Cal Crutchlow nach Silverstone: Rossi & Marquez schlagen ist surreal

LCR Honda Pilot Cal Crutchlow räumte bei seinem Heimrennen in Silverstone Rang zwei in der MotoGP-Klasse ab und blieb im Ziel vor Valentino Rossi und Marc Marquez. Das fühle sich surreal an.

Das Rennen von Silverstone war ein echter Kracher: Maverick Vinales gewann vor Cal Crutchlow und Valentino Rossi, Marc Marquez wurde Vierter. Was auf den ersten Blick wie ein Flag-to-Flag-Ergebnis aussieht – oder wenigstens ein Regenrennen – ist aber „trockene Realität“.

Dabei musste sich Crutchlow den zweiten Platz hart erkämpfen – eben gegen Rossi, Marquez und Andrea Iannone im direkten Fight.

Wie fühlt es sich nun an, wenn man Rossi und Marquez im Trockenen im direkten Kampf schlagen kann? „Surreal“, so Crutchlow. „Denn das kommt normal nie vor.“

2. Cal Crutchlow, Team LCR, Honda
Vier Rennen - drei Podeste: Cal Crutchlow hat einen Lauf.

Foto Michelin Sport

„Ich habe das zwar vorher in meiner Karriere auch schon geschafft, ich konnte schon manchmal mit ihnen kämpfen. Ich habe mich einfach stark gefühlt und ich konnte das mit meinem Paket machen.“

„Solche Chancen hast du nicht oft, du musst sie ergreifen, wenn du kannst. Ich war in ein paar Bereichen stärker als sie und ich habe es drauf ankommen lassen.“

Crutchlow hat zuletzt 2013 mehr als ein Mal pro Saison auf dem Podest gestanden, nun in den letzten vier Rennen gleich drei Mal. Damals fuhr er für Tech3 eine Satelliten-Yamaha, nun sitzt er auf der Cecchinello-Honda.

"Schaut doch mal, wo Lorenzo ist – er hat das gleiche Bike wie Vale und ich glaube nicht, dass er plötzlich alles verlernt hat." - Cal Crutchlow

„Ich glaube, ich bin auf einem guten Level“, so der Brite. „Ich würde sogar sagen, dass ich etwas besser fahre, als 2013, denn mein Motorrad ist im Moment nicht ganz so konkurrenzfähig.“

„Das kommt aber alles mit dem Selbstvertrauen. Schaut doch mal, wo Lorenzo ist – er hat das gleiche Bike wie Vale und ich glaube nicht, dass er plötzlich alles verlernt hat.“

Ellbogen-Fight mit Marquez

Der Kampf mit Marc Marquez ging derweil nicht ohne Körperkontakt ab, lässt Crutchlow wissen.

„Ja klar haben wir uns berührt. Er hat mich bei 200 Meilen pro Stunde [320 km/h] getroffen. Aber das war nicht sein Fehler, er hat das ja nicht mit Absicht gemacht“, sagt er.

„Das Winglet traf mich, das hat richtig weh getan und mir ist das Bein taub geworden! Dann hat er mich rausgedrückt und ich habe mir nur noch gedacht: Ich muss die Kurve schaffen’.“

„Ich würde schon sagen, dass das ein fairer Fight war. Am Ende des Tages bin ich keiner, der sich über die Manöver von anderen beschwert. Ich habe sowas auch schon gemacht und ich werde es auch wieder tun.“

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP , Motorrad
Veranstaltung GP Großbritannien
Rennstrecke Silverstone Circuit
Fahrer Valentino Rossi , Cal Crutchlow , Marc Marquez
Teams Team LCR
Artikelsorte News
Tags britishgp, crutchlow, großbritannien, silverstone