"Bleibendes Erlebnis für mich" - Stefan Bradl genießt Duell mit Valentino Rossi

Honda-Ersatzpilot Stefan Bradl fährt beim spontanen Einsatz in Portimao trotz Armpump-Problemen in die Punkte und duelliert sich mit prominenten Gegnern

"Bleibendes Erlebnis für mich" - Stefan Bradl genießt Duell mit Valentino Rossi

Stefan Bradl wurde beim Grand Prix der Algarve in Portimao als 15. gewertet und kassierte damit den finalen Punkt für die Meisterschaft. Als das Rennen zwei Runden vor Rennende abgebrochen wurde, lag Bradl 26,7 Sekunden zurück.

Im Rennen fuhr der Deutsche rundenlang in einer Gruppe, in der auch Valentino Rossi, Andrea Dovizioso und Franco Morbidelli mitmischten. Bradl fühlte sich in dieser namhaften Gruppe wohl und freute sich, noch einmal mit Rossi kämpfen zu können.

"Zum Schluss hatte ich einen schönen Kampf mit Valentino Rossi, Franco Morbidelli und Andrea Dovizioso. Das Duell mit Valentino war etwas Besonderes für mich. Ich genoss es sehr", kommentiert Bradl. "In seinem vorletzten Rennen, bevor er in einer Woche in Valencia vom aktiven Rennsport zurücktritt, hatte ich das Vergnügen, mit dieser Legende noch einmal auf der Strecke zu kämpfen."

"Ich habe das Rennen auch sonst voll genossen, auch wenn ich in letzter Zeit nicht voll auf Racing konzentriert war. Rennwochenenden wie dieses helfen natürlich auch bei den Tests, also waren es insgesamt sehr profitable drei Tage für das gesamte Team und mit einem bleibenden Erlebnis für mich", erklärt der Honda-Pilot.

Stefan Bradl klagt über Armpump im Rennen

Die anspruchsvolle Piste in Portugal brachte Bradl körperlich an seine Grenzen. "Ich hatte Probleme mit Armpump. Es war ein Sprung ins kalte Wasser und das war ein bisschen zu viel für mich. Ich konnte mich nicht gut genug vorbereiten. Ich bin dennoch mit dem Wochenende zufrieden, denn ich machte keine Fehler und war schnell", bilanziert der ehemalige Moto2-Weltmeister.

Stefan Bradl

Stefan Bradl konnte sich nicht auf den Einsatz vorbereiten

Foto: Motorsport Images

"Ich konnte direkt konkurrenzfähige Zeiten in der wahrscheinlich engsten Ära der MotoGP fahren. Ich hatte ein hartes Rennen erwartet, als ich vom Testmodus kurzfristig wieder in den Rennmodus gewechselt bin", bemerkt der 31-Jährige.

Wie hat sich die Honda RC213V im Laufe der Saison verändert?

Bereits beim Start der Saison 2021 pilotiere Bradl die Werks-Honda von Stammpilot Marc Marquez. Wie stark wurde die RC213V im Laufe der Saison weiterentwickelt? "Das Motorrad hat sich stark im Vergleich zum Saisonbeginn verändert. Bereits zur Halbzeit der Saison gab es viele Änderungen am Chassis und in anderen Bereichen", schildert der Honda-Testpilot.

"Wir haben viele verschiedene Chassisteile probiert und das Motorrad ständig verändert. Wir wollten eine Richtung finden und ich denke, man kann behaupten, dass jetzt alle Honda-Fahrer besser zurechtkommen. Das ist positiv", freut sich Bradl über die Fortschritte von Honda.

Stefan Bradl

Stefan Bradl verwendete das Chassis, mit dem auch Marc Marquez fährt

Foto: Motorsport Images

In Portimao fuhr Bradl mit einem Chassis, das er noch nicht so gut kannte: "Ich fuhr dieses Wochenende mit der Spezifikation von Marc, die neu für mich war. Ich testete damit nicht allzu viel. Als sie herausfanden, dass dieses Chassis gut funktioniert, beschäftigte ich mich bereits mit dem Prototyp für 2022. Ich musste mich ein bisschen anpassen."

Lob von Honda und viel Arbeit im Winter

Ein Lob bekam Bradl auch von HRC-Teammanager Alberto Puig. "Unser Testfahrer hat seine Arbeit sehr gut erledigt, wie es bei Stefan normal ist. Wir sind mit seinem Ergebnis zufrieden, vor allem weil er sich nicht vorbereiten konnte. Seine Rolle ist wichtig und wir wissen seinen Beitrag zu schätzen", kommentiert der Spanier.

Sollte Marc Marquez beim Saisonfinale in Valencia wieder fahren, dann kann sich Bradl auf die Testarbeit konzentrieren. In diesem Jahr wird der HRC-Testpilot beim offiziellen Jerez-Test und im Dezember bei einem privaten Test fahren, sofern es das Wetter erlaubt. "Es gibt keine Winterpause für mich. Es steht ein stressiger Winter bevor. Das ist notwendig, denn Honda macht Druck", kommentiert er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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