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Aprilia: Warum Rundenzeiten beim Misano-Test Nebensache sind

Etwa eine Sekunde Rückstand auf KTM: Bei Aprilia bleibt man trotz der schwachen Rundenzeiten mit der neuen Maschine gelassen und geht strategisch vor

Aprilia: Warum Rundenzeiten beim Misano-Test Nebensache sind

KTM-Pilot Pol Espargaro behauptete sich beim ersten Testtag in Misano mit einer 1:33.0er-Runde an der Spitze der Wertung. Der Spanier nahm den anwesenden Aprilia-Piloten etwa eine Sekunde ab. Doch im Hause Aprilia ist das kein Grund zur Sorge. Teamchef Massimo Rivola erklärt gegenüber 'Motorsport.com', welchen Plan man beim Test verfolgt.

"Positiv ist, dass wir ohne Probleme fahren konnten. Das ist nicht selbstverständlich, da das Motorrad neu ist. Unsere Rundenzeiten waren ganz okay. Wir sind zufrieden", fasst Rivola zusammen. Für Aleix Espargaro war der Auftakt in Misano die erste Chance seit den Winter-Tests, ein MotoGP-Bike zu bewegen.

"Aleix musste zuerst einmal den Rost abschütteln. Bradley (Smith) hingegen konnte bereits vor ein paar Wochen fahren. Deshalb hatte er von Beginn an mehr Vertrauen und fuhr 75 Runden. Aleix kam auf 61 Runden", berichtet Rivola. "Lorenzo Savadori fuhr ebenfalls, war aber mit dem CIV-Bike unterwegs und fuhr 70 Runden."

Motor-Homologation steht bevor

Bis zum 29. Juni muss Aprilia den Motor homologieren lassen. Deshalb stehen im Moment die Arbeiten an der Zuverlässigkeit des neuen 90-Grad-V4-Motors im Fokus. "Wir müssen die Zuverlässigkeit sicherstellen", bestätigt Rivola. "Bisher schauten wir nicht nach der Performance. Wir sind nicht besorgt, weil wir wissen, dass das nicht die beste Strecke für unser Bike ist."

Massimo Rivola

Massimo Rivola freut sich, dass es am Dienstag keine Komplikationen gab

Foto: Motorsport Images

"Pol Espargaro fuhr mit seiner KTM eine 1:33.0er-Runde. Aleix kam auf 1:33.9 Minuten und Bradley fuhr 1:34.0 Minuten. Es ist klar, dass wir noch Einstellungen vornehmen müssen. Wir müssen uns aber auch vor Augen führen, dass KTM hier im vergangenen Jahr in der ersten Reihe stand", so der Aprilia-Manager.

"Wir müssen so arbeiten, wie wir es am Dienstag getan haben. Wir müssen ernst und professionell sein und versuchen, Schritt für Schritt vorzugehen, ohne Panik zu entwickeln, was unsere Performance angeht. Die Fahrer schauen natürlich nach den Rundenzeiten, doch die werden kommen, weil sie eine Kombination verschiedener Faktoren sind", ist Rivola überzeugt.

Keine großen Veränderungen zum finalen Test im Winter

Im Vergleich zum finalen Winter-Test in Katar hat sich an der Aprilia RS-GP des Jahrgangs 2020 nicht allzu viel getan. "Das Motorrad ist ziemlich unverändert. Leider konnten wir eine Zeit lang nicht arbeiten. Seit der Wiederaufnahme der Arbeit am 25. Mai haben wir sehr intensiv gearbeitet. Unsere Priorität war der Motor, weil wir ihn bis zum 29. Juni homologieren lassen müssen", schildert Rivola.

"Zudem haben wir am Chassis und der Aerodynamik gearbeitet", verrät der Aprilia-Teamchef. "Wir werden viele Dinge testen, doch immer Stück für Stück. Wir konnten bereits ein paar Dinge probieren, die Aleix mochte."

Mit Bildmaterial von Aprilia Racing.

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