Denkmal auch ohne Sieg: Rossi startet nicht in den Top 10

Nach drei Podestplätzen in Argentinien jagt Valentino Rossi am Sonntag von Startplatz elf aus Nummer vier - Denkmal für die MotoGP-Legende

2,173 Sekunden büßte Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi auf die Fabelzeit von Jack Miller im MotoGP-Qualifying zum Grand Prix von Argentinien ein. Auf dem 4,8 Kilometer langen Kurs in Termas de Rio Hondo hatte der neunfache Weltmeister mit den widrigen Bedingungen zu kämpfen. Für Sonntag wünscht sich der "Doktor" ein komplett trockenes oder komplett nasses Rennen, um den Yamaha-Doppelerfolg des Vorjahres wiederholen zu können.

"Bei diesen Mischbedingungen habe ich große Schwierigkeiten. Die Reifen sind mir einfach zu weich, vor allem auf der Front. Dann hat man drei Mischungen, das macht es noch komplizierter. Ich hatte dann nur eine Option, ich bin mit einem Reifen die 15 Minuten gefahren", schildert Rossi am Abend. Er ging auf dem Medium-Regenreifen auf die Strecke und absolvierte wie Teamkollege Maverick Vinales acht Runden bei auftrocknender Strecke.

Im letzten Umlauf gelang dem Italiener eine Rundenzeit von 1:49.326 Minuten, womit er sich in Q2 auf Platz elf einreihte. Nur Suzuki-Pilot Andrea Iannone konnte er hinter sich lassen, auf seinen Stallnachbarn verlor er rund drei Zehntelsekunden. Schon im vierten Training war er deutlich langsamer als die Konkurrenz von Honda und auch am Vormittag in der regnerischen dritten Session schaffte er nur Platz elf.

Rossi: "Habe auch über Slicks nachgedacht"

Bei dem auftrocknenden Asphalt im zweiten Qualifying-Abschnitt dachte auch Rossi kurzzeitig über einen Wechsel auf Slick-Reifen nach - was Jack Miller schließlich die Pole-Position einbrachte. Im Gegensatz zum Australier mied der Altmeister jedoch die Rutschpartie auf den Trockenreifen, da es vor allem in den letzten beiden Sektoren noch viele nasse Stellen auf der Strecke gab.

"Ich habe auch über den Slick nachgedacht, aber grundsätzlich sind wir in solchen Bedingungen nicht so stark, wenn wir früh auf Trockenreifen wechseln, weil das Bike sehr schwierig zu fahren ist und ich mich nicht wohlfühle. Daher haben wir uns anders entschieden." Im letzten Umlauf wollte Rossi mit einer besonders sanften Fahrweise noch mehr Zeit gewinnen: "Hätte ich mehr gepusht, dann wäre ich über die Front zu Boden gegangen. Das waren schwierige Bedingungen."

 

Kann der Italiener 20 Jahre nach seinem ersten Sieg in Argentinien (1998, 250er-Rennen in Buenos Aires) und drei Jahre nach seinem letzten Sieg in dem südamerikanischen Land am Sonntag wieder ein Wörtchen mitreden? In den vergangenen drei Jahren stand er in Termas de Rio Hondo immer auf dem Podium. "Im Trockenen ist meine Pace nicht so schlecht, auch bei starkem Regen erwarte ich, schnell zu sein. Bei diesen Mischbedingungen leiden wir einfach zu sehr, hoffentlich ist es morgen entweder komplett trocken oder komplett nass."

Ein Denkmal wurde dem 39-Jährigen auch ohne Sieg am Sonntag schon gebaut. Am Freitagabend nach den Trainingssession durfte der Italiener gemeinsam mit Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta eine Metall-Statue, die die MotoGP-Legende auf seinem Bike sitzend darstellt, enthüllen. Das Werk wurde von Künstler Joaquin Arbiza aus Uruguay hergestellt. Es wiegt mehr als 320 Kilogramm und wurde aus über 9.000 Einzelteilen und 30.000 Lötstellen gefertigt.

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung Termas de Rio Hondo
Rennstrecke Autodromo Termas de Rio Hondo
Fahrer Valentino Rossi
Teams Yamaha Factory Racing
Artikelsorte Reaktion
Tags motogp 2018, qualifying, valentino rossi, yamaha