Cal Crutchlow: "MotoGP ist privilegiert" - Rennen in Zeiten einer Pandemie

Dass die MotoGP angesichts der Corona-Pandemie Rennen fahren konnte, sollten alle im Paddock schätzen - Auch für 2021 rechnet Crutchlow mit vielen Rennsiegern

Cal Crutchlow: "MotoGP ist privilegiert" - Rennen in Zeiten einer Pandemie

Trotz der Coronavirus-Pandemie konnte die MotoGP 14 Rennen in sechs verschiedenen Ländern in Europa austragen. Für 2021 wird mit einem normalen Kalender geplant, der derzeit 19 Rennen weltweit vorsieht. Ob das tatsächlich so passieren wird, ist ungewiss.

"Es war ein seltsames Jahr und für viele Menschen außerhalb des Paddocks sehr schwierig", blickt Cal Crutchlow auf die vergangenen Monate zurück. Der Brite betont: "Wir sind sehr privilegiert, dass wir tun konnten, was wir getan haben."

"Weltweit ist es für die Menschen sehr schwierig. Wenn wir als Rennfahrer, als Teams und als Organisation auf unseren Paddock blicken, dann hatten wir großes Glück, dass wir das tun konnten. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr nicht wieder so ist - für die ganze Welt."

"Wenn man es vom sportlichen Aspekt betrachtet, dann wollen wir natürlich mehr Rennen sehen. Ich möchte nicht drei Rennwochenenden hintereinander im Fernsehen verfolgen, denn das bringt meine Pläne mit dem Fahrrad durcheinander. Der Kalender sollte wieder mehr verteilt sein."

Das Jahr 2020 hat neun verschiedene Sieger in 14 Rennen hervorgebracht. War das in Abwesenheit von Marc Marquez eine außergewöhnliche Situation, oder wird sich das in Zukunft wiederholen? "Ich glaube, dass wir wieder Überraschungssieger sehen werden", meint Crutchlow.

Dafür hat er auch eine Erklärung: "Man wird im Laufe des Jahres viele verschiedene Fahrer auf dem Podium sehen, weil praktisch alle auf einem Werksmotorrad sitzen. Carmelo [Ezpeleta] hat bei den Regeln fantastisch gearbeitet, damit das Racing so eng ist."

"Jeder hat jetzt ein gutes Motorrad. Wir haben in diesem Jahr großartige Rennen gesehen. Das wird auch im nächsten Jahr der Fall sein, wenn es eine normalere Saison wird. Ich glaube, wir werden viele verschiedene Sieger sehen."

Jack Miller, Cal Crutchlow

Jack Miller und Cal Crutchlow vollführen gemeinsam einen Stoppie

Foto: Motorsport Images

Crutchlow wird die Rennen von daheim aus verfolgen. Seine aktive Karriere hat er im Alter von 35 Jahren beendet. Im nächsten Jahr wird er als Testfahrer von Yamaha fungieren. Wie sein Testprogramm im Detail aussieht, wurde bisher nicht kommuniziert.

Von der Couch aus wird Crutchlow vor allem seinem Kumpel Jack Miller die Daumen drücken: "Aus meiner Sicht würde ich gerne Jack gewinnen sehen. Er hat gezeigt, dass er das kann. Es gibt keinen Grund, warum er nicht um den WM-Titel kämpfen kann."

"Ich freue mich auch darauf, Marc wiederzusehen. Er war in den vergangenen Jahren so dominant und verdient es sich, dabei zu sein. Für mich wird es natürlich anders werden, alles aus der Ferne zu beobachten. Aber ich freue mich darauf, es so zu erleben wie die Fans."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Valentino Rossi über Halbbruder Luca Marini: "War zuletzt schneller als ich"

Vorheriger Artikel

Valentino Rossi über Halbbruder Luca Marini: "War zuletzt schneller als ich"

Nächster Artikel

Fausto Gresini: Warum sein Team ab 2022 wieder eigene Wege geht

Fausto Gresini: Warum sein Team ab 2022 wieder eigene Wege geht
Kommentare laden