MotoGP 2017

Dani Pedrosa bleibt Nummer 1 Wahl von Honda für 2017

Der Spanier Dani Pedrosa fährt seine elfte Saison in der Werksmannschaft der HRC. Für 2017 ist er für Honda weiterhin der Nummer-1-Partner für Marc Marquez.

Als Dani Pedrosa 2006 in die MotoGP kam, wurde er als einzige Alternative gehandelt, die Valentino Rossis Dominanz stoppen könnte. Zehn Jahre danach hat er immer noch keinen WM-Titel in der MotoGP-Klasse auf dem Konto – aber er war mehrfach nahe dran.

Pedrosa, der letzten September seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, musste in seiner Königsklasse-Karriere mit ansehen, wie sechs andere Fahrer Weltmeister wurden: Hayden (2006), Stoner (2007 und 2011), Rossi (2008 und 2009), Lorenzo (2010, 2012 und 2015) sowie Marquez (2013 und 2014).

Pedrosa selbst war 2007, 2010 und 2012 insgesamt drei Mal Vizeweltmeister. Eine starke Leistung, klar, aber eben auch nicht das, was man vor einem Jahrzehnt von ihm erwartet hatte.

 

 

Und trotzdem hat er bei Honda noch einen hohen Stellenwert. Die HRC zieht derzeit keinen anderen Fahrer in Betracht, der an der Seite von Marquez fahren soll. Letzterer hat seine Vertragsverhandlungen mittlerweile aufgenommen. Für Honda ist klar die Verlängerung von Marquez auf der Prioritätenliste ganz oben, aber auch Pedrosa sollte bald einen Vertrag bekommen, denn beide Parteien wollen das so.

Im Moment verdient Pedrosa zwei Millionen Euro im Jahr – ein mehr als anständiger Betrag, wenn man bestimmte Faktoren bedenkt, einen aber ganz besonders: Es gibt nicht viele Fahrer, die wenigstens ein Mal im Jahr auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen – Das ist ihm bislang aber immer gelungen.

„Honda zieht derzeit keine Option in Betracht, die nicht Dani ist." - HRC Teammitglied

„Honda zieht derzeit keine Option in Betracht, die nicht Dani ist. Das bedeutet aber auch nicht, dass der Vertrag mit ihm zwingend ist. Das wäre, was wir gern haben würden und ich denke, dass er das auch gern so hätte“, sagt eine Quelle aus dem Honda-Umfeld.

 

Dani Pedrosa, Repsol Honda Team
Dani Pedrosa, Repsol Honda Team

Foto: Mirco Lazzari

 

Der japanische Hersteller glaubt, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Pedrosa noch immer gut ist, sowohl sportlich, als auch marketing-technisch.

Noch wichtiger ist, dass Honda derzeit nicht daran glaubt, dass ein möglicher Ersatz in Form von Andrea Iannone, Andrea Dovizioso, Maverick Vinales oder Alex Rins in der Lage wäre, schneller als Pedrosa zu sein.

Pedrosa selbst ist der einzige Pilot im Feld, der theoretische für drei der vier Werksteams an den Start gehen könnte. Das spielt ihm bei seinen Verhandlungen natürlich in die Karten, gerade wenn man bedenkt, dass er sich nun schon eine ganze Weile selbst managt.

Manche behaupten, dass bei seinem Fahrstil das beste Motorrad für ihn die Yamaha wäre. Dort ist im Werksteam nach dem Weggang von Jorge Lorenzo zu Ducati noch eine Maschine frei. Trotzdem erscheint es unwahrscheinlich, dass sich Yamaha für Pedrosa als Teamkollegen von Valentino Rossi entscheiden wird, denn dann hätte man das älteste Fahrerduo im Feld.

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