Alex Rins: Portimao-Sieg gegen Fabio Quartararo auch ohne Sturz "schwierig"

Alex Rins stürzt in Portimao bei der Verfolgung von MotoGP-Rennsieger Fabio Quartararo: Warum er auch ohne Crash nur geringe Siegchancen gesehen hätte

Alex Rins: Portimao-Sieg gegen Fabio Quartararo auch ohne Sturz "schwierig"

Alex Rins ist der tragische Held des MotoGP-Rennens in Portimao: Der Suzuki-Pilot nahm es als Einziger dauerhaft mit dem späteren Rennsieger Fabio Quartararo auf. Doch bei der Verfolgung des Franzosen übertrieb es Rins acht Runden vor Schluss: Sturz und null Punkte sind die Folge. Dennoch verbreitete Rins nach dem Rennen gute Laune.

"Ich fühle mich gut. Wir haben seit Freitag einen sehr guten Job abgeliefert, sind in Q2 und in die erste Reihe gekommen. Das Rennen hat mich sehr beeindruckt, denn ich habe mich stark verbessert im Vergleich zum Vorjahr und am Ende haben wir uns wegen des Crashs nicht belohnt", führt Rins aus.

Zuvor lieferten sich Rins und Quartararo ein Duell auf der portugiesischen Achterbahn von Portimao. Gegenseitig trieben sie sich zu immer schnelleren Zeiten an, was in einem neuen Renn-Rundenrekord Rins' in Runde 18 gipfelte - einen Umlauf vor seinem verhängnisvollen Sturz.

Alex Rins: Portimao-Sieg wäre schwierig gewesen

"Ich fuhr am Limit. Fabio war zwar sehr stark, aber ich fuhr an einem 'guten' Limit", meint Rins. Was will er damit genau sagen? "Manchmal fährst du am Limit und das Bike wackelt und die Räder drehen in allen Kurven durch. Aber diesmal war ich am Limit und war dabei entspannt. Ich konnte das Durchdrehen und die Abnutzung der Reifen sehr gut kontrollieren", erklärt Rins weiter.

 

Doch selbst ohne Sturz ist Rins skeptisch, ob es denn für eine Attacke oder gar den Sieg gereicht hätte. Zu stark präsentierte sich Quartararo in Sachen Rennpace. "Ich habe ihn gepusht. Er ist gestern schon eine gute Pace gefahren, auch im Warm Up von daher wusste ich, dass ich nicht so schnell war", meint der Suzuki-Pilot.

Aber: "Im Rennen habe ich mich gut gefühlt. Wäre ich nicht gestürzt und wären wir weiter diese Pace gegangen, dann hätte ich auch weiter diese Zeiten fahren können. Aber hier ist es nicht leicht, zu überholen. Da wäre der Sieg sicher schwierig gewesen."

MotoGP-Suzuki mit Aufwärtstendenz

Ob es jedoch noch zu einem Zweikampf gekommen wäre oder ob Rins das Rennen gar gewonnen hätte? Diese Fragen bleiben ebenso offen, wie die Ursache für seinen Sturz. Bei der Datenanalyse jedenfalls ist Rins nichts Besonderes aufgefallen: "Ich habe nichts falsch gemacht. Ich habe den selben Bremspunkt gewählt und den selben Bremsdruck ausgeübt. Aber das passiert manchmal", so Rins, der deshalb die nicht perfekten Streckenverhältnisse als Auslöser vermutet.

Alex Rins

Alex Rins hat trotz des Ausfalls in Portimao Grund zur Freude

Foto: Motorsport Images

Eines ist jedoch unabhängig davon am MotoGP-Wochenende von Portimao auffällig gewesen: Das gesamte Wochenende über waren die Suzukis stark aufgelegt. Joan Mir bestätigte den Eindruck schließlich mit Platz drei im Rennen. "Ich bin ziemlich glücklich über die Art und Weise, wie wir das Rennwochenende angegangen sind", freut sich Rins.

"Wir konnten von Freitag an angreifen, abgesehen vom Sturz. Wir sind mit vielen Bedingungen klargekommen, im Qualifying und auch im Rennen. Mal sehen, ob wir in Jerez ähnlich gut loslegen können, wie hier", so der Suzuki-Pilot. Dann soll die Leistung auch im Rennen belohnt werden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Portimao
Fahrer Alex Rins
Teams Team Suzuki Ecstar
Urheber Tobias Ebner