Brad Binder zieht Bilanz: "Es war eine erweiterte Rookie-Saison"

In der WM-Wertung war Brad Binder in der MotoGP-Saison 2021 der beste KTM-Fahrer - Er spricht von einer schwierigen Saison, die Erwartungen waren anders

Brad Binder zieht Bilanz: "Es war eine erweiterte Rookie-Saison"

Mit WM-Rang sechs war Brad Binder in der MotoGP-Saison 2021 der beste der vier KTM-Fahrer. Sein Teamkollege Miguel Oliveira sammelte um 57 Punkte weniger und landete auf Platz 14. Binders Highlight war der Sieg beim Flag-to-Flag-Rennen in Spielberg, dem wichtigen Heimrennen der österreichischen Marke.

Abgesehen davon gelang ihm kein Podestplatz. Bemerkenswert war die Konstanz des Südafrikaners. Mit Ausnahme von Jerez sah er in allen anderen Rennen die Zielflagge. 13 Mal fuhr Binder in die Top 10. Ist er mit seinem zweiten Jahr in der Königsklasse zufrieden?

"Diese Saison war eine große Herausforderung", sagt Binder. "Es gab Höhen und Tiefen. Generell war es viel schwieriger als wir gedacht haben. So wie wir das vergangene Jahr beenden haben, sind wir davon ausgegangen, dass wir besser vorbereitet sein würden."

"Die Realität war, dass wir ein klein wenig langsamer waren, als wir benötigt hätten. Das machte unser Leben viel schwieriger. Ich glaube aber, dass wir den bestmöglichen Job gemacht haben. Wir haben verstanden, wo unsere Stärken und Schwächen liegen und wie wir uns verbessern müssen."

War es für Binder eine erweiterte Rookie-Saison? "Ja, auf eine Art und Weise denke ich das", lautet seine Antwort. Er musste auch einige Strecken, die im Vorjahr nicht im Kalender standen, mit dem MotoGP-Bike kennenlernen. Der Freitag war meistens ein "Lerntag".

"Es waren nicht nur neue Strecken. Im Vorjahr hatte ich auch nur sechs Monate mit dem MotoGP-Bike. Das ist nicht genug. Zu Saisonbeginn habe ich gespürt, dass ich nicht so fahren kann, wie ich eigentlich wollte. Ich habe auch viele Fehler gemacht."

"In der zweiten Saisonhälfte hatte ich das Gefühl, dass ich besser fahre. Ich habe auch immer jeden Tag das Bestmögliche herausgeholt. Deswegen bin ich mit meinen Fortschritten zufrieden. Schauen wir, wie es nächstes Jahr sein wird."

Würde der 26-Jährige im Rückblick etwas anders machen? "Schwierig zu sagen. Wir hatten selbst vor Katar sehr große Erwartungen. Als diese dann nicht erfüllt wurden, war schwierig zu verstehen, was vor sich geht. Ich denke aber, dass wir in der zweiten Saisonhälfte sehr gut gearbeitet haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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