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Bagnaia verrät: Wie ihm Valentino Rossi in diesem Winter geholfen hat

Nach einer schwierigen Saison 2025 zieht Francesco Bagnaia klare Lehren - Mit Hilfe von Valentino Rossi und neuer mentaler Stärke will er 2026 wieder voll angreifen

Bagnaia verrät: Wie ihm Valentino Rossi in diesem Winter geholfen hat

Francesco Bagnaia ist überzeugt, aus 2025 die richtigen Schlüsse gezogen zu haben

Foto: Ducati Ducati

Francesco Bagnaia blickt auf eine der schwierigsten Saisons seiner bisherigen MotoGP-Karriere zurück. Nach vier Jahren an der absoluten Spitze, in denen der Ducati-Pilot konstant um Siege und Titel kämpfte, lief 2025 vieles nicht nach Plan.

Doch statt sich an den Rückschlägen festzubeißen, nutzte der Italiener den Winter, um innezuhalten, zu lernen und sich gezielt auf den nächsten Titelangriff vorzubereiten. Eine Schlüsselrolle spielten dabei Valentino Rossi und sein langjähriger Trainer Carlo.

"Meine zwei Referenzen in dieser Phase sind normalerweise Vale und Carlo", erklärt Bagnaia offen. Beide hätten in ihrer Karriere "jede Art von Situation erlebt".

Von Mentor Valentino Rossi beraten

Rossi selbst sei durch sehr schwierige Momente gegangen, Carlo habe ihn damals begleitet - genau wie heute Bagnaia. Aus diesen Gesprächen habe er eine zentrale Erkenntnis mitgenommen: "Du musst einfach glücklich sein und die Momente genießen, weil du nie weißt, was kommt", erklärt der 29-Jährige.

Rückblickend ordnet Bagnaia seine jüngste Vergangenheit sehr selbstkritisch ein. Die Messlatte lag hoch: Vier Saisons lang war er permanent an der Spitze unterwegs, wurde Erster oder Zweiter in der WM, erzielte regelmäßig Siege und Podestplätze.

"Letztes Jahr hatte ich mehr Probleme und habe nicht erreicht, was ich mir vorgenommen hatte", sagt er. Besonders ein Punkt habe ihn im Nachhinein ausgebremst: die eigene Strenge. "Wenn ich nur Dritter oder Vierter wurde, war ich zu kritisch mit mir."

Sein Mentor Rossi habe ihm verdeutlicht, dass es gerade in solchen Phasen wichtig sei, das Positive mitzunehmen und Situationen nüchterner zu analysieren.

Bagnaia stand sich selbst im Weg

Doch der unbedingte Siegeswille habe ihn manchmal in die falsche Richtung geführt, gibt Bagnaia zu. "Auch wenn ich Probleme hatte, wollte ich gewinnen. Aber wenn du zu kämpfen hast, ist es schwierig zu gewinnen", weiß der Ducati-Pilot.

Die Lehre daraus: mehr Ruhe, strukturierter arbeiten und auch dann Leistung abrufen, wenn nicht alles perfekt läuft. Genau daran habe er im Winter intensiv gearbeitet.

Der Abstand vom stressigen MotoGP-Alltag half ihm dabei enorm. Erstmals seit langer Zeit konnte Bagnaia bewusst durchatmen. Gemeinsam mit seiner Frau gönnte sich der Italiener zunächst einen Urlaub, "um komplett zu resetten". Danach begann die Arbeit aber direkt wieder, im Fitnessstudio, aber auch mental.

Die Herangehensweise empfand Bagnaia als "super nützlich". Er habe stärker abgeschaltet als in den Jahren zuvor und sich mehr Zeit genommen, um über sich selbst nachzudenken. "Ich hatte mehr Zeit, um zu überlegen, was ich tun muss."

2025 sei in vielen Situationen "tricky" gewesen: "Vielleicht war ich es nicht gewohnt, so sehr zu kämpfen." Umso wichtiger sei es gewesen, alles noch einmal zu analysieren.

Dabei nahm er nicht nur sich selbst, sondern auch auf die Konkurrenz in den Blick. Bagnaia studierte genau, "was die Referenz besser gemacht hat". Besonders Ducati-Teamkollege und Weltmeister Marc Marquez diente ihm als Vergleich.

"Er war in manchen Situationen besser, obwohl er selbst noch Probleme hatte", sagt Bagnaia. Genau dort setzt sein Anspruch für die Zukunft an: "Ich möchte wieder mehr um die Meisterschaft kämpfen, nicht so wie letztes Jahr. Ich habe das Potenzial, Marcs Leben schwerer zu machen, nicht so wie letztes Jahr."

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