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Armpump bremst Jorge Martin in Misano aus: Ist eine Operation notwendig?

Armpump macht Jorge Martin in Misano einen Strich durch die Rechnung - Der WM-Anwärter spricht nun über eine mögliche Operation während des Titelkampfs

Armpump bremst Jorge Martin in Misano aus: Ist eine Operation notwendig?

Für einige Runden konnte Jorge Martin sogar vor Marc Marquez führen

Foto: Gold Gold

In der Anfangsphase des MotoGP-Rennens in Misano schien Jorge Martin (Aprilia) der größte Herausforderer von Marc Marquez (Ducati) zu sein. In der ersten Runde schied sein Aprilia-Teamkollege Marco Bezzecchi durch einen Sturz aus.

Martin nahm die Verfolgung von Marc Marquez auf und konnte den Anschluss halten. In der siebten Runde übernahm Martin sogar die Führung und alles deutete auf ein Duell um den Sieg hin.

Aber in der zwölften von 27 Runden überholte Marquez und eroberte die Führung zurück. In der Folge wurde Martin auch von Alex Marquez (Gresini-Ducati) und Pedro Acosta (KTM) überholt und war nur noch Vierter.

In der 20. Runde verlor Martin auch diesen Platz an Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) und kam schließlich als Fünfter ins Ziel. "Ich hatte große Probleme mit Armpump", nennt Martin den Grund für seinen Einbruch.

"Es ist schade, ich denke, wir haben heute eine große Chance verloren. Ich habe mich wirklich gut gefühlt. Ich bin großartig gestartet. Ich dachte, Marc würde sich absetzen, aber dann holte ich ihn wieder ein und übernahm die Führung."

"Danach habe ich mich sogar abgesetzt. Ich hatte eine gute Pace. Ich habe nicht wie verrückt gepusht und habe mich trotzdem abgesetzt, aber dann bekam ich Probleme beim Bremsen, dann beim Gasgeben und jede Runde wurde es schlimmer."

"Am Ende konnte ich nichts mehr tun", seufzt Martin. "Ich hatte das Motorrad nicht mehr komplett unter Kontrolle. Es ist schade. Ich hatte nicht erwartet, dass das heute das Problem des Rennens sein würde."

Der ehemalige Weltmeister spürte bereits im Freitagstraining leichte Beschwerden mit Armpump, aber das ist laut seiner Aussage in Misano zu Beginn eines Rennwochenendes normal. Im Sprint war Armpump noch im Rahmen.

"Heute hatte ich das im Hinterkopf und habe versucht, wirklich sanft zu fahren, sanft mit dem Gas zu sein. Das ist eine Strecke, auf der wir alle mit Armpump zu kämpfen haben, aber bei mir war der Arm komplett blockiert."

"Ich konnte nichts tun", sagt Martin. "Alle haben mich von Kurve 5 auf 6 überholt, weil ich dort nicht einmal das Gas aufmachen konnte. Scheiße passiert, und heute war einer dieser Tage."

Muss Martin erneut operiert werden?

Ungewiss ist nun, ob der 28-Jährige demnächst eine Operation benötigt, um die Beschwerden des Kompartmentsyndroms zu lindern. Martin hatte sich bereits 2019 am Unterarm operieren lassen.

"Danach hatte ich dieses Problem nie wieder. Jetzt bin ich wieder hier. Ich habe verschiedene Fahrer gesehen, die nach Jahren das Problem wieder hatten und sich vielleicht erneut operieren lassen mussten."

"Vielleicht ist das bei mir auch der Fall. Vielleicht auch nicht. Ich weiß es nicht. Ich werde versuchen, es mit den Ärzten zu verstehen und auch auf die Erholungszeit zu hören. Wir werden sehen, was ich tun kann."

Jorge Martin

Könnten die Armprobleme Martins WM-Chance zunichtemachen?

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

Am kommenden Wochenende steht bereits der Grand Prix von Österreich in Spielberg im Kalender. Für Martin wird es ein interessanter Test werden, ob Armpump auch dort auftritt.

"Wir müssen auf jeden Fall verstehen, was nach Österreich zu tun ist, ob ich mich operieren lassen muss oder nicht. Jetzt kommen viele Rennen am Stück, also weiß ich nicht, ob eine Operation die beste Option ist oder nicht."

Kostet Armpump jetzt seine WM-Chance?

In der Weltmeisterschaft ist Marc Marquez mit zwei Sprint- und Grand-Prix-Siegen hintereinander mit Martin gleichgezogen. Beide haben nach 14 von 22 Rennwochenenden 274 Punkte.

Marc Marquez führt die Wertung an, weil er fünf Grands Prix gewonnen hat und Martin bisher nur einen. "Ich möchte die Chance nicht verlieren", sagt Martin mit Blick auf den WM-Kampf.

"Ich fühle mich bereit, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Heute war ich bereit, um den Sieg zu kämpfen. Das ist etwas, das mir auf jeden Fall nicht helfen kann, aber wir müssen es prüfen."

"Auf jeden Fall fühle ich mich, wie ich schon gesagt habe, bereit. Ich fühle, ich habe den Speed, das Motorrad, das Team. Ich habe alles. Nichts fehlt, aber jetzt habe ich dieses Fragezeichen an meinem Arm. Ich weiß es nicht."

"Ich denke, Österreich wird kein Problem sein, aber ich weiß es nicht. Wenn ich in Österreich keine Probleme habe, können wir vielleicht weitermachen und das hier vergessen, aber vielleicht passiert es in einem anderen Rennen wieder."

"Es kann das große Problem sein, das entscheidet, ob ich diese Meisterschaft verliere oder nicht, oder vielleicht auch nicht. Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass ich ein großartiges medizinisches Team um mich habe."

"Im Moment ist Marc auf einem guten Niveau, einem erstaunlichen Niveau. Ich denke, ich habe den Speed, aber ich weiß nicht wirklich, was ich über meinen Zustand für die nächsten Rennen sagen soll. Das sind Dinge, die ich nicht kontrollieren kann."

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