Danilo Petrucci kämpft mit müdem Arm: Aber es ist nicht Armpump

Seit bald einem Jahr hat Danilo Petrucci mit einem geschwächten, rechten Arm zu kämpfen - Um Armpump handelt es sich nicht, es sind Langzeitfolgen eines Sturzes

Danilo Petrucci kämpft mit müdem Arm: Aber es ist nicht Armpump

Im Anschluss an das MotoGP-Rennen in Jerez war Armpump ein großes Thema. Auch Danilo Petrucci bekam körperliche Probleme, aber beim Italiener ist die Geschichte anders. "Nein, ich habe nicht Armpump", hält der KTM-Fahrer vom Tech-3-Team fest.

Petrucci laboriert an den Langzeitfolgen einer Verletzung. "Im Vorjahr bin ich in Jerez schwer gestürzt. Ich habe zwei kleine Hernien. Meine Nerven sind nicht zu 100 Prozent in Ordnung. Daran arbeite ich seit dem vergangenen Jahr."

"Deswegen wird mein rechter Arm sehr müde. Die Nerven senden nicht die richtige Information an den Muskel. Manchmal schläft mir der rechte Arm ein." Im Anschluss an den Testtag in Jerez ließ sich Petrucci erneut untersuchen, um zu sehen, was man machen könnte.

"Wir versuchen die Schulter und alles zu stabilisieren. Armpump ist anders. Mit dem Unterarm habe ich keine Probleme. Manchmal fühle ich mich müde, obwohl ich gar nichts tue. Man muss versuchen, die Schulter und den Bereich beim Schlüsselbein zu stärken, damit man beim Fahren den Unterarm weniger belastet."

Danilo Petrucci

Der KTM-Neuling versteht die RC16 Schritt für Schritt besser

Foto: Motorsport Images

Aus sportlicher Sicht macht Petrucci bei seiner Adaption auf die KTM Fortschritte. In Portimao und Jerez sammelte er WM-Punkte. Zuletzt hatte er auch eine neue Sitzbank. Im Laufe des Testtages vergangenen Montag konzentrierte sich das Tech-3-Team auf einen Bereich.

"Wir haben beim Motorrad eine andere Balance ausprobiert, damit der Hinterreifen besser funktioniert. Gegen Rennende fühlt es sich gut an, wenn der Reifen gebraucht ist. Das ist auch in der Bremsphase der Fall", berichtet Petrucci.

"Aber ich kann den Hinterreifen nicht richtig nutzen, wenn man zu Beginn mehr Traktion hat. Das heißt, dass ich im Qualifying und zu Rennanfang Mühe habe. Das war im Jerez-Rennen sehr schwierig."

"Insgesamt verstehe ich das Motorrad etwas besser, obwohl ich nicht gefunden habe, was ich gesucht habe. Trotzdem freue ich mich auf Le Mans. Dort war ich in den vergangenen drei Jahren auf dem Podium."

Der Grand Prix von Frankreich war mit der Ducati für Petrucci eine seiner besten Strecken. 2018 war er Zweiter, 2019 Dritter und im Vorjahr holte er im Regen seinen zweiten MotoGP-Sieg.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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