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Bastianini pokert um seine Zukunft: "Eine Überraschung ist möglich"

Enea Bastianini arbeitet im Hintergrund intensiv an seiner Zukunft und hält sich alle Türen offen - Trotz KTM-Vertrag könnte eine Rückkehr zu Gresini bevorstehen

Bastianini pokert um seine Zukunft: "Eine Überraschung ist möglich"

Enea Bastianini könnte trotz KTM-Vertrags am Ende bei Gresini landen

Foto: www.redbullmediahouse.com www.redbullmediahouse.com

Enea Bastianinis Zukunft in der MotoGP ist aktuell offen, doch der Italiener macht keinen Hehl daraus, dass er sich intensiv mit seinen sportlichen Optionen beschäftigt: "Es ist sinnlos zu sagen, dass man nicht über die Zukunft nachdenkt."

"Natürlich denkt man darüber nach, und wir suchen die beste Lösung für uns. Wir werden sehen, was dabei herauskommt", hält er sich bezüglich seiner Alternativen bedeckt.

Vertraglich ist die Situation auf den ersten Blick zwar eindeutig, bei genauerem Hinsehen jedoch flexibel. Bastianini unterschrieb vor zwei Jahren einen 2+1-Jahres-Vertrag mit KTM, der ihn grundsätzlich bis Ende 2028 an den Hersteller bindet.

Nutzt Bastianini seine Ausstiegsklausel?

Gleichzeitig beinhaltet das Abkommen eine Ausstiegsklausel, die ihm Handlungsspielraum verschafft. "Ich habe einen Vertrag, sagen wir, mit KTM, aber es ist ein Vertrag, der aufgelöst werden kann", erklärt er. Zu möglichen finanziellen Details äußert er sich nicht: "Ich kann keine Details meines Vertrags preisgeben."

Sportlich befindet sich der 26-Jährige aktuell in einer Phase des Umbruchs. An seiner Glanzleistungen aus der MotoGP-Saison 2022 konnte er bislang nicht wieder anknüpfen.

Damals sorgte "La Bestia" auf einer Gresini-Ducati für Furore, gewann direkt das erste Rennen in Katar und sammelte insgesamt vier Siege. Diese Erfolge ebneten ihm den Weg ins Ducati-Werksteam, für das er in zwei Jahren drei weitere Siege einfuhr.

Der anschließende Wechsel zu KTM und ins Tech3-Team erwies sich bislang jedoch als Herausforderung, insbesondere im Umgang mit dem Motorrad, das ihm noch immer nicht vollständig liegt. Einzelne Fortschritte im bisherigen Saisonverlauf deuten jedoch an, dass sich die Situation stabilisieren könnte.

Parallel dazu verdichten sich die Hinweise auf eine mögliche Rückkehr zu Gresini. Das Team, mit dem Bastianini seinen Durchbruch feierte, gilt aktuell als naheliegendste Option.

Dennoch bleibt der Italiener bewusst vage: "Ich prüfe viele Dinge, und ehrlich gesagt könnte eine Überraschung entstehen." Ob dahinter mehr als nur Verhandlungstaktik steckt, bleibt aktuell unklar. Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch strukturelle Veränderungen, die sich seit geraumer Zeit im Fahrerlager andeuten.

KTM bald nur noch mit zwei Bikes im Feld?

Denn das Tech3-Team steht offenbar vor einem Wechsel des Motorradherstellers und könnte künftig mit Honda zusammenarbeiten. In diesem Zuge würde KTM zwei Startplätze verlieren und müsste sein aktuelles Fahreraufgebot verkleinern. Bastianini gilt dabei als einer der Kandidaten für einen möglichen Abgang.

Auch die zweite potenzielle Veränderung bei KTM ist Gegenstand von Spekulationen. Denn auch Maverick Vinales und/oder Brad Binder stehen auf der Kippe, sollte sich bestätigen, dass Fabio Di Giannantonio auf einen Platz im Werksteam drängt. Dort ist Alex Marquez als Neuzugang für 2027 bereits gesetzt.

Damit bleibt Bastianini eine Schlüsselfigur im Fahrerkarussell. Die Gespräche laufen, und wie er selbst andeutet, ist ein Ausgang möglich, der "überraschen" könnte.

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