Andrea Dovizioso gibt über "Idol" Rossi zu: "Habe ihn viel studiert"

Als Italiener stand Andrea Dovizioso im Schatten seines Landsmanns Valentino Rossi - Er gibt zu, die #46 viel studiert zu haben, aber ihn zu kopieren war nicht möglich

Andrea Dovizioso gibt über "Idol" Rossi zu: "Habe ihn viel studiert"

Andrea Dovizioso hat im "Windschatten" von Valentino Rossi seine eigene Karriere in der Motorrad-WM verbracht. Als "Dovi" im Jahr 2004 Weltmeister der 125er-Klasse wurde, war Rossi bereits sechsmaliger Weltmeister und ein internationaler Superstar.

"Valentino hat sehr viele besondere Dinge gemacht", lacht Dovizioso. "Ich habe eigentlich nie so viel Zeit mit ihm verbracht. Natürlich habe ich immer verfolgt, was er macht. Er war natürlich auch mein Idol. Das gilt für alle, aber besonders für italienische Fahrer."

Kennengelernt haben sich die beiden Italiener, als Dovizioso noch Pocketbikes gefahren ist. In der MotoGP waren sie über viele Jahre Gegner. Es gab auch Überschneidungen. Nachdem Rossi bei Ducati zwei schwierige Jahre hatte, trat Dovizioso 2013 dessen Nachfolge an.

Mit mühsamer Aufbauarbeit schaffte er schließlich das, was Rossi verwehrt geblieben ist - Rennen mit Ducati zu gewinnen. Zum Abschluss von Rossis Karriere waren beide bei Petronas-Yamaha Teamkollegen. Erstmals teilten sich Rossi und Dovizioso eine Box.

"Er ist ein Superstar. Ich bin sicher nicht so wie er", lacht Dovizioso. "Er lebt natürlich auch anders, weil jeder etwas von ihm will. Deshalb hat er diese Situation um ihn herum in Tavullia mit der Akademie kreiert."

Obwohl Dovizioso nicht weit davon entfernt lebt, war er nie Teil dieses "inneren Kreises" rund um Rossi. Und da sie nur für fünf Rennen Teamkollegen waren, haben sie über all die Jahre nie viel Zeit gemeinsam verbracht.

Dovizioso: Man kann so ein Talent nicht kopieren

Im Rückblick hält "Dovi" fest, dass die #46 für ihn ein Vorbild und eine Referenz war: "Ich habe Valentino viel studiert. Manchmal war ich verloren, denn wenn man versucht, so eine talentierte Person zu kopieren, dann funktioniert es nicht. Man muss seinen eigenen Weg verfolgen."

"Es ist wichtig, die guten Fahrer zu studieren. Aber wenn man versucht, alles so wie er zu machen, dann funktioniert es nicht. Ich hatte viele starke Teamkollegen wie Casey Stoner, Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo oder Cal Crutchlow. Jeder macht irgendetwas besser als man selbst."

Andrea Dovizioso, Valentino Rossi

Über all die Jahre haben die beiden Italiener nicht viel Zeit gemeinsam verbracht

Foto: Motorsport Images

"Man studiert das und will in diesem Bereich besser werden. Es ist wichtig, das zu verstehen, in welchem Bereich man besser arbeiten muss. Wenn man die Daten studiert, kann man immer sehen, wo man besser oder schlechter ist. Es geht immer um den Fahrstil."

14 Jahre lang fuhren Dovizioso und Rossi gegeneinander in der Königsklasse. 2019 standen sie in Argentinien das letzte Mal gemeinsam auf dem Podest. In einem engen Duell um Platz zwei setzte sich damals Rossi mit einem Überholmanöver in der letzten Runde durch.

"Es war sehr schön, seine Karriere zu sehen", sagt Dovizioso nach dem finalen MotoGP-Rennen seines berühmten Landsmanns. "Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich diese Phase der Weltmeisterschaft miterlebt habe. Er hat auch viele Fans für unseren Sport begeistert. Darüber können wir glücklich sein. Er ist eine außergewöhnliche Person. Es war schön zu sehen, dass er viele WM-Titel gewonnen hat."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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