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Alex Marquez zu Honda: Das denken sein Bruder Marc, Lorenzo und Rossi

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Alex Marquez zu Honda: Das denken sein Bruder Marc, Lorenzo und Rossi
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont und Matteo Nugnes
16.11.2019, 19:01

Sollte Alex Marquez zu Honda in die MotoGP aufsteigen, weiß sein Bruder Marc nur zu gut, welche Fallstricke lauern - Wo sehen Lorenzo und Rossi die Nachfolge?

Gemeinsam in der MotoGP zu fahren, davon träumen Marc und Alex Marquez nicht erst seit gestern. Schon in der kommenden Saison könnte dieser Traum wahr werden. Denn seit Jorge Lorenzos Rücktritt verdichten sich die Anzeichen, dass sich Honda für Alex Marquez und gegen Johann Zarco als Nachfolger entscheiden wird.

Der ältere der Marquez-Brüder verriet am Rande des Saisonfinales in Valencia bereits, dass er sich Alex als Teamkollegen gut vorstellen könnte. In der Qualifying-Pressekonferenz am Samstag betonte der MotoGP-Weltmeister jedoch erneut, dass diese Entscheidung nicht in seinen Händen liege und er nichts dergleichen forcieren werde.

"Es war eine Überraschung für alle", verriet er. "Die Möglichkeiten für Honda sind ziemlich begrenzt. Aber auf der Liste steht der Weltmeister der Moto2 und ich weiß, dass er mein Teamkollege sein kann oder nicht. Das hängt von Honda ab. Und auch davon, ob mein Bruder die Verantwortung für dieses Projekt übernehmen will."

Honda-Werksplatz eine zu große Bürde für Alex Marquez?

Denn Marquez weiß, "dass die Honda im ersten Jahr in der MotoGP vielleicht das schwierigste Motorrad ist". Einige Fahrer hätten die Möglichkeit, zu HRC zu wechseln, in der Vergangenheit bereits ausgeschlagen, eben weil es eine große Verantwortung und ein schwieriges Motorrad sei, erinnert sich der Honda-Champion.

"Aber es liegt in Hondas Händen, und er (Alex Marquez; Anm. d. R.) ist stolz. Ich habe mit ihm gesprochen und er ist stolz darauf, bereits auf der Liste zu stehen. Er würde gerne ein MotoGP-Fahrer werden, aber sie müssen den richtigen Weg finden. Er ist nicht der einzige Fahrer, der mein Teamkollege sein könnte", betont Marquez.

Doch nicht nur der MotoGP-Aufstieg an sich wäre für den Moto2-Weltmeister eine enorme Herausforderung. Auch sich mit dem eigenen Bruder direkt zu messen, würde großen Druck mit sich bringen. Doch an diesen Vergleich sei Alex schon gewöhnt, sagt der ältere der Beiden. Damit habe er gelernt, gut umzugehen.

Bruder als Teamkollege: Für Marc Marquez ändert das nichts

"In dieser Hinsicht lerne ich viel von meinem Bruder. Denn der Vergleich mit mir ist immer da. Das bringt zusätzlichen Druck mit sich", weiß der Honda-Pilot. Für ihn würde sich mit Alex auf der anderen Seite der Garage aber nichts ändern: "Am Ende bin ich professionell. Da spielt es keine Rolle, wer mein Teamkollege ist."

"Mir ist bewusst, dass es auch noch andere Kandidaten gibt. Das liegt nicht in meiner Macht. Wie auch immer, zuvor war es Pedrosa, dann kam Lorenzo. Die Zukunft kenne ich nicht. Aber mein Ziel bleibt es, die Weltmeisterschaft zu gewinnen und mein Bestes zu geben, egal wer mein Teamkollege ist", hält Marquez fest.

Marc Marquez, Jorge Lorenzo

Marc Marquez und Jorge Lorenzo fahren in Valencia letztmalig als Teamkollegen

Foto: LAT

Lorenzo, der das Fahrerkarussell mit seinem Rücktritt überhaupt erst wieder in Bewegung brachte, nennt drei Namen für seine mögliche Nachfolge: Cal Crutchlow, Johann Zarco und Alex Marquez. Mit einer Beförderung von Takaaki Nakagami aus dem LCR-Honda-Team rechnet er eher nicht: "Ich weiß nicht, ob sie an Nakagami denken."

Wie Lorenzo und Rossi die Honda-Kandidaten einschätzen

Auf wen die Entscheidung fällt, hängt aus Lorenzos Sicht von Hondas Zukunftsstrategie ab. "Cal ist derjenige mit mehr Erfahrung, der das Motorrad sehr gut kennt, und wir wissen, wie schnell Cal sein kann. Dann leistet Johann in diesen Rennen einen tollen Job, er hat beweisen, dass er schnell ist", analysiert Lorenzo die Kandidaten.

"Und dann haben wir Alex, den zweimaligen Weltmeister, den jüngsten der Drei. Er ist der Bruder von Marc, also könnte es interessant sein, zwei Brüder im selben Team zu haben und auch er ist Spanier, also kann es für Repsol interessant sein." Drei vielversprechende Möglichkeiten und eine schwierige Entscheidung für Honda.

"Das ist keine leichte Aufgabe für Alberto (Puig), weil die drei Fahrer interessant sind und ein ähnliches Niveau haben, was ihre Geschwindigkeit angeht", sagt Lorenzo abschließend. Wie er verfolgt auch Valentino Rossi die Spekulationen mit Spannung: "Ich hätte Zarco erwartet, also bin ich gespannt, was passieren wird."

Valentino Rossi

Valentino Rossi kann sich neben Zarco auch Alex Marquez bei Honda vorstellen

Foto: LAT

Was denkt der Yamaha-Pilot über Alex Marquez als Option? "Er ist der Moto2-Weltmeister und präsentiert sich stark, also warum nicht? Wenn er zu HRC wechselt, stiehlt er niemandem etwas." Als mögliche Alternative für Zarco wird derweil Avintia-Ducati diskutiert, doch dieser Möglichkeit erteilte der Franzose bereits eine klare Absage.

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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