Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

BMW plant WSBK-Coup: Oliveira und Binder könnten Teamkollegen werden

BMW könnte für die WBK-Saison 2027 eine spektakuläre KTM-Wiedervereinigung planen: Miguel Oliveira soll bleiben, Brad Binder steht als neuer Teamkollege bereit

BMW plant WSBK-Coup: Oliveira und Binder könnten Teamkollegen werden

2021/22 waren Miguel Oliveira und Brad Binder bereits Teamkollegen bei KTM

Foto: Toshifumi Kitamura / AFP via Getty Images

BMW könnte in der WSBK-Saison 2027 für eine besondere Personalie sorgen: Der deutsche Hersteller arbeitet intensiv daran, Miguel Oliveira weiter an das Werksteam zu binden, das er seit 2026 verstärkt. Gleichzeitig deutet vieles darauf hin, dass Brad Binder sein neuer Teamkollege werden könnte.

Damit würden sich zwei Fahrer wieder vereinen, die bereits gemeinsam für KTM in der MotoGP-Struktur erfolgreich waren. 2021/22 waren die beiden bereits Teamkollegen.

Nach Informationen von Motorsport.com, einer Partnerseite von Motorsport-Total.com, befinden sich die Verhandlungen zwischen BMW und der Agentur Wasserman Group, die Brad Binder vertritt, bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Der Südafrikaner prüft angesichts schwindender MotoGP-Chancen die Möglichkeit eines Wechsels in die WSBK, idealerweise mit einem Werksbike und einem attraktiven Vertrag.

BMW will Oliveira unbedingt verlängern

Miguel Oliveira wird auch 2027 voraussichtlich die BMW M 1000 RR im Werksteam fahren. Der Portugiese hatte zwar Interesse von Ducati geweckt, nachdem der Hersteller einen Ersatz für Nicolo Bulega sucht, der wohl in die MotoGP aufsteigen wird, entschied sich aber für eine Fortsetzung des BMW-Projekts.

Oliveira bestreitet in diesem Jahr seine erste WSBK-Saison und konnte bislang überzeugen. In 17 Rennen holte der 31-Jährige vier Podiumsplätze, jeweils mit Rang drei. Neben seiner sportlichen Qualität ist Oliveira aufgrund seiner Popularität in Portugal auch für Sponsoren und Medien ein wertvoller Fahrer.

Ducati muss derweil nach der Vertragsverlängerung von Iker Lecuona einen weiteren Fahrer für die zweite Werks-Panigale V4 finden. Lecuona bleibt Ducati-Werksfahrer, während Bulega 2027 für VR46 antreten wird, mit einem direkten Ducati-Werksvertrag.

Bisherige KTM-Sieger wieder vereint?

Eine Verpflichtung von Binder hätte für die WSBK eine besondere Strahlkraft: Mit ihm und Oliveira würden bei BMW die einzigen beiden Fahrer aufeinandertreffen, die KTM bisher MotoGP-Siege beschert haben. Oliveira gewann fünf Rennen, Binder zwei.

Oliveira feierte seine ersten MotoGP-Siege 2020 mit Tech-3-KTM beim Grand Prix der Steiermark und bei seinem Heimrennen in Portugal. Diese Erfolge brachten ihm 2021 den Aufstieg ins KTM-Werksteam ein, wo er in Katalonien gewann.

2022 verabschiedete sich Oliveira mit zwei weiteren Siegen von KTM in Indonesien und Thailand. Der Erfolg in Thailand ist bis heute der letzte MotoGP-Sieg des Herstellers.

Binder schrieb KTM-Geschichte mit seinem ersten MotoGP-Erfolg 2020 in Brünn. Es war der erste Sieg der österreichischen Marke in der Königsklasse. 2021 gewann er zudem den Grand Prix von Österreich. Seitdem, also seit 99 Grands Prix, wartet auf einen weiteren Sieg, seit 51 Rennen auf einen Podiumsplatz.

Diese Entwicklung ist einer der Gründe, warum KTM seine Fahrerstruktur für 2027 neu aufstellt. Nach dem Verlust von Pedro Acosta, den KTM unbedingt halten wollte, aber an Ducati verlor, baut der Hersteller seine MotoGP-Struktur um.

KTM setzt auf neues Fahreraufgebot

Für das Werksteam 2027 stehen Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio fest. Bei Tech3 sollen - vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung - Luca Marini und der 21-jährige Australier Senna Agius antreten, der aktuell in der Moto2 für Intact fährt.

Dadurch verliert Enea Bastianini seinen Platz. Er wechselt wohl zu Trackhouse. Maverick Vinales steht hingegen derzeit ohne Motorrad für 2027 da. Auch Jack Miller, Alex Rins und Franco Morbidelli haben bislang keinen festen Platz 2027.

Morbidelli als mögliche Lösung für Ducati

Für Morbidelli wird jedoch nach einer Zukunftslösung gesucht. Die Anwälte des VR46-Teams von Valentino Rossi, die auch Morbidelli vertreten, versuchen Ducati offenbar davon zu überzeugen, ihn als Nachfolger von Bulega in das WSBK-Werksteam des italienischen Herstellers zu holen, als Teamkollege von Lecuona.

Ein Wechsel in die Superbike-WM könnte Morbidelli ermöglichen, seine Karriere um mindestens eine weitere Saison zu verlängern. Er tritt seit 2013 in der Motorrad-WM an, davon neun Jahre in der MotoGP. Sein größter Erfolg war der Vizetitel 2020.

Vorheriger Artikel Marc Marquez dämpft Hoffnungen auf bessere MotoGP-Rennen ab 2027
Nächster Artikel Historisch eng: MotoGP-Titelkampf 2026 bricht schon jetzt Rekord

Aktuelle News