"Der Körper ist am Limit": Johann Zarco denkt an Armpump-Operation

Zuletzt bekam auch Johann Zarco Probleme mit Armpump - Er glaubt, dass die technische Entwicklung dazu führt, dass das "Teil des Sports" geworden ist

"Der Körper ist am Limit": Johann Zarco denkt an Armpump-Operation

Armpump beziehungsweise das Kompartmentsyndrom ist bei Motorradrennfahrern weit verbreitet. Die meisten MotoGP-Fahrer haben sich bereits an den Unterarmen operieren lassen. Die jüngsten Beispiele sind Iker Lecuona, Jack Miller, Fabio Quartararo und Aleix Espargaro.

Lecuona und Miller ließen sich nach den beiden Auftaktrennen in Katar operieren. Quartararo hatte beim Jerez-Rennen große Schwierigkeiten und ließ direkt danach den Eingriff durchführen. Espargaro wurde nach Le Mans operiert. Seither hatten diese vier Fahrer keinerlei Probleme mehr.

"In Österreich und Silverstone bekam ich Armpump-Probleme", verrät Johann Zarco. "Wenn ich mich auf dem Motorrad gut fühle, dann habe ich das nicht. Es scheint aber, dass wir einen Punkt erreicht haben, dass man nur schnell sein kann, wenn man Armpump hat."

"Deshalb denke ich über eine Operation nach. Der Zeitpunkt dafür ist aber noch nicht gekommen. Es scheint, dass Armpump ein Teil unseres Sports geworden ist. Wenn ich eine Operation mache, kann ich vielleicht auf ein anderes Level kommen. Fabio ist ein gutes Beispiel dafür."

In der Vergangenheit hatte Zarco, der seit 2017 MotoGP fährt, keine Probleme mit Armpump. Er vermutet, dass die technische Entwicklung dazu führt. Das Ride-Height-System hat den Speed und die Belastung für den Körper und speziell der Arme verstärkt.

Johann Zarco

Zarco glaubt, dass Armpump-Probleme Teil des Sports geworden sind

Foto: Motorsport Images

"Es scheint jetzt bei allen Motorrädern der Fall zu sein, weil wir so extrem beschleunigen und bremsen. Wenn man sich ausruht, kommt man mit dem Motorrad nirgendwohin. Ich glaube, nur Bagnaia und Marc Marquez haben keine Armpump-Operation gemacht."

"Es gibt den Punkt, wo der Körper am Limit ist", sagt Zarco. "In Silverstone hatte ich größere Probleme als in Aragon. Wenn alles perfekt sein muss und man nicht leiden will, dann kann man seine Performance nicht über 20 Rennen bringen. Deshalb denke ich über diesen Schritt nach."

"Ich wollte diese Operation eigentlich nicht machen, aber ich denke darüber nach. Vielleicht muss ich akzeptieren, dass ich das für meinen Stil machen muss." Einen genauen Zeitpunkt für den Eingriff hat der Ducati-Fahrer vom Pramac-Team noch nicht festgelegt.

"Ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder nach der Saison oder in der Pause zwischen Austin und Misano 2. Die zwei Wochen nach Austin könnten für die Genesung reichen. Dann könnte ich noch die letzten Rennen fahren. Wenn ich die Operation im Winter mache, ist die Pause bis zum ersten Test vielleicht zu lange."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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