Doohan würdigt Marc Marquez: "Zeigt, was für ein Champion er ist"
Mick Doohan weiß, wie es ist, sich nach schwerer Verletzung zurückzukämpfen - Zu Marc Marquez sieht er dennoch klare Unterschiede und spricht von "legendär"
2025 sicherte sich Marc Marquez nach langer Durststrecke wieder einen Titel
Foto: Getty Getty
Für Mick Doohan ist die Geschichte von Marc Marquez weit mehr als nur ein sportliches Comeback. Der Australier findet im Gespräch mit Marca klare Worte für die außergewöhnliche Rückkehr des Spaniers - und hebt vor allem dessen mentale Stärke in seinem Weg zurück an der Spitze hervor.
"Für das, was Marc durchgemacht hat, ist die Art, wie er sich von seiner Verletzung erholt hat, unglaublich", sagt Doohan. Dabei gehe es nicht nur um die Verletzung selbst, sondern um die lange Phase der Rehabilitation und die vielen Rückschläge.
Doohan macht deutlich, dass Marquez' Situation kaum vergleichbar sei. Während er selbst nach seiner schweren Beinverletung 1992 Zeit zur Regeneration gehabt habe, sei Marquez über Jahre hinweg immer wieder mit Problemen konfrontiert gewesen. "Nur Marc weiß, wie schwierig dieser Prozess wirklich war."
Mentale Stärke als Schlüsselfaktor
Für Doohan liegt der Schlüssel zu einem erfolgreichen Comeback klar im Kopf. Marquez habe es geschafft, selbst in schwierigsten Phasen den Fokus nicht zu verlieren.
"Das zeigt, was für ein echter Champion er ist", erklärt er. Besonders beeindruckt ihn, dass Marquez auch dann langfristig dachte, als klar war, dass der Titel außer Reichweite lag. Statt kurzfristiger Erfolge habe er den Weg zurück zur alten Stärke geplant.
Dabei spart Doohan nicht an Deutlichkeit, wenn er die mentale Belastung beschreibt: "Er hat Barrieren aus Schmerz und Zweifel überwunden." Zweifel an sich selbst, dunkle Phasen und schwierige Entscheidungen hätten diesen Weg geprägt. "Er hatte sicher viele dunkle Tage, Monate und Jahre", sagt Doohan.
Umso höher bewertet er die Konsequenz von Marquez: "Er hat die richtigen Entscheidungen getroffen- ein weiteres Zeichen dafür, dass er ein echter Champion ist."
Steiniger Weg zurück zur Dominanz
Dass Marquez nach all dem wieder im Spitzenfeld angekommen ist, sieht Doohan als logische Folge dieser mentalen Stärke. Besonders nach dem Herstellerwechsel habe der Spanier gezeigt, dass er nichts von seiner Klasse verloren hat. In seinem zweiten Jahr auf der Ducati habe er "auf einem anderen Level" agiert.
"Was er gemacht hat, war legendär - selbst für Menschen, die keine Motorsportfans sind", fasst Doohan zusammen. Für ihn ist Marquez' Comeback eine Leistung, die über den Sport hinaus eine große Strahlkraft hat. Deshalb bewertet er auch die Nominierung des Spaniers für den Laureus Award als folgerichtig.
"Ich würde ihn gerne gewinnen sehen. Aus meiner Sicht verdient er es dieses Jahr", sagt Doohan. Marquez habe sich diese Anerkennung nicht nur durch seine Erfolge, sondern vor allem durch seinen außergewöhnlichen Weg zurück verdient.
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