Binder "überhaupt nicht" frustriert über KTMs schwierigen Saisonstart

KTM-Pilot Brad Binder erklärt, warum die Probleme in der Anfangsphase der MotoGP-Saison vielleicht genau das waren, was der Hersteller aus Österreich gebraucht hat

Binder "überhaupt nicht" frustriert über KTMs schwierigen Saisonstart

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den ersten Rennen ist KTM gegen Ende der ersten MotoGP-Saisonhälfte 2021 richtig gut in Schwung gekommen. Das gilt allen voran für Miguel Oliveira, der in Mugello, in Barcelona und auf dem Sachsenring dreimal in Folge auf das Podium gefahren ist und sich in Assen mit einem fünften Platz in die Sommerpause verabschiedet hat. Highlight war der Sieg in Barcelona.

Aber auch Oliveiras Teamkollege Brad Binder kommt seit einigen Rennen besser zurecht als noch zu Saisonbeginn. Sein bisheriges Saisonhighlight ist Platz vier auf dem Sachsenring. Zwei weitere Mal wurde er Fünfter.

Fotos: Brad Binder in der MotoGP-Saison 2021

Bei den ersten Rennen hatten sowohl Oliveira als auch Binder große Mühe, die RC16 passend auf die diesjährigen Michelin-Reifen abzustimmen. Oliveira fuhr bei den fünf Rennen vor Mugello kein einziges Mal in die Top 10, Binder immerhin zweimal.

Frust über den schwierigen Saisonstart verspürt Binder aber "überhaupt nicht", wie er sagt. "Es braucht manchmal einfach schwierige Tage, um ein Aufbäumen zu bewirken. So gesehen war die schwierige Phase zu Beginn der Saison vielleicht genau das, was wir gebraucht haben, um dorthin zu kommen, wo wir jetzt sind."

Brad Binder, Alex Rins

Sowohl in Hersteller- als auch Teamwertung rangiert KTM derzeit vor Suzuki

Foto: Motorsport Images

"Dank einiger Updates ist es jetzt so, dass unser Bike Woche für Woche besser funktioniert, und zwar auf unterschiedlichen Strecken", fasst Binder das Aufbäumen im KTM-Werksteam in Worte und zeigt sich "sehr zufrieden mit den Fortschritten".

Nach neun von 19 geplanten Rennen der MotoGP-Saison 2021 rangiert KTM sowohl in der Herstellerwertung als auch in der Teamwertung vor Suzuki. Die Japaner hatten die Teamwertung im vergangenen Jahr gewonnen, weil Joan Mir als Weltmeister und Alex Rins als WM-Dritter jede Menge Punkte eingefahren haben. In diesem Jahr ist Mir noch nicht über dritte Plätze hinaus gekommen und Rins macht mehr mit seinen zahlreichen Stürzen denn mit Ergebnissen von sich reden.

Binder aber mahnt, dass sich KTM als aktuell Vierter in Hersteller- und Teamwertung nicht zu sehr in Sicherheit wiegen sollte: "Worum es unterm Strich geht, sind die Ergebnisse. Klar ist es schön zu sehen, dass wir [in der Tabelle] noch oben klettern. Ich glaube, die Richtung stimmt. Wir müssen das Ganze aber Rennen für Rennen angehen."

Als nächstes stehen für KTM zwei Heimrennen im Kalender an. Denn sowohl am 8. August als auch am 15. August wird auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg gefahren, um mit dem Österreich-Doppel die zweite Saisonhälfte einzuleiten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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