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Bagnaia: Erster Eindruck der Ducati GP21 gut, aber "wie ein Blödmann" gestürzt

Francesco Bagnaia ärgert sich über seinen Sturz am ersten Tag auf der 2021er-Ducati, sieht aber in mehreren technischen Neuerungen großes Potenzial

Bagnaia: Erster Eindruck der Ducati GP21 gut, aber "wie ein Blödmann" gestürzt

Das Debüt von Francesco "Pecco" Bagnaia als Ducati-Werkspilot begann beim Katar-Test am vergangenen Wochenende mit einem Sturz und endete schließlich in den Top 10 der Zeitenliste. Am Samstag ging der Italiener mit seiner roten Ducati Desmosedici GP21 in Kurve 2 des Losail International Circuit zu Boden.

Bagnaia blieb beim Sturz unverletzt, aber die neue Verkleidung mit den zusätzlichen Winglets im unteren Bereich wurde so stark beschädigt, dass der Italiener für den Rest des Tests darauf verzichten musste. Am Sonntag fuhr Bagnaia mit der Standard-Verkleidung auf P9, nachdem er tags zuvor auf P13 abgeschossen hatte.

Den ersten Testtag bezeichnet Bagnaia rückblickend als "ziemlich schwierig, denn drei Monate nicht auf dem Bike gesessen zu haben, ist eine lange Zeit. Hinzu kam noch der Wind, der es schwierig machte. Als die Sonne unterging, bin ich in Kurve 2 gestürzt."

Sturz "wie ein Blödmann" ärgert Bagnaia

Francesco Bagnaia

Seinen Sturz am ersten Testtag hätte "Pecco" gerne vermieden

Foto: Motorsport Images

Zum Zeitpunkt seines Sturzes hatte "Pecco" die harte Reifenmischung drauf. "Es waren nur Jack (Teamkollege Jack Miller; Anm. d. Red.) und ich, die mit diesem Reifen unterwegs waren. Bei Sonnenuntergang habe ich mich wie ein Blödmann hingelegt", spricht der Italiener seinen Sturz an, gewinnt dem Test als Ganzes aber trotzdem einiges Positives ab.

"Ich konnte ein paar Dinge ausprobieren, unter anderem die neue Verkleidung. Sie gefällt mir gut. Natürlich hat sie Vor- und Nachteile, wobei auf Strecken wie dieser die Vorteile überwiegen. Leider habe ich die Verkleidung bei meinem Sturz zerstört. Ohne diesen Sturz wäre der erste Tag sicherlich noch besser gelaufen", so Bagnaia, der über Winter gemeinsam mit Miller aus Ducatis Satellitenteam Pramac ins Werksteam aufgestiegen ist.

Jack Miller, Francesco Bagnaia

Jack Miller und Franesco Bagnaia haben im Winter gemeinsam das Team gewechselt

Foto: Motorsport Images

"Mit einem Sturz zu beginnen, das ist natürlich nicht gerade optimal. Ich muss aber sagen, dass ich mit der Arbeit, die wir erledigt haben, insgesamt sehr zufrieden bin", so Bagnaia und weiter: "In den Top 10 zu liegen, das ist gut. Aber es sagt natürlich noch nicht viel aus. Schließlich fuhren einige eine Zeitattacke, andere hingegen noch nicht, weil sie andere Dinge zu testen hatten."

Zu letztgenannten gehört auch Ducati. Denn was die Neuerungen am Bike betrifft, ist die neue Verkleidung mit den unteren Winglets nicht das einzige, was die Ducati Desmosedici GP21 von ihrem Vorgängermodell GP20 abhebt.

Ducati GP21: Neue Verkleidung, neues Holeshot-Device

Ducati Desmosedici GP21: Verkleidung

Die neue Verkleidung ist nicht die einzige Innovation an der Ducati GP21

Foto: Motorsport Images

"Wir haben ein neues System, womit die Frontpartie abgesenkt wird", bemerkt Bagnaia mit Verweis auf eine Weiterentwicklung des Holeshot-Device und grinst: "Ich muss zugeben, dass das einen großen Unterschied macht." Schon in der Saison 2020 hatte Ducati eine Vorrichtung für weniger Tendenz zum Wheelie im Einsatz. Damals aber ließ sich im Gegensatz zu jetzt nicht das komplette Motorrad einfedern.

Zusammenfassend hält Bagnaia nach seinen ersten zwei Tagen auf der 2021er-Ducati fest: "Ich kann sagen, dass ich viele der getesteten Dinge mag. Und die Dinge, bei denen ich noch Zweifel habe, werde ich die kommende Tage nochmals testen." Damit spricht er auf den zweiten und gleichzeitig letzten Vorsaisontest an, der in Katar von Mittwoch bis Freitag dieser Woche angesetzt ist.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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