Dorna-CEO Ezpeleta reagiert auf Kritik an Rennkommissaren und rügt Rins

Carmelo Ezpeleta hält die jüngste Kritik an den Rennkommissaren der FIM für zum Teil überzogen und sagt: "Die Dinge sind oft nicht so klar, wie es scheint"

Dorna-CEO Ezpeleta reagiert auf Kritik an Rennkommissaren und rügt Rins
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Die Rennkommissare der MotoGP stehen seit geraumer Zeit in der Kritik. Im Nachgang der Dutch TT in Assen ist sie jüngst noch einmal lauter geworden. Dort erhielt Fabio Quartararo eine Long-Lap-Penalty für den nächsten Grand Prix, weil er Aleix Espargaro bei einem missglückten Manöver ins Kiesbett schickte.

Quartararo selbst konnte das Rennen nach einem zweiten Sturz nicht beenden, während Espargaro immer noch Vierter wurde. Während sich die beiden in der Box schon längst wieder versöhnlich in den Armen lagen, verhängten die FIM-Verantwortlichen die Strafe.

Das rief vor allem deshalb so viel Kritik hervor, weil vergleichbare oder schlimmere Vorfälle in der Vergangenheit nicht bestraft wurden - allein voran der von Takaaki Nakagami ausgelöste Startcrash in Barcelona, bei dem auch Francesco Bagnaia und Alex Rins stürzten.

Damals sorgte die Entscheidung, Nakagami nicht zu bestrafen, im Paddock, bei den Fans und beim Japaner selbst für Verwunderung. Rins, der sich bei dem Unfall das Handgelenk brach, fand deutliche Worte, bezeichnete die Rennkommissare um Freddie Spencer als zu alt und forderte, alle drei am besten auszutauschen.

Auf die Inkonsistenz vieler Entscheidungen angesprochen, zieht Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta im Gespräch mit der spanischen Sportzeitung 'AS' den Vergleich zum Fußball: "Warum wird die Hand des einen am Ball bestraft und die andere nicht?"

"Ich beurteile die Kommissare am Ende des Jahres und sage der FIM, ob sie mir gefallen oder nicht. Was ich jetzt denke, behalte ich mir vor. Was sie tun, tun sie, weil sie es für richtig halten", hält sich Ezpeleta zurück und ergänzt: "Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass die Dinge nicht so klar sind, wie es scheint."

"Oft sind sich die Piloten selbst in der Sicherheitskommission nicht einig. Ich finde es nicht schlimm, dass es Fahrer gibt, die mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden sind. Was mir nicht gefällt, ist die Art und Weise", stellt der Dorna-Boss klar.

Denn was Ezpeleta sauer aufstößt, ist, wie beispielsweise Rins seine Kritik äußerte: "Wenn Rins sagt: 'Ich bin nicht einverstanden mit dem, was sie getan haben', dann ist das in Ordnung. Aber sei vorsichtig mit der Behauptung, sie seien scheiße."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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