Registrieren

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland
Analyse

Analyse: Warum Ken Kawauchi der "richtige Mann" für Honda ist

Honda hat Ken Kawauchi als neuen Technikdirektor installiert - Dessen ehemalige Kollegen bei Suzuki sprechen über seine Qualitäten und wie er Honda helfen kann

Analyse: Warum Ken Kawauchi der "richtige Mann" für Honda ist

Honda war in der MotoGP-Saison 2022 die einzige Marke, die kein Rennen gewinnen konnte. Die Japaner landeten in der Konstrukteurswertung auf dem letzten Platz. Das Werksteam belegte in der Teamwertung Rang neun. Als 13. war Marc Marquez bei den Fahrern am besten platziert.

Die negative Performance sorgte für einige personelle Veränderungen. Honda holte die beiden Suzuki-Fahrer Joan Mir und Alex Rins. Auf technischer Ebene ist die Verpflichtung von Ken Kawauchi als neuer Technikdirektor die interessanteste Änderung.

Kawauchi, der ebenfalls von Suzuki kommt, übernimmt den Posten von Takeo Yokoyama, der sich künftig in Japan um junge Ingenieure kümmern wird. Welche Qualitäten Kawauchi mitbringt, können am besten seine Weggefährten von Suzuki beschreiben.

"Ich bin sehr glücklich, dass Kawauchi zu Honda kommt", betont Rins. "Ken war beim Suzuki-Projekt eine Schlüsselperson. Er hat dabei geholfen, das Motorrad zu entwickeln, zum Weltmeistertitel zu führen und das letzte Rennen zu gewinnen."

Aus technischer Sicht kann Manuel Cazeaux, der ehemalige Crewchief von Maverick Vinales und Rins, Kawauchi am besten beurteilen. Cazeaux hat nach dem Suzuki-Ausstieg bei Aprilia eine neue Arbeit gefunden und betreut wieder Vinales.

"Aus meiner Sicht ist die Verpflichtung von Kawauchi schwierig zu beurteilen, weil ich nicht genau weiß, was Honda braucht oder was Takeo genau gemacht hat", findet Cazeaux. "Aus meiner Erfahrung bei Suzuki kann ich sagen, dass er eine Person mit 360 Grad Erfahrung ist."

"Mit anderen Worten, er meistert verschiedene Bereiche - vom Chassis bis zur Elektronik. Er geht alle Punkte durch, wie den Motor oder die Reifen. Er versteht alle Bereiche des Motorrads sehr gut. Ken hat immer im Rennsport gearbeitet."

Ken Kawauchi

Ken Kawauchi hatte maßgeblichen Anteil am Suzuki-Erfolg

Foto: Motorsport Images

"Er hat keine Erfahrung in anderen Bereichen. Seine Erfahrung [im Rennsport] und seine Art des Managements hat er bei Suzuki bewiesen. Das funktioniert. Er versteht die Forderungen der Fahrer und kann sie für die Fabrik übersetzen."

"Damit sie rasch reagieren und das Motorrad korrekt entwickeln können. Er kann sich sehr gut ausdrücken und arbeitet gut mit verschiedenen Nationalitäten zusammen. Ich denke, er ist eine gute Verpflichtung", meint Cazeaux abschließend.

Umfangreiches Wissen wird Honda helfen

Dieser Einschätzung stimmt auch Crewchief Frankie Carchedi zu, der mit Mir den WM-Titel 2020 gewonnen hat: "Für Honda ist die Verpflichtung von Ken sehr gut. Er weiß genau was notwendig ist. Er war Technikdirektor vom kleinsten Werksteam in der MotoGP."

"Das heißt, dass er technisch ein enormes Wissen hat. Ihm ist auch der menschliche Faktor bewusst, der notwendig ist, um zu gewinnen. Ich denke auch, er kann Joans Anpassung an die Honda beschleunigen, weil er seinen Fahrstil kennt und weiß, was er braucht."

"Es wäre schade gewesen, wenn sich kein Werk die Vorteile seines Wissens gesichert hätte", findet Carchedi. Der Brite fand bei Ducati eine neue Arbeit und fungiert im Gresini-Team als neuer Crewchief von Fabio di Giannantonio.

Der richtige Mann zur richtigen Zeit

Claudio Rainato hat für Mir als Dateningenieur gearbeitet und ist ebenfalls im Ducati-Lager untergekommen. Er arbeitet künftig im VR46-Team. Rainato stimmt ebenfalls zu, dass Honda mit der Verpflichtung von Kawauchi ein Coup gelungen ist.

"Er ist zur richtigen Zeit der richtige Mann", sagt Rainato. "Ken hat viel Erfahrung, die eine sehr gute Kooperation zwischen den Entwicklungen in der Fabrik und den Wünschen des Teams ermöglicht."

"Er respektiert die Ideen von allen, aber er hält die europäische Seite von wilden Herangehensweisen ab. Er wird wahrscheinlich keine magische Formel oder Ideen einbringen, aber eine Erfolgsmethode."

Ken Kawauchi

Technikdirektor Ken Kawauchi wechselt von Suzuki zu Honda

Foto: Suzuki

"Bei Suzuki verfolgte er die Herangehensweise der kleinen Schritte. Das könnte der Weg sein, der Honda aus der Krise führt. Mit seinem Pokerface kann er, wenn notwendig, auch Ruhe in die Garage bringen. Für Mir könnte er auch ein guter Gefährte sein, denn sie verstehen sich sehr gut."

Francesco Munzone arbeitete in den vergangenen Jahren als Performance-Ingenieur bei Suzuki. Er sagt: "Mit seiner Erfahrung kann Ken eine neue Kommunikation zwischen den japanischen Ingenieuren und der Gruppe in Europa installieren."

"Es geht um eine bessere Integration des Personals - an der Strecke und in der Fabrik. Das ist schließlich der Schlüssel. Man muss an der Strecke die richtigen Informationen sammeln und sie dann der Fabrik übermitteln."

"Er kann die Tools, die es schon bei Honda gibt, mit seiner Erfahrung auf eine andere Weise nutzen", findet Munzone. Er selbst hat im Forward-Team in der Moto2-Klasse einen neuen Job gefunden.

Kawauchi hat seine Arbeit bei Honda bereits aufgenommen. Testfahrer Stefan Bradl war in den vergangenen Tagen im Rahmen der Superbike-Testfahrten in Jerez (Spanien) ebenfalls im Einsatz. Kawauchi war vor Ort und machte sich ein erstes Bild.

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

Vorheriger Artikel Hohe Pramac-Ziele: Martin will um WM-Titel kämpfen, Zarco ersten Sieg feiern
Nächster Artikel Guidotti: Warum KTM zu Änderungen beim Fahrerkader "gezwungen war"

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland