Alex Marquez nach Barcelona-Crash: "Weiß, wie viel Glück ich hatte"
Nach seinem heftigen Sturz in Barcelona spricht Alex Marquez erstmals ausführlich über den Unfall, die Zeit auf der Intensivstation und seinen Weg zurück
Alex Marquez verfehlte bei seinem Crash die Streckenmauer nur knapp
Foto: Getty Getty
Nach seinem schweren Sturz im Rennen der MotoGP im Rahmen des Grands Prix von Katalonien hat sich Alex Marquez erstmals ausführlich zu den dramatischen Stunden nach dem Unfall geäußert. Dabei macht der Spanier deutlich, wie nah er an einer deutlich schwereren Verletzung vorbeigeschrammt ist.
Besonders eindrücklich beschreibt Marquez den Moment, als er im Krankenhaus wieder vollständig bei Bewusstsein war. "Als ich im Krankenhaus ankam, es war ungefähr 15:30 Uhr, begann ich mich wieder langsam zu erinnern und ich habe darum gebeten, den Sturz zu sehen", erklärt er auf seinem YouTube-Kanal.
Teilweise habe er zwar Erinnerungsfetzen gehabt, doch das komplette Bild fehlte ihm zunächst. Als er schließlich die Aufnahmen sah, sei ihm das volle Ausmaß bewusst geworden: "In diesem Moment habe ich ehrlich erkannt, wie viel Glück ich hatte, die Streckenbegrenzung auf der rechten Seite zu vermeiden."
Alex Marquez musste erneut auf die Intensivstation
Der medizinische Verlauf war anschließend ebenso intensiv wie die ersten Eindrücke nach dem Unfall: Noch am Sonntagabend, gegen 21 Uhr, wurde er operiert. Die Nacht verbrachte der Spanier vorsorglich auf der Intensivstation. "Nur für den Fall - damit nichts außer Kontrolle gerät", beschreibt er diese Phase.
Zunächst schien die Entwicklung positiv. Marquez wurde am Montagmorgen entlassen und reiste nach Madrid zurück. Doch die Situation änderte sich zu Hause.
"Ich kam nach Hause und fühlte mich schlecht. Der Schmerz hatte nachgelassen, dann wurde er wieder viel stärker", berichtet er. Daher entschied er sich, erneut zwei Nächte auf der Intensivstation zu verbringen, um eine Verschlechterung auszuschließen.
Nachhaltiges statt vorschnelles Comeback im Fokus
Der Unfall selbst hat bei ihm eine nachhaltige Wirkung hinterlassen. Denn für Marquez war es kein klassischer Sturz, nach dem man sofort den Blick auf die schnelle Rückkehr richtet. Vielmehr beschreibt er ihn als einen Einschnitt, bei dem der Körper Zeit brauche, sich zu erholen und in den Normalzustand zurückzufinden.
"Es ist keine Verletzung, bei der man wie im letzten Jahr sofort an die Genesung denkt. Der Aufprall ist so stark, dass man erst wieder auf dem Boden ankommen muss", erklärt der 30-Jährige. Doch trotz der Intensität der Erfahrung bleibt sein Fokus klar auf die Rückkehr in die MotoGP und an die Spitze gerichtet.
Entscheidend sei für ihn nicht der Zeitpunkt, sondern die Art des Comebacks. "Es geht nicht darum, wann ich zurückkomme, sondern wie. 100 Prozent vorbereitet zurückzukehren, ohne Verletzung, und zu wissen, dass ich auf der Strecke alles geben kann, genau darauf bin ich zu 100 Prozent fokussiert", betont Marquez.
Zum Abschluss richtet der Spanier noch Worte an seine Fans. Er bedankt sich für die große Unterstützung in den sozialen Netzwerken, auch wenn es ihm unmöglich sei, alle Nachrichten zu beantworten. "Ich konnte nicht allen antworten, das ist unmöglich, aber ich habe eure ganze Liebe gespürt", versichert er.
Gleichzeitig blickt er nach vorn: "Abonniert den Kanal und liked, damit es noch viele weitere Videos gibt - viel lustigere als dieses hier, auch wenn das Teil der Realität ist."
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