helfen. Ich gratuliere Aprilia für diesen Schritt."

Im Rahmen des Grand Prix von Italien weilte Dovizioso in Mugello und beobachtete das Aprilia-Team genau. In Barcelona fehlte er beim Testtag am Montag. Matteo Baiocco musste einspringen, weil Espargaro noch Schwierigkeiten mit seinem jüngst operierten rechten Unterarm hat.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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