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Takaaki Nakagami und Augusto Fernandez: Momente nach dem Unfall im Sprint

Foto: Gold Gold

Beim Grand Prix von Tschechien ereignete sich am Samstag im Sprint in der zweiten Runde im hinteren Teil des Feldes ein Unfall. Augusto Fernandez, der eine Wildcard mit dem Yamaha-Testteam absolvierte, bremste sich in Kurve 3 innen hinein. Auf der Außenseite fuhr Takaaki Nakagami, der den verletzten Somkiat Chantra im LCR-Honda-Team vertrat.

Fernandez rutschte seitlich in Nakagami hinein und beide stürzten durch die Kollision ins Kiesbett. Zunächst schien es, als seien beide Fahrer unverletzt geblieben. Doch im Laufe des frühen Samstagabends stellte sich heraus, dass das nicht der Fall war.

Nachdem Nakagami über Schmerzen im rechten Bein klagte, wurde er zur weiteren Untersuchung ins Medical Center gebracht. Was zunächst wie eine leichte Prellung aussah, wurde später als Riss des hinteren Kreuzbandes (PCL) im rechten Knie diagnostiziert.

Zur Bestätigung des genauen Ausmaßes der Verletzung wird eine MRT-Untersuchung durchgeführt. Nakagami wird daher am Sonntag nicht am Grand Prix teilnehmen können. Stattdessen wird er sich demnächst auf die Heimreise nach Japan begeben.

"Beim Sprint wurde ich leider ganz am Anfang am Scheitelpunkt von Kurve 3 von Augusto getroffen. Es war ein heftiger Einschlag und ich bin gestürzt", berichtet der Honda-Testfahrer. "Bei diesem ersten Aufprall habe ich mir mein rechtes Knie verletzt."

"Zunächst fühlte ich mich eigentlich ganz okay, ich hatte keine starken Schmerzen. Aber etwa eine halbe Stunde später verspürte ich ein sehr merkwürdiges Gefühl im rechten Knie. Dann bin ich ins Medical Center gegangen, wo die Beweglichkeit überprüft wurde."

"Dabei wurde festgestellt, dass ich eine Bänderverletzung habe. Leider bin ich damit für das morgige Rennen nicht einsatzbereit. Ich habe mich entschieden, so schnell wie möglich nach Japan zurückzukehren, um dort einen Arzt aufzusuchen und eine MRT-Untersuchung machen zu lassen."

"Hoffentlich ist es keine schlimme Verletzung. Im Moment hat der Arzt gesagt, dass ich nach Japan zurück muss, um genauere Untersuchungen durchzuführen. Ich werde euch über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden halten."

Augusto Fernandez blieb bei dem Unfall unverletzt. Nach dem Sturz eilte er sofort zu Nakagami, um sich zu entschuldigen und nach der Situation zu erkundigen. "Zunächst einmal: Es tut mir leid für 'Taka'", entschuldigt sich der Spanier auch öffentlich.

Wie ist es zu dem Unfall gekommen? "In der Gruppe wurde etwas früher gebremst, als ich es erwartet hatte oder als meine Referenz war. Ich wurde vom Windschatten angesaugt", nennt der Yamaha-Testfahrer ein Phänomen der modernen MotoGP.

"Ich wusste, dass es zu einem Kontakt mit ihm kommen würde, und habe versucht, das Motorrad noch vor der Kollision abzulegen. Ich wollte den Aufprall möglichst abmildern." Die Rennkommissare sahen die Schuld eindeutig bei Augusto Fernandez.

Im Grand Prix am Sonntag muss er eine Long-Lap-Strafe absolvieren. Ohne Nakagami werden nur 21 Fahrer am Start stehen.

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