"Das haucht einem Sportler neues Leben ein": Zarco trainiert für Comeback
Zwei Monate nach Barcelona-Crash weiß Johann Zarco, dass er nicht operiert wird - Der Franzose trainiert eifrig für seine für September geplante MotoGP-Rückkehr
Noch sitzt Johann Zarco nicht wieder auf der LCR-Honda, aber im September dann
Foto: LCR Honda MotoGP Team
Knapp zwei Monate nach seinem schweren Unfall im Grand Prix von Katalonien in Barcelona weiß Johann Zarco, dass das Schlimmste hinter ihm liegt. Sein linkes Bein, das sich beim verhängnisvollen Sturz am 17. Mai in Francesco Bagnaias Motorrad verfangen hatte, heilt inzwischen so gut, dass Zarcos Alltag wieder normal läuft. Vor wenigen Tagen hat der 35-jährige Franzose von seinen Ärzten die Bestätigung bekommen, dass eine Bänderoperation nicht notwendig ist.
Bereits im Juni hatte Zarco sein körperliches Training wiederaufgenommen. In den vergangenen Tagen konnte er es mit Radtouren und Einheiten im Fitnessstudio intensivieren. So bereitet sich der LCR-Honda-Pilot nun gezielt auf seine Rückkehr auf das MotoGP-Bike vor. Diese Rückkehr ist derzeit für den Monat September geplant.
"Es läuft gut, weil vor etwa einer Woche eine wichtige Entscheidung getroffen wurde, nämlich, keine Operation durchzuführen", wird Zarco von Canal+ zitiert. "Das ist gut, denn so kann ich wieder mit dem Training beginnen und sozusagen wieder in Form kommen."
"Dieser eine lange Monat, in dem ich mich kaum bewegen konnte und möglicherweise an körperlicher Leistungsfähigkeit eingebüßt habe, war auch ein Monat der Erholung. Jetzt ist es großartig, ein Reha-Programm und ein Fitnesstraining zu beginnen", so der 35-Jährige.

17. Mai, Barcelona: Zarco ist verletzt, Bagnaia versucht zu helfen
Foto: Getty Images Europe
"Wenn man mir gesagt hätte, dass ich doch noch operiert werden muss, dann wäre die Saison mit Operation und der entsprechenden Erholungszeit natürlich komplett ruiniert gewesen. Aus diesem Grund bin ich wirklich glücklich", sagt Zarco.
"Es geht mir gut, weil ich mich wieder normal bewegen und wieder normal trainieren kann. Das haucht einem Sportler neues Leben ein. Es lässt einen wieder lebendig fühlen. Genau das sind die Dinge, die mir das Gefühl geben, dass es mir gut geht", so der MotoGP-Routinier aus Frankreich.
Beim welchem der zwei Grands Prix im Monat September Zarco wieder fahren wird, das steht noch nicht abschließend fest. Fest steht aber, dass er am ersten Rennsonntag nach seiner Rückkehr eine doppelte Long-Lap-Penalty absolvieren muss. Es ist die sportliche Konsequenz aus dem Startunfall in Barcelona, bei dem sich Zarco so schwer verletzt hat.
Die MotoGP-Rennkommissare warteten ganz bewusst, bis es Zarco wieder besser ging, um den Unfall vom 17. Mai zu analysieren und den LCR-Honda-Piloten per Videokonferenz zu befragen. Das ist vor wenigen Tagen geschehen. Da sie Zarco erst mit zwei Monaten Verzögerung als Verursacher des Unfalls ausgemacht haben, konnte auch die Strafe erst mit Verzögerung ausgesprochen werden.
Eine Strafe, die so lange aufgeschoben wird, ist in der MotoGP-Szene nichts Neues. Zuletzt hatte Jorge Martin nach dem Startunfall im Motegi-Sprint im September 2025 seinerseits eine solche "verzögerte" Strafe aufgebrummt bekommen. Der Aprilia-Werkspilot musste seine doppelte Long-Lap-Penalty absitzen, als er zwei Monate später beim Saisonfinale in Valencia sein Comeback gab.
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