Andrea Dovizioso: Warum Portimao trotz Platz 14 im Rennen ein Erfolg war

Beim MotoGP-Rennen in Portimao erkennt Yamaha-Pilot Andrea Dovizioso, dass er seine gewohnte Bremstechnik nicht länger anwenden kann

Andrea Dovizioso: Warum Portimao trotz Platz 14 im Rennen ein Erfolg war

Petronas-Yamaha-Pilot Andrea Dovizioso kam beim Grand Prix der Algarve in Portimao auf Position 14 ins Ziel. Im Rennen fuhr "Dovi" rundenlang in einer Gruppe, in der auch Teamkollege Valentino Rossi und Honda-Ersatzpilot Stefan Bradl mitmischten. Schlussendlich unterlag Dovizioso seinem Teamkollegen, konnte sich aber knapp gegen Bradl durchsetzen.

Die Platzierung ist für Dovizioso momentan nebensächlich. Der routinierte Italiener will bei seinen Einsätzen in der laufenden Saison besser verstehen, wie er seinen Fahrstil bestmöglich an den Charakter der Yamaha M1anpassen kann. Vor allem beim Bremsen muss sich Dovizioso umstellen.

"Ich muss komplett anders bremsen als in der Vergangenheit", stellt Dovizioso fest. "Das Herunterschalten ist vollkommen anders, der Umgang mit der Hinterradbremse ebenfalls. Das ist etwas, das sich nur sehr schwer ändern lässt. Wenn man 15 Jahre immer gleich gebremst hat, und sich dann umstellen muss, dann ist das richtig schwierig. Dieser Prozess erfordert ein bisschen Zeit."

"Es ist gut, wenn man spürt, dass es sich lohnt, etwas zu ändern. Das war an diesem Wochenende der Fall", bilanziert der langjährige Ducati-Pilot, der einen Aufwärtstrend erkennt: "Die Fortschritte sind ein positives Zeichen. Wir können mit der Platzierung natürlich nicht zufrieden sein, doch in der MotoGP sind alle ähnlich schnell, wenn man die Spitzenfahrer abzieht."

"Man muss sich aber immer vor Augen führen, dass Siege mit diesem Motorrad nicht möglich sind. Das ist Punkt eins. Und zudem kann ich das Potenzial der Maschine noch nicht richtig nutzen", bemerkt der Petronas-Yamaha-Pilot. "Jeder will und erwartet mehr, doch das entspricht in der heutigen MotoGP nicht der Realität."

Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso pilotiert die alte Version der Yamaha M1

Foto: Motorsport Images

"Wichtig ist, dass wir uns weiter verbessern und die Situation verstehen, bis wir in Jerez testen. Dort erhalte ich das neue Motorrad. Dann werde ich sehen, wie groß der Unterschied ist. Es ist zu zeitig, um jetzt über Ergebnisse zu sprechen", stellt Dovizioso klar.

Bei seinen bisherigen Einsätzen für Petronas-Yamaha kam Dovizioso nicht über 13. Plätze in Austin und Misano hinaus. Ohne die Ausfälle in Portimao wäre Dovizioso nicht in die Punkte gefahren. "Verglichen mit den anderen Wochenenden konnten wir Verbesserungen erzielen. Das Tempo zur Halbzeit des Rennens bis zum Ende des Rennens ist der Beleg dafür", zeigt er sich dennoch zufrieden.

"Ich konnte nicht mit Valentino mithalten, weil er immer zwei oder drei Fahrer vor mir fuhr. Ich war aber so schnell wie (Luca) Marini und Valentino. Das war keine schlechte Leistung mit dem Motorrad, das ich zur Verfügung habe", hält Dovizioso fest.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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