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Bummeln in der MotoGP: Wäre ein Superpole-Format die Lösung?

Weil auch in der MotoGP immer öfter auf ein schnelles Hinterrad gewartet wird, bringt Fabio Quartararo das Superpole-Format als mögliche Lösung ins Spiel

Nicht nur in den kleinen Klassen, auch in der MotoGP kommt es im Freien Training oder Qualifying immer wieder zu Situationen, in denen Fahrer auf der Suche nach dem Windschatten eines schnellen Kollegen auf der Strecke bummeln. Zuletzt war das im zweiten Freien Training von Argentinien der Fall.

Es ging um den Direkteinzug in Q2. Francesco Bagnaia lag außerhalb der Top 10 und brauchte eine gute Zeit. Das wussten auch die Kollegen, von denen einige auf ihn warteten, um sich an sein Hinterrad zu hängen - zum Ärger von Bagnaia, der zwar kurz vorausfuhr, auf der Geraden dann aber entnervt abbremste.

Eine Strafe gab es dafür zwar nicht. Der Italiener musste aber bei den Rennkommissaren vorstellig werden. "In dem Moment, als ich den Raum der Stewards betrat, entschuldigte ich mich einfach für das, was ich getan habe und sie verstanden meine Situation", zeigte sich der Ducati-Pilot nach dem Vorfall einsichtig.

Bagnaia bedauert Verhalten in Argentinien

"Sie sagten mir, dass ich versuchen soll, vorsichtiger zu sein und in dieser Situation schlauer zu sein. Denn ich war zu nervös, als ich mir die Fahrer ansah, die sich normalerweise oft über die Moto3-Fahrer beschweren, aber dann machen sie das Gleiche."

Trotzdem bedauerte Bagnaia vor allem sein eigenes Verhalten: "Es tut mir leid. Aber wenn man nervös ist, macht man Fehler. Das war der Fall. Ich lag falsch und es war mein Fehler."

Am Ende verpasste er den direkten Einzug in Q2 und kam auch in Q1 keine Runde weiter, sondern qualifizierte sich nur auf Platz 14. Durch eine Gridstrafe für Teamkollege Jack Miller rückte Bagnaia in der Startaufstellung dann aber auf Platz 13 vor.

Superpole-Format für Quartararo denkbar

Miller hatte Fabio Quartararo im Qualifying auf einer schnellen Runde behindert und war deshalb bestraft worden. Der Weltmeister brachte daraufhin ein anderes Qualifying-Format ins Spiel, um Situationen wie mit Miller und Bagnaia zu verhindern: "Eine Superpole könnte eine tolle Idee sein: eine Runde und das war's."

"Diese Motorräder sind wirklich schnell und solche Situationen können zu schweren Unfällen führen, gerade auf Strecken wie Argentinien", mahnt Quartararo und wünscht sich in dem Zusammenhang auch ein härteres Durchgreifen der Rennleitung.

"Man sollte das ernster nehmen und auch mehr bestrafen. Es ist nicht normal, dass es keine Strafen gibt, wenn so etwas passiert. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich mich beschwere. Aber es geht um die Sicherheit, und das war nicht sicher", so der Yamaha-Pilot.

Pol Espargaro: Das macht kein Fahrer gern

"Es herrscht immer viel Verkehr - und keiner will vorausfahren", hält auch Joan Mir von Suzuki fest. "Daraus kann sich eine potenziell gefährliche Situation ergeben. Darüber müssen wir als MotoGP-Fahrer aus meiner Sicht etwas mehr nachdenken." Schließlich kommt ihnen auch eine gewisse Vorbildfunktion zu.

Honda-Pilot Pol Espargaro weiß, wie es ist, "verfolgt" zu werden, kann aber auch all diejenigen verstehen, die sich an ein "Zugpferd" hängen: "Die Jungs mit Problemen werden sich immer ein Hinterrad suchen. Auch mir geht es manchmal so. Und manchmal, wenn ich schnell bin, macht es jemand mit mir."

"Das ist Teil des Jobs", sagt der Spanier. "Es ist nicht schön. Aber derjenige, der einem folgt, macht das ganz sicher nicht gerne. Aber er muss es tun, um ein gutes Ergebnis zu kriegen."

Nicht alle kämpfen mit den gleichen Mitteln

Er wirbt um Verständnis: "Die schnellsten Fahrer müssen sich auch bewusst machen: Wir fahren nicht alle mit denselben Mitteln. Es gibt Fahrer, deren Motorräder nicht so gut funktionieren wie ihre, also müssen sie das tun und jemand Schnellerem folgen."

"Ich war selber schon in der Situation, in der Startaufstellung von Katar Letzter zu sein, oder ziemlich schnell zu sein - wie manchmal jetzt mit Honda oder damals mit KTM. Mal gewinnt man, mal verliert man. Die Jungs mit den guten Bikes müssen sich glücklich schätzen. Das kann nicht jeder", weiß Espargaro.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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