Alex Rins gesteht: Smartphone-Nutzung verursachte den Radunfall in Barcelona

Suzuki-Pilot Alex Rins feiert beim MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring sein Comeback und gibt interessante Details zum kontroversen Sturz in Barcelona preis

Alex Rins gesteht: Smartphone-Nutzung verursachte den Radunfall in Barcelona

Alex Rins hat in dieser Saison kein Glück. Nach vier aufeinanderfolgenden Rennstürzen verpasste der Suzuki-Pilot vor zwei Wochen seinen Heim-Grand-Prix in Barcelona. Am Donnerstag brach sich Rins bei einem Unfall mit seinem Fahrrad die Hand und musste operiert werden.

Vor dem Start des MotoGP-Wochenendes auf dem Sachsenring gesteht Rins, dass er durch sein Smartphone abgelenkt wurde und deshalb mit einem Van kollidierte. "Normalerweise spiele ich nicht mit dem Handy, wenn ich auf dem Rad sitze. Ich schreibe nur wichtige Nachrichten", bemerkt der Spanier.

"Ich stürzte in Montmelo, weil ich eine wichtige Nachricht verschickte. Klar, wir sollten die Hände von den Handys lassen, wenn wir fahren. Das gilt auch für mich. Wir haben immer das Handy in der Hand, um die Uhrzeit zu checken oder eine Nachricht zu senden. Wenn man auf das Handy schaut, dann schenkt man den Autos auf der Straße keine Aufmerksamkeit", weiß Rins.

Nach dem Sturz radelt Alex Rins zurück zu seinem Motorhome

"Mir war es lieber, einen Van zu treffen anstatt eine andere Person. Es wäre noch schlimmer gewesen, wenn ich eine Person getroffen hätte", erklärt der MotoGP-Pilot, der noch alles vom Unfall weiß: "Ich kann mich an alles erinnern. Nachdem ich mit dem Van kollidiert war, stand ich auf. Dann kam ein Mann, der mir eine Flasche Wasser reichte, damit ich das Blut abwaschen konnte."

"Als ich den Arm begutachtete, sah es nicht so schlimm aus. Ich brach mir bereits 2015 die rechte Hand, als ich Flat-Track fuhr. Ich erinnere mich, dass ich nach dem Sturz das Motorrad aufrichtete und noch zwei Runden fuhr. Damals fühlte ich mich okay, spürte aber ein paar Schmerzen. Ich fuhr ins Krankenhaus. Es war genauso wie in Montmelo", vergleicht Rins.

 

Alex Rins

Alex Rins ließ sich kurz nach dem Unfall in Barcelona operieren

Foto: Motorsport Images

"Nach dem Sturz nahm ich das Fahrrad und fuhr an mein Motorhome zurück, dieses Mal aber ohne das Handy, denn der Bildschirm war gebrochen", scherzt der Spanier. "Ich wurde ins Krankenhaus gebracht und erkannte bereits, dass sich im oberen Teil der Hand viel Flüssigkeit angesammelt hatte. Ich befürchtete, dass es doch schlimmer ist."

"Der Arzt ließ mich entscheiden, ob ich vier Wochen lang einen Gips tragen will oder ob ich mich operieren lasse und die Hand nach einer Woche wieder bewegen kann. Natürlich habe ich mich als Rennfahrer für die schnellste Option entschieden", berichtet Rins.

Alex Rins beklagt Schmerzen und sorgt sich um die Bremszonen

Beim achten Grand Prix der laufenden Saison möchte Rins wieder auf seine Werks-Suzuki steigen. Die Ärzte erteilten am Donnerstag die Startfreigabe. Könnte der Rennstart dennoch in Gefahr sein? "Ich denke nicht", kommentiert Rins, der aber nach wie vor mit Schmerzen kämpft.

 

"Ich kann nicht behaupten, dass ich bereits wieder bei 100 Prozent bin. Ich habe nach wie vor Schmerzen und fuhr noch nicht mit dem MotoGP-Bike. Ich fuhr am Samstag in Andorra mit dem kleinen Motorrad. Ich spürte beim Bremsen Schmerzen. Seitdem sind aber vier oder fünf Tage vergangen, um mich weiter zu erholen", erklärt der Suzuki-Pilot.

Ist das Layout des Sachsenrings eine Hilfe? "Der Kurs hat mehr Links- als Rechtskurven. Doch das ist nicht das Problem, denk ich. Es gibt hier ein oder zwei harte Bremszonen. Natürlich werde ich leiden. Das Niveau in der MotoGP verlangt, dass alles 100-prozentig stimmt. Ansonsten hat man zu kämpfen. Wir gehen mit diesem Problem, der nicht perfekten Hand, ins Wochenende", so Rins.

WM-Titel für Alex Rins in weite Ferne gerückt

In der Meisterschaft ist Rins durch die Stürze und das verpasste Barcelona-Rennen auf die 15. Position gerutscht. "Unser großes Ziel hat sich im Vergleich zum Start der Saison ein bisschen verändert. Wir wollten um die Meisterschaft kämpfen. Jetzt liegen wir recht hinter vom Führenden zurück", erkennt Rins.

"Ich kann jedoch nicht behaupten, dass ich nicht mehr um die Meisterschaft kämpfen möchte. In diesem Fall bräuchte ich nicht mehr fahren. Ich will um die Meisterschaft kämpfen, doch wir müssen es von Rennen zu Rennen angehen", nennt Rins die Strategie für die kommenden Grands Prix. "Wir befinden uns nicht in der Position, in der wir uns sehen. Wir müssen jetzt bei jedem Rennen die maximale Anzahl an Punkten sammeln."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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