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MotoGP Aragon

Bagnaia rätselt über schwache Leistung und erklärt Frust auf Auslaufrunde

Francesco Bagnaia nach dem Training im MotorLand Aragon extrem gefrustet - Von wem er sich jetzt für sich selber einen Schritt nach vorn erhofft

Mario Fritzsche Germán Garcia Casanova

Veröffentlicht: 28.08.2026, 18:40

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Bagnaia rätselt über schwache Leistung und erklärt Frust auf Auslaufrunde

Francesco "Pecco" Bagnaia war am Aragon-Freitag nicht zum Grinsen zumute

Foto: Qian Jun / MB Media via Getty Images

Während Marc Marquez am MotoGP-Trainingstag im MotorLand Aragon in Spanien im wichtigen Nachmittagstraining P3 belegt und damit den direkten Q2-Einzug für Samstag locker geschafft hat, ist seinem Ducati-Teamkollegen Francesco Bagnaia genau das nicht gelungen.

Bagnaia schloss im Ergebnis des Nachmittagstrainings auf P13 ab. Auf die rettende zehnte Position, die überraschend von Johann Zarco (LCR-Honda) bei dessen Comeback eingenommen wurde, fehlten Bagnaia unterm Strich 0,189 Sekunden.

Vorjahressieger und Aragon-Spezialist Marc Marquez wird trotz "nur" P3 weiterhin als Favorit für den Sprint und den Grand Prix angesehen, nicht zuletzt von Aprilia-Werkspilot Marco Bezzecchi, der am Freitag der Schnellste war. "Pecco" Bagnaia hingegen rätselt über seine schwache Performance.

In der TV-Übertragung des Nachmittagstrainings war zu sehen, wie Bagnaia im Anschluss an die Session auf der Strecke stehenblieb. Der Grund war zunächst nicht klar. In seiner Medienrunde erklärt der zweimalige MotoGP-Weltmeister die Situation.

Bagnaia erklärt seinen Frust auf der Auslaufrunde

"In der letzten Runde habe ich alles versucht, um noch in die Top 10 zu kommen. Ich war dicht dran, aber in der letzten Kurve bin ich zu weit nach außen gekommen. Daraufhin musste ich erst mal anhalten", schildert Bagnaia, wie frustriert er auf der Auslaufrunde nach Ablauf der Trainingszeit war.

"Ich habe nicht etwa erst in der Box angehalten. Ich war einfach so nervös und frustriert über mich selber, weil ich es nicht geschafft habe, auch nur eine Runde vernünftig zusammenzubringen. Da musste ich mich erst mal ein bisschen beruhigen."

"Denn wenn du nervös und frustriert bist, dann sagst du vielleicht etwas Unüberlegtes. Und wenn du in einer schwierigen Situation steckst, dann kannst du [mit etwas Unüberlegtem] leicht die Arbeit des Teams beeinträchtigen. Deshalb war es besser, erst mal durchzuatmen", erklärt Bagnaia.

Wer Bagnaia wieder auf den rechten Weg bringen könnte

In seinen weiteren Ausführungen sagt der Ducati-Werkspilot etwas Überraschendes: "Als ich zurück in der Box war, habe ich mit vielen Teammitgliedern gesprochen, um Dinge zu verstehen. Zum Glück war, wie immer, Alex Marquez derjenige, der in vielerlei Hinsicht den Unterschied bewirkt hat. Ich hoffe jetzt wirklich, dass ich mich an seiner Arbeit orientieren kann."

Der von Bagnaia angesprochene Alex Marquez fährt im Gresini-Team die dritte Ducati GP26 im Feld. Er verfügt über identisches Material wie Bruder Marc Marquez und eben Bagnaia im Werksteam. Im Nachmittagstraining am Freitag schloss Alex Marquez auf P2 ab, lediglich 0,010 Sekunden hinter Bezzecchi und 0,028 Sekunden vor Bruder Marc.

Francesco Bagnaia

Bagnaia kämpft im MotorLand Aragon mit mangelndem Grip am Hinterrad

Foto: Gold and Goose Photography Getty Images

Nachdem sich für "Pecco" Bagnaia der Beginn der Saison, genau wie für Marc Marquez, schwierig gestaltet hatte, schien der Italiener im Frühsommer wieder an seine gewohnte Form heranzukommen. In den aufeinanderfolgenden Grands Prix von Katalonien, Italien, Ungarn und Tschechien wurde er jeweils Dritter. Am Tschechien-Wochenende gewann er den Sprint.

Seit dem zurückliegenden Großbritannien-Wochenende in Silverstone aber, wo er am Sonntag mit Sturz ausgeschieden ist, überwiegt bei Bagnaia wieder der Frust. So sagt er nun nach P13 am Aragon-Freitag: "Diese Performance hatte ich nicht erwartet. Ich hatte erwartet, viel schneller zu sein. Leider aber war es schwierig."

Bagnaia: Fahrgefühl seit Silverstone nicht mehr wie vorher

"Seit Silverstone hat sich bezogen auf mein Gefühl irgendwas verändert. Bis zum Sachsenring war ich noch zuversichtlich, dass wir vorankommen. Und die Ergebnisse wurden ja in der Tat besser. Seit Silverstone aber fühle ich mich auf dem Motorrad nicht mehr wohl. Ich tue mich schwer, die normalen Dinge zu tun. Auch heute wäre ich mehrmals fast gestürzt, und das, obwohl ich langsam war", rätselt Bagnaia.

Francesco Bagnaia

Gelingt Bagnaia für Samstag und Sonntag eine Steigerung oder nicht?

Foto: Gold and Goose Photography Getty Images

Nachgefragt, in welchen Bereichen er konkret zu kämpfen hat, antwortet der zweimalige MotoGP-Weltmeister: "Beim Bremsen, am Kurveneingang und mit dem Grip am Hinterrad, also eigentlich fast überall."

"Wenn ich hier in die Kurven hineinfahre, rutscht mir das Hinterrad weg. Wenn ich dann wieder ans Gas gehe, habe ich in den ersten 10 bis 15 Prozent der Beschleunigungsphase ein durchdrehendes Hinterrad. Das wird erst dann besser, wenn ich das Motorrad komplett wiederaufgerichtet habe."

"Aus irgendeinem Grund hat mein Motorrad Probleme, den nötigen Grip zu finden", bringt Bagnaia die Fragezeichen in seinem Kopf auf den Punkt. Abschließend sagt er: "Es ist, wie es ist. Zum Glück arbeitet das Team richtig gut. Ich denke, für morgen haben wir schon eine Idee. Ich hoffe jetzt wirklich sehr, dass die tatsächlich funktionieren wird."

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