Bagnaia bei Pramac 2019: Werksmotorrad nicht garantiert

Ob Francesco Bagnaia sein MotoGP-Debüt 2019 auf einer Werks-Ducati bestreiten wird, steht noch nicht fest - Weshalb der Pramac-Teamchef Zweifel daran hegt

Noch vor dem ersten Saisonrennen stand für Moto2-Pilot Francesco Bagnaia fest, dass er im kommenden Jahr in die MotoGP aufsteigen wird. Der Italiener ergatterte einen Vertrag mit Pramac-Ducati. Ob er dort allerdings das aktuelle Modell des Desmosedici pilotieren werden wird, steht noch nicht fest.

Zwar ersetzt Bagnaia bei Pramac Danilo Petrucci, der 2018 sein finales Jahr im Kundenteam bestreiten wird und im Anschluss auf einen Werksplatz bei Ducati oder einem anderen Hersteller spekuliert. "Petrux" fährt die aktuelle Ducati GP18. Das bedeute aber nicht automatisch, dass Bagnaia ihn in dieser Hinsicht beerbe, wie Pramac-Teamchef Franco Guidotti verrät.

"Ducati hat seine Strategie noch nicht festgelegt", sagt er im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Im Moment sieht sie eine Werksmaschine aus dem laufenden Jahr und eine aus dem vergangenen Jahr vor. Wenn es so weitergeht, werden wir abwarten und sehen müssen, wer das Werksmotorrad bekommt."

Es einem Rookie anzuvertrauen, könnte "kontraproduktiv", fürchtet Guidotti. Denn der jeweils aktuelle Prototyp sei immer auch mit Entwicklung und Experimenten verbunden. Das berge auch für den Aufsteiger ein gewisses Risiko. "Er muss zuallererst so viel wie möglich fahren, um auf dem Motorrad sicher zu werden. Es steht also noch nicht fest, dass das Werksmotorrad für Bagnaia bestimmt ist. Es ist vielleicht nicht einmal hilfreich für ihn."

Auf die Frage, warum Bagnaia überhaupt so frühzeitig unter Vertrag genommen wurde, erklärt der Pramac-Teamchef: "Wir verfolgen ihn seit einiger Zeit und er ist ein Fahrer, auf den man für die Zukunft wetten kann. Ducati sieht das genauso, weil sein Vertrag direkt mit ihnen abgeschlossen wurde."

Man habe bereits seit längerem einen Fahrer aus der Moto2 verpflichten wollen. Zudem sei klar gewesen, dass das aktuelle Fahrerduo für 2019 einen Platz in einem Werksteam anstrebt. Denn wie Petruccis endet auch Jack Millers Vertrag mit dieser Saison. "Es bestand die Gefahr, auf der Strecke zu bleiben und im Juni ohne gute Lösungen dazustehen", so Guidotti.

"Deshalb haben wir uns für diesen frühen Schritt entschieden, der nicht so sehr unser Stil ist, aber manchmal verlangen die Umstände, dass man Entscheidungen trifft." Bagnaia erhielt einen Zweijahresvertrag bei Pramac. In dieser Saison kämpft er nach Platz fünf im Vorjahr um den Moto2-Titel und begann die Saison in Katar mit seinem ersten Sieg in dieser Klasse.

Mit zusätzlichem Material von Matteo Nugnes

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