Aleix Espargaro: Warum er bei heiklen Themen seinen Mund aufmacht

Aprilia-Pilot Aleix Espargaro äußert meist ungefiltert seine Meinung und möchte damit einen Beitrag leisten, die MotoGP sicherer und besser zu machen

Aleix Espargaro: Warum er bei heiklen Themen seinen Mund aufmacht

Der neuen Generation von jungen Fahrern wird oft vorgeworfen, einen weiten Bogen um heikle Themen zu machen, um beim Arbeitgeber, den Fans oder den Kollegen nicht anzuecken. Ein Fahrer, auf den das nicht zutrifft, ist Aleix Espargaro.

Mit 32 Jahren zählt der Spanier allerdings auch nicht zur nächsten MotoGP-Generation. Espargaro nutzt sein Standing gern, um klare Meinungen und Sichtweisen zu transportieren. Dass er sich damit nicht bei allen beliebt macht, stört ihn nicht.

Warum ist Espargaro ein Vertreter klarer Botschaften? "Es ist sehr wichtig für mich. Ich zähle zu den Fahrern mit der größten Erfahrung. Ich denke, dass ich meine Sichtweise schildern sollte, wenn es wichtig ist, das zu tun", bemerkt er.

Durch die tödlichen Unfälle in den Nachwuchsklassen geriet das Thema Sicherheit erneut in den Fokus. Espargaro äußerte stets eine klare Meinung. "Die tödlichen Unfälle in diesem Jahr haben mich sehr traurig gemacht. Es fiel mir schwer, damit umzugehen. Ich denke jedes Mal zwei Mal nach, ob ich weitermachen sollte oder nicht, wenn so etwas passiert", gesteht er.

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro freut sich über die Fortschritte bei der Sicherheit

Foto: Motorsport Images

"Wenn ich auch nur zu 0,1 Prozent helfen kann, um etwas zu verbessern, dann mach ich das auch. Ich weiß, dass es viele Ideen gibt, um die Folgen der Stürze zu begrenzen", erklärt Espargaro, der im ständigen Kontakt zu Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta steht und versprochen hat, zu helfen, wenn es möglich ist.

"Ich habe Carlos gesagt, dass ich bereitstehe, um zu helfen. Ich denke, dass sie sehr clevere Leute im Team haben, die dabei helfen können, die Regeln zu verbessern. Doch diese Leute sind keine MotoGP-Piloten. Es ist immer gut, beide Welten zu verbinden und die Ideen zusammen zu besprechen, ob sie auch funktionieren können", schildert der Aprilia-Pilot.

"Bei der Sicherheitsausrüstung, den Lederkombis und den Helmen, wurden bereits große Verbesserungen erzielt. Darüber freue ich mich", so der Spanier. "Die MotoGP muss ein Vorbild für die kleinen Klassen sein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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