Davide Tardozzi sicher: Warum Bagnaia jetzt wieder ein WM-Anwärter ist
Sepang machte Hoffnung, Buriram brachte die Bestätigung - Francesco Bagnaia ist nach dem Krisenjahr 2025 wieder konkurrenzfähig - Tardozzi sicher: "Er ist zurück"
Francesco Bagnaia präsentierte sich auch beim Buriram-Test konkurrenzfähig
Foto: AFP
Nach seinem Krisenjahr 2025 präsentierte sich Francesco Bagnaia bei den Vorbereitungstests für die neue MotoGP-Saison wieder konkurrenzfähig. Bereits beim Sepang-Test in Malaysia betonte der Ex-Weltmeister, dass er sein altes, gutes Gefühl wiedergefunden hat. Die Ducati schiebt beim Anbremsen nicht mehr.
Entscheidender waren aber die beiden Testtage in Buriram (Thailand), denn beim gleichen Test vor zwölf Monaten offenbarten sich für Bagnaia erstmals jene Probleme, die ihn dann über weite Teile der Saison plagten und in die Krise stürzten.
"Im Vergleich zu letztem Jahr ist es viel besser", sagt er erleichtert. "Letztes Jahr war der erste Testtag hier sehr schwierig, und jetzt habe ich mich vom ersten Moment an mit dem neuen Motorrad besser gefühlt."
"Ich glaube, wenn du dich auf dem Motorrad gut fühlst, macht Fahren einfach Spaß. Ich genieße es total. So ist es einfacher." Bagnaia arbeitete hauptsächlich mit dem kleineren Tank für die Sprintrennen. Auch das war für ihn in der Vergangenheit problematisch.
Am ersten Testtag absolvierte er eine zufriedenstellende Sprint-Simulation. Eine Rennsimulation am zweiten Tag brach er nach einigen Runden ab. "Irgendetwas hat ihn nicht zufrieden gestellt", verrät Teammanager Davide Tardozzi, "und er hat früher aufgehört."
"Er war nicht schlecht unterwegs, aber er hat abgebrochen, weil er schneller fahren wollte, als es ihm möglich war." Im Qualifying-Versuch war Bagnaia sehr konkurrenzfähig und auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen Marc Marquez.
Tardozzi meint, dass Bagnaia in seiner Qualifying-Runde sogar noch etwas schneller hätte sein können. Deshalb ist er insgesamt überzeugt: "Wir sind absolut froh, 'Pecco' wieder zurück zu haben, weil es so aussieht, als wird 'Pecco' einer der Anwärter auf den WM-Titel sein."
Aktuelle Ducati passt besser zu Bagnaias Fahrstil
Bereits nach dem Sepang-Test lobte Bagnaia die Ducati-Ingenieure für ihre Arbeit, denn das hat dazu geführt, dass er sein gutes Gefühl wiedergefunden hat. Besitzt das aktuelle Motorrad also wieder jenen Charakter, der ihm auf den Leib geschneidert ist?
"Für mich ist es anders, aber es passt besser zu meinem Fahrstil, und ich kann besser damit arbeiten", sagt Bagnaia. "Letztes Jahr hatte ich von Anfang an zu kämpfen. Sobald ich hier angekommen bin, war es für mich ein guter Start, aber nicht so wie in Malaysia."
"Im Rennen [im Herbst] hatte ich große Probleme. Es stimmt, ich stand zwar auf dem Podium, aber mein Gefühl war nicht das beste. Bei diesem Test haben wir ziemlich hart an neuen Lösungen gearbeitet, ziemlich hart daran, das Motorrad zu verstehen."

Francesco Bagnaia hat sein gutes Gefühl bestätigt und ist zuversichtlich
Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images
"Ich denke, wir haben wieder einen Schritt nach vorn gemacht. Uns fehlt noch etwas, und ich hoffe, dass wir das am Rennwochenende finden, aber ich bin zufrieden." Und was fehlt Bagnaia noch? "Ein bisschen mehr Konstanz, also Wiederholbarkeit beim Bremsen."
"Manchmal kann ich gut bremsen, manchmal fängt das Motorrad an, sich ein bisschen zu schütteln. Wir kommen schneller in die Kurve rein, also müssen wir konstanter werden." Bei der Aerodynamik entschied er sich für sein bevorzugtes Paket von 2024.
Seine Zukunft hat Bagnaia in den vergangenen Tagen ebenfalls geklärt. Nach dem ersten Testtag bestätigte er, dass er sich entschieden hat. Er wird im nächsten Jahr bei Aprilia der Teamkollege von Marco Bezzecchi sein.
Die Zukunft ist geklärt, die Testfahrten verliefen sehr gut. Somit blickt Bagnaia dem Saisonauftakt entspannt entgegen: "Ich bin mit meinem Gefühl bei diesem Test zufrieden. Die Vorsaison ist viel besser zu Ende gegangen als letztes Jahr, also mein Gefühl ist richtig gut."
"Jetzt ist es Zeit, in die Saison zu starten und zu kämpfen, aber im Moment kann ich nur sagen: Ich bin happy. Ziemlich solide Arbeit während des Tests. Malaysia war wichtig, aber für mich war dieser Test deutlich wichtiger, wenn ich an letztes Jahr denke."
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