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Alex Marquez analysiert Titelkampf: "Mehr Fehler machen alles offener"

Alex Marquez sieht den Grund für den engen Titelkampf 2026 nicht nur in der starken Konkurrenz von Aprilia und Ducati - "Niemand war wirklich konstant", sagt er

Alex Marquez analysiert Titelkampf: "Mehr Fehler machen alles offener"

Sind alle Teil der engen Top 5: Marquez, Di Giannantonio, Martin und Ogura

Foto: Alexander�Trienitz Alexander�Trienitz

Der Kampf um die Weltmeisterschaft ist zur Halbzeit der Saison 2026 so eng wie seit Beginn der modernen MotoGP-Ära nicht mehr. Für Alex Marquez liegt der Grund dafür nicht nur in der gestiegenen Konkurrenz durch Aprilia, sondern vor allem in der fehlenden Konstanz der Spitzenfahrer.

Viele Favoriten hätten in dieser Saison mehr Fehler gemacht als in den vergangenen Jahren. Genau das halte den Kampf um den Titel offen, meint der Gresini-Pilot.

"Ich denke, niemand war wirklich konstant. Niemand war in der Lage, das ganze Wochenende über da zu sein", erklärt Marquez. Nach Ansicht des Spaniers macht genau diese Situation die Meisterschaft besonders spannend und attraktiver für die Fans.

"Es sieht so aus, als wäre es in diesem Jahr etwas offener, weil die Leute mehr Fehler machen als im vergangenen Jahr, im Vergleich zu vor ein paar Jahren, aber auch im Vergleich zu 2024 und 2023. Deshalb ist alles ziemlich offen", so Marquez weiter.

Nur 24 Punkte trennen die Top 5 in der WM

Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte trennen die fünf besten Fahrer der Gesamtwertung gerade einmal 24 Punkte. Nach elf Rennwochenenden gab es in der MotoGP seit 2002 noch nie einen geringeren Abstand zwischen den Top 5 der Meisterschaft.

Zusätzliche Spannung bringt vor allem Aprilia ins Titelrennen. Nachdem die vergangenen drei MotoGP-Saisons klar von Ducati dominiert wurden, hat sich das Kräfteverhältnis 2026 erweitert. Jorge Martin führt aktuell die Gesamtwertung an, dahinter folgt Ai Ogura. Beide pilotieren die aktuelle Aprilia RS-GP.

Ducati bleibt mit Marc Marquez auf Rang drei im Titelrennen vertreten, während Marco Bezzecchi Vierter ist. Fabio Di Giannantonio komplettiert als Fünfter das enge Spitzenfeld.

Dass es aktuell so eng zugeht, schreibt Marquez vor allem der fehlenden Konstanz bei nahezu allen Titelkandidaten zu. "Es ist ziemlich interessant und besser für die Fans. Aber niemand fährt auf einem konstanten Niveau", analysiert der Gresini-Fahrer.

"Ich denke, der Einzige, der das zu Beginn der Saison geschafft hat, war Marco [Bezzecchi]. Leider wurde er verletzt und hatte in den letzten Rennen nicht viel Glück."

Gleich mehrere Titelanwärter mussten im Saisonverlauf Rückschläge hinnehmen. Bezzecchi zeigte zu Saisonbeginn eine beeindruckende Form, verlor aber im Juni durch mehrere Fehler wichtige Punkte. Martin erlebte in Barcelona eine schwierige Phase mit fünf Stürzen und verschenkte auch in Ungarn eine weitere große Chance.

Der amtierende Weltmeister Marc Marquez schied beim Grand Prix von Spanien aus der Führung heraus aus, nachdem er zuvor von der Pole gestartet war. In Le Mans verletzte er sich schließlich bei einem Sturz und fiel für mehrere Rennen aus.

Kein klarer Favorit auf den MotoGP-Titel 2026

Für die zweite Saisonhälfte bringt sein jünger Bruder Alex einen entscheidenden Faktor ins Spiel: Welcher Fahrer schafft es, dauerhaft ohne größere Fehler zu bleiben?

"Es wird interessant zu sehen, welcher Fahrer nach der Sommerpause in der Lage ist, diese Konstanz zu zeigen. Das wird sich auszahlen. Ogura hätte viele Möglichkeiten, diese Konstanz zu zeigen, und auch Marc", nennt der Spanier zwei Namen.

Auch Martin bleibt für Marquez ein wichtiger Bestandteil des Titelkampfs. Obwohl der WM-Leader bislang weniger Aufmerksamkeit auf sich gezogen habe, sei seine Ausgangslage weiterhin stark. "Martin führt immer noch. Er hat nicht viel Lärm gemacht, aber er ist da. Deshalb wird es bis zum Ende ziemlich interessant."

Einen Favoriten will Marquez nicht benennen. Auf die Frage nach dem wahrscheinlichsten Weltmeister 2026 antwortete er mit einem Augenzwinkern: "Auf jeden Fall nicht ich."

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