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Doohan über Marquez: "Marc hatte eine offene Rechnung, die ihn motivierte"

Marc Marquez kämpfte sich nach vier Operationen zurück an die Spitze - Guten Rat fand er auch bei Mick Doohan, der ein ähnliches Verletzungscomeback vollbrachte

Doohan über Marquez: "Marc hatte eine offene Rechnung, die ihn motivierte"

Marc Marquez' ist insgesamt neunter Titel hat einen besonderen Stellenwert

Foto: Getty Getty

An einem der schwierigsten Punkte seiner Karriere fand der frisch gebackene MotoGP-Weltmeister Marc Marquez Unterstützung von einer Legende, die genau wusste, was es bedeutet, durch Schmerz und Rückschläge zu gehen: Mick Doohan.

Der Australier, selbst fünfmaliger Weltmeister, hatte in den 1990er-Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht und verstand besser als jeder andere, was Marquez nach seiner schweren Oberarmverletzung zu Beginn der Saison 2020 durchmachte.

Im Gespräch mit Motorsport.com, einer Schwesterseite von Motorsport-Total.com, würdigt Doohan den unerschütterlichen Willen des Spaniers, der nach vier Operationen und einer fast endlosen Leidenszeit den Weg zurück an die MotoGP-Spitze fand.

Erfolg und Schmerz nah beieinander

Die Karriere von Marquez und Doohan basiert auf zwei Gegensätzen: Triumph und Leid. Bis zu seinem Sturz in Jerez 2020 befand sich Marquez auf einer nahezu unaufhaltsamen Erfolgswelle: sechs Titel in sieben Jahren und eine Performance, die ihn auch in Jerez fast noch vom letzten Platz auf Rang zwei führte.

Doch der Unfall veränderte alles: Vier Operationen an seinem rechten Arm brachten ihn an die Schwelle des Rücktritts. In dieser Phase suchte er Rat bei Doohan.

Denn auch der Australier hatte in seiner Karriere einen Schicksalsschlag erlebt, der ihn beinahe alles gekostet hätte. "Marc und ich haben während dieser Genesungszeit mehrmals miteinander gesprochen. Es gibt nicht viele Menschen auf der Welt, mit denen man solche Gespräche führen kann, weil nur wenige von uns so eine Situation erlebt haben. Das hat ihm sicher geholfen", erklärt Doohan.

Rückblick: Doohans eigenes Drama

In der Saison 1992 dominierte Doohan auf Honda die 500-ccm-Weltmeisterschaft. Fünf Siege in den ersten sieben Rennen, dazu zwei zweite Plätze. Er war auf bestem Weg zum Titel. Doch ein Sturz in Assen beendete seine Erfolgsserie abrupt.

Die Verletzungen waren so schwer, dass Ärzte sogar über eine Amputation seines linken Beins nachdachten. Erst zwei Jahre später gelang ihm das Comeback, das in fünf aufeinanderfolgenden WM-Titeln von 1994 bis 1998 gipfelte.

"Es gibt viele Parallelen zu meinem Fall, denn auch ich dominierte, bevor ich in Assen stürzte. Es hat auch bei mir mehrere Jahre gedauert, bis ich mich erholte. Der Antrieb, der Marc dazu gebracht hat, alles zu geben, war der Wille, weiter Rennen zu fahren - genau wie bei mir", zieht der Australier den Vergleich.

Er betont: "Marc hatte eine offene Rechnung, und nichts motiviert mehr, als diese komplett zu begleichen." Mit seinem ersten Titel seit 2019 ist ihm das zweifelsohne gelungen.

Schmerz als Treibstoff fürs Comeback

Doohan weiß, dass Schmerz und Opfer unvermeidliche Begleiter einer Karriere auf diesem Niveau sind. Doch genau daraus könne auch die Kraft entstehen, die ein Comeback wie sein eigenes oder das von Marquez überhaupt erst möglich macht.

"Psychisch zeigt das, was Marc erreicht hat, wie stark er ist. So viele Verletzungen und so viele Operationen führen dich in die tiefsten Bereiche deiner selbst. All die Anstrengungen, die hinter dem stehen, was er geschafft hat, erklären, warum er so ein bescheidener Kerl ist", analysiert der ehemalige Honda-Star.

Die Parallelen zwischen beiden Champions sind frappierend: getrennt durch drei Jahrzehnte, aber verbunden durch das gleiche Schicksal. Beide hatten alles, verloren es in einem Moment - und fanden dennoch die innere Stärke, sich neu zu erfinden, ohne das zu verlieren, was sie letztlich zu Legenden machte.

Ein besonderer Titel für Marc Marquez

Für Doohan steht fest, dass der jüngste Triumph für Marquez eine ganz besondere Bedeutung hat. "Dieser Titel wird für Marc besonders lohnend sein, vor allem, weil er kurz vor dem Rücktritt stand. Die Zeit, in der er verletzt war, fühlte sich endlos und unglaublich hart an. Aber ich bin mir sicher, dass er jetzt im Rückblick diese Phase als eine Zeit sieht, die es wert war, durchgestanden zu werden."

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