"Armpump im Bein": Miller und Martin mit körperlichen Problemen in Aragon

Jack Miller verpasst das Podium in Aragon als Fünfter deutlich - Wie Ducati-Kollege Jorge Martin klagt er nach dem Rennen über Probleme mit dem linken Bein

"Armpump im Bein": Miller und Martin mit körperlichen Problemen in Aragon

Beim ersten MotoGP-Sieg von Ducati-Teamkollege Francesco Bagnaia in Aragon war für Jack Miller nicht mehr als Platz fünf möglich. Konnte der Australier dem Spitzenduo zu Rennbeginn noch folgen, fiel er nach einem Fehler in Kurve 16-17 auf Rang fünf zurück und blieb dort auch für den Rest des Rennens.

"Ich bin nicht glücklich, auch nicht enttäuscht, sondern irgendwas dazwischen", hält Miller fest. "Ich wollte mehr und hätte es natürlich gerne aufs Podest geschafft. Aber ich hatte ein paar Probleme mit meinem Bein beim Schalten. Das führte zu Fehlern beim Gangwechsel. Ich kam in einigen Kurven von der Linie ab."

Erklären konnte sich Miller das Problem nicht. "Wir müssen das analysieren und herausfinden, woran es lag. Ich fühlte mich bis 17 Runden vor Schluss recht gut, aber dann begannen die Schwierigkeiten. Ich musste dann im Grunde genommen mein komplettes Bein nutzen, um zu schalten, was wirklich seltsam war."

Martin: "Es war wie Armpump, nur eben im Bein"

"Die Reifen arbeiteten gut und auch das Motorrad fühlte sich gut an, aber es sollte einfach nicht sein", sagt der Ducati-Pilot weiter. Kurioserweise erging es seinem Markenkollegen Jorge Martin aus dem Pramac-Team, der Neunter wurde, ganz ähnlich.

"Ich hatte Probleme mit dem Grip, aber es lag auch an meiner körperlichen Verfassung. Mein linkes Bein bereitete mir Schwierigkeiten beim Schalten. Auch auf der Bremse hatte ich Probleme", erklärt der Spanier und stellte einen Vergleich an: "Es war wie Armpump, nur eben im Bein. Das müssen wir genauer checken."

Jorge Martin

Auch Jorge Martin haderte mit körperlichen Einschränkungen im Rennen

Foto: Motorsport Images

"Es lag also mehr an der körperlichen Verfassung als am Motorrad. In den ersten Runden war ich recht konkurrenzfähig und konnte sogar die Lücke zu den Fahrern vor mir schließen. Ich fühlte mich gut, aber als der Grip nachließ und die körperlichen Probleme hinzukamen, hatte ich zu kämpfen, die Pace zu halten", so Martin.

Miller freut sich mit Bagnaia über ersten Sieg

Über den Sieg den Bagnaia sagt Miller: "Ich freue mich sehr für ihn. Er hat immer wieder bewiesen, dass er schnell ist. Ohne den Sturz in Mugello wäre es wahrscheinlich schon dort passiert. Es ist toll, dass es hier geklappt hat. Ich denke nicht, dass er selbst damit gerechnet hat, als wir in dieses Rennwochenende gingen."

"Wie gesagt, ich freue mich für ihn und auch das Team. Jetzt haben wir beide einen Sieg. Hoffentlich können wir daraus noch ein paar mehr machen, bevor das Jahr zu Ende geht", visiert der Australier die letzten fünf Grands Prix dieser Saison an.

Welche Rolle spielt es, dass Bagnaia seinen ersten Sieg ausgerechnet in einem engen Duell gegen Marc Marquez auf einer von dessen Paradestrecken errang? "Es ist wichtig, auf jeden Fall. Aber Marc ist immer noch Marc. Er kuriert weiterhin eine Verletzung aus", meint Miller. "Klar, es ist schön (ihn hier zu schlagen)."

"Aber ich glaube, wir sehen noch nicht den ganzen Marc in diesem Jahr. Er hat hier wieder bewiesen, dass er clever ist und weiß, was zu tun ist. Ich bin deswegen nicht allzu besorgt, denn das ist nichts, worüber wir uns viele Gedanken machen. Wir konzentrieren uns auf uns und unsere Arbeit als Team", betont Miller.

In Misano, der nächsten Saisonstation, rechnet er damit, "dass Pecco wieder sehr schnell sein wird. Das ist er in Misano immer. Aber ich freue mich, denn das Motorrad funktioniert in diesem Jahr wirklich gut. Und es ist ja der Heim-Grand-Prix für Ducati."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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