Diogo Moreira erklärt seine MotoGP-Wahl: Warum es Honda wurde
Diogo Moreira spricht erstmals offen über seine MotoGP-Zukunft - Honda überzeugte ihn ab dem ersten Gespräch - Er hat einen Dreijahresvertrag erhalten
Diogo Moreira ist der erste Brasilianer seit Alex Barros in der MotoGP
Foto: Gold Gold
Das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis im MotoGP-Paddock wurde in dieser Woche offiziell gelüftet. Seit Ende August steht fest, dass Diogo Moreira 2026 für LCR-Honda in der Königsklasse an den Start geht. Vor dem Rennwochenende in Australien bestätigte das Team, dass man neben Routinier Johann Zarco auf einen jungen Fahrer setzt.
Moreira wird im nächsten Jahr zu den jüngsten Fahrern im Feld zählen, denn bei seinem Debüt wird er 21 Jahre alt sein. "Im Moment bin ich wirklich glücklich und auch entspannt", sagt der Brasilianer zu seiner MotoGP-Zukunft.
Denn endlich kann er offen darüber sprechen. "Viele Leute haben immer wieder dieselbe Frage gestellt", meint er über die "seltsame" Situation in den vergangenen Wochen. Moreira hatte im Sommer nicht nur ein Angebot von Honda erhalten, sondern auch von Yamaha für Pramac.
Warum entschied er sich letztlich für Honda? "Für mich war es so: Als wir das erste Treffen hatten, habe ich gespürt, dass Honda wirklich stark ist. Honda ist ein sehr großes Unternehmen." Es ist schließlich der größte Motorradhersteller der Welt.
"Also, als mir die Frage gestellt wurde, zu welchem Team ich gehen werde, war es für mich von Anfang an Honda - und am Ende wird es ganz sicher gut werden." Honda setzt auch große Stücke auf Moreira, denn er hat einen "mehrjährigen" Vertrag unterschrieben.
"Ja, drei Jahre", bestätigt er konkret. "Ich habe drei Jahre, also müssen wir ruhig bleiben, das Motorrad verstehen. Die Kategorie ist eine ganz andere Welt. Darauf müssen wir uns konzentrieren. Im Moment ist Honda in einer guten Situation."
"Ich denke, sie werden sich sicher weiter verbessern, und wir werden sehen, wie es nächstes Jahr läuft." Ein Detail verrät Moreira noch nicht, nämlich seine Startnummer. Seine aktuelle Nummer 10 verwendet bereits Luca Marini, also muss er sich eine andere aussuchen.

Moreira wird bei LCR-Honda den Platz von Somkiat Chantra übernehmen
Foto: AFP
"Ich kenne meine Nummer für nächstes Jahr schon, aber sie ist noch geheim", schmunzelt Moreira. "Ich werde sie nach dem Valencia-Rennen enthüllen, wenn wir am Dienstag den Test fahren. Dann wird sie auf dem Motorrad sein."
Moreira ist der erste Brasilianer in der MotoGP, seit Alex Barros seine Karriere Ende 2007 beendet hat. Barros ist bislang der einzige Brasilianer, der in der Königsklasse Rennen gewonnen hat. Er feierte insgesamt sieben Grand-Prix-Siege.
Im nächsten Jahr kehrt die Weltmeisterschaft erstmals seit 2004 (Rio de Janeiro) wieder nach Brasilien zurück und gastiert in Goiania, wo zuletzt 1988 gefahren wurde. Brasilien steht schon als zweites Saisonrennen im Kalender 2026.

Im Moto2-WM-Kampf bahnt sich ein spannendes Finish an
Foto: LOIC VENANCE/AFP via Getty Images
"In Brasilien drehen die Leute im Moment völlig durch", ist sich Moreira des Hypes um seine Person bewusst. "Es wird sicher schön im nächsten Jahr in Goiania. Alle meine Freunde, meine Familie werden dort sein - das wird großartig."
Aber noch kämpft Moreira um den Moto2-Weltmeistertitel. Mit seinem dritten Saisonsieg in Indonesien und der gleichzeitigen Disqualifikation von Manuel Gonzalez hat Moreira nur noch neun WM-Punkte Rückstand auf ihn.
"Am Ende waren wir im Flugzeug auf dem Rückweg nach Barcelona, also habe ich es im ersten Moment gar nicht mitbekommen. Aber letztlich muss ich nicht an Manu denken. Ich muss an mich selbst denken und versuchen, von Rennen zu Rennen konzentriert zu bleiben." Vier Moto2-Rennen sind in dieser Saison noch zu fahren.
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