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Beide Aprilia-Fahrer zu Sturz gebracht: Strafen für Morbidelli und Aldeguer

Sowohl Jorge Martin als auch Marco Bezzecchi werden im Barcelona-Sprint zu Sturz gebracht - Entwarnung bei Bezzecchi - Welche Strafen die Verursacher bekamen

Beide Aprilia-Fahrer zu Sturz gebracht: Strafen für Aldeguer und Morbidelli

Franco Morbidelli befördert Jorge Martin aus dem Rennen

Foto: Gold Gold

Beide Aprilia-Werksfahrer wurden im Sprint auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya unmittelbar hintereinander durch Kollisionen aus dem Rennen gerissen. Marco Bezzecchi musste daraufhin das Medical Center aufsuchen. Dort wurde bestätigt, dass er sich keine Knochenbrüche zugezogen hat.

In der achten Runde gab es einen engen Vierkampf zwischen Johann Zarco (LCR-Honda), Bezzecchi, Luca Marini (Honda) und Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati). Es ging dabei um den achten Platz, den zu diesem Zeitpunkt Zarco verteidigte.

Zunächst überholte Aldeguer Marini und griff anschließend in der engen Linkskurve 5 Bezzecchi an. Der Rookie setzte sich nach innen, aber in dieser kniffligen Bergabbremsphase klappte Aldeguer das Vorderrad ein und krachte in die Seite von Bezzecchi.

Beide purzelten ins Kiesbett. "Die fünfte Kurve ist schwierig, dort kann man leicht stürzen", sagt Aldeguer nach dem Sprint. "Aber ich habe nichts am Limit gemacht. Ich bin gestürzt - unglücklich für Bezzecchi. Ich hoffe, dass es ihm morgen gut geht."

Im Kiesbett ging Aldeguer zu Bezzecchi, der sichtlich Schmerzen hatte. "Ich bin zu ihm gegangen, weil ich gesehen habe, dass er seine linke Hand gehalten hat. Aber er hat nichts gesagt, ich habe mich entschuldigt. Vielleicht spreche ich später noch mit ihm."

Laut ersten Informationen von Aprilia hat sich Bezzecchi bei dem Unfall Prellungen am linken Unterarm und an der linken Hüfte zugezogen. Knochenbrüche wurden nicht festgestellt. Schließlich meldete sich der Italiener selbst kurz zu Wort.

"Glücklicherweise ist alles in Ordnung. Wir haben einige Röntgenaufnahmen gemacht, aber es ist nichts gebrochen, also ist alles okay für morgen. Natürlich habe ich ein wenig Schmerzen, besonders im linken Bein und im linken Arm", erklärt Bezzecchi.

Zum Unfall selbst sagt er: "Was den Vorfall betrifft: Nichts Dramatisches. Ich meine, so etwas kann im Rennen passieren. Bis zu diesem Moment lief der Sprint eigentlich nicht schlecht. Ich werde morgen mein Bestes geben."

Aldeguer musste nach dem Sprint den Rennkommissaren Simon Crafar, Andres Somolinos und Tamara Matko einen Besuch abstatten. Es war sein zweites diesbezügliches Vergehen in diesem Jahr. Dafür erhielt Aldeguer eine Long-Lap-Strafe für den Grand Prix.

Die Situation mit Morbidelli und Martin

Bereits eine Runde vor diesem Zwischenfall wurde Bezzecchis Aprilia-Teamkollege Jorge Martin durch eine ähnliche Situation aus dem Rennen gerissen. In der siebten Runde probierte Franco Morbidelli (VR46-Ducati) in Kurve 10 einen Überholversuch.

Der Italiener zog nach innen, aber auch ihm klappte das Vorderrad ein. Morbidelli stürzte und riss in der Folge auch Martin ins Kiesbett. Beide Fahrer blieben unverletzt und mussten auch nicht das Medical Center aufsuchen.

Es war ein Duell im Bereich um Platz 16. Morbidelli war von Startplatz vier so weit zurückgefallen, weil er beim Start nicht optimal von der Linie beschleunigte. Martin war so weit hinten, weil er sich nur als 18. qualifiziert hatte.

"Das Hauptproblem ist der 18. Startplatz", sagt der Weltmeister. "Ob mich jemand rausfährt oder nicht, das kann ich nicht kontrollieren. Was ich kontrollieren kann, ist, mich im Qualifying zu verbessern, denn das ist im Moment mein Schwachpunkt."

Weiter kommentierte Martin den von Morbidelli ausgelösten Unfall nicht: "Franco, ja, aber am Ende... ich meine... nun ja, so ist Racing. Bei diesem Gripniveau kann es bei Überholmanövern leicht zu Stürzen kommen. Das passiert eben."

Morbidelli entschuldigt sich für die Aktion: "Ich habe versucht, ihn zu überholen, und als ich innen war, habe ich das Vorderrad verloren und ihn getroffen. Es tut mir leid, das war mein Fehler. Ich werde daraus lernen und versuchen, beim nächsten Mal präziser zu sein, falls es wieder passiert."

Auch der Italiener wurde von den Rennkommissaren vorgeladen. Das Urteil fiel exakt so wie bei Aldeguer aus. Weil es ebenfalls Morbidellis zweites diesbezügliches Vergehen in dieser Saison war, muss er im Grand Prix eine Long-Lap-Strafe absolvieren.

Aldeguer und Morbidelli sind aber nicht die einzigen Fahrer mit Strafen. Aprilia-Testfahrer Lorenzo Savadori, der in Barcelona mit einer Wildcard startet, muss zwei Long-Lap-Strafen absolvieren. Diese hat er bei seinem bisher letzten Renneinsatz auf dem Sachsenring erhalten.

Dort war Savadori nämlich im Grand Prix in Kurve 1 gestürzt, als gelbe Flaggen gezeigt wurden. Außerdem wird Honda-Fahrer Joan Mir in der Startaufstellung um drei Positionen zurückversetzt, weil er heute in Q1 in Kurve 5 zu langsam gefahren ist und dabei Martin behindert hat (zur Startaufstellung).

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