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Dovizioso am Freitag verwirrt, Petrucci einziger Ducati-Pilot in den Top 10

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Dovizioso am Freitag verwirrt, Petrucci einziger Ducati-Pilot in den Top 10
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Andrea Dovizioso kämpft beim Misano-Auftakt mit der Elektronik und dem Gefühl für seine Ducati - Danilo Petrucci Siebter - Jack Miller wird durch Plattfuß eingebremst

Aus Ducati-Sicht begann das erste Misano-Wochenende etwas enttäuschend. Während Yamaha und KTM einen starken Eindruck hinterließen, schaffte es nur ein Ducati-Pilot in die Top 10. Danilo Petrucci war überraschend der schnellste Ducati-Pilot, Teamkollege Andrea Dovizioso wurde Elfter. Und auch Jack Miller und Johann Zarco lagen außerhalb der Top 10.

Dovizioso beklagte erneut das Gefühl für seine Desmosedici, das komplett anders war als zuletzt in Spielberg. "Das Gefühl heute war sehr merkwürdig. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es war, als würde ich ein anderes Motorrad fahren. Vielleicht lag es am neuen Asphalt", grübelt der Italiener.

Erneut bestimmen die Reifen die Kräfteverhältnisse. "Die Situation ändert sich jedes Mal sehr stark", ärgert sich Dovizioso. "Durch den neuen Asphalt ist der Grip hier sehr gut. Es ist alles komplett anders und man muss sich immer wieder neu anpassen. Die Situation ist sehr merkwürdig."

Viel Grip, aber die Bodenwellen stören die Konstanz

"Wir haben sehr viel Grip, was gut ist. Doch durch die Bodenwellen kann man nicht richtig rund fahren und kann es nicht genießen. Das war mein Problem heute, denk ich. Ich fuhr keine runden Linien und fuhr nicht gut. Ich konnte bei den Datenaufzeichnungen sehen, dass ich einige Dinge nicht gut gemacht habe. Dafür ist die Rundenzeit gut, denn Aleix (Espargaro) hielt mich bei meiner schnellen Runde auf", berichtet Dovizioso.

Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso konnte kein gutes Gefühl entwickeln

Foto: Motorsport Images

"Die Situation ist jedes Mal anders. Es ist also nicht so, dass man sich irgendwann auf die Situation einstellen kann. Man muss sich jedes Mal neu anpassen. In dieser merkwürdigen Saison war es an jedem Wochenende anders. Es ist schwierig, diese Sache zu verbessern", bemerkt Dovizioso.

"Wir probieren es, doch man reist jedes Mal mit den Erkenntnissen vom vergangenen Rennen an und muss sich immer wieder neu anpassen bei der Fahrweise und der Abstimmung der Maschine", ärgert sich der WM-Zweite und gesteht: "Es gibt deshalb ein bisschen Verwirrung."

Auch die Elektronik bremst Andrea Dovizioso ein

Probleme bereitete auch die Elektronik. Im FT1 und im FT2 gab es Zwischenfälle an Doviziosos Maschinen. "Es gibt zu viel Elektronik am Motorrad", kritisiert Dovizioso. "Wir hatten am Vormittag ein kleines Elektronikproblem. Es war kein ernstes Problem. Doch wir wollten nicht riskieren, so auf die Strecke zu fahren."

Und auch im FT2 meldete sich Doviziosos Desmosedici mit einem Fehler. "Wir verloren nur ein bisschen Zeit. Wir trafen sehr schnell eine Entscheidung", kommentiert er den Wechsel zur zweiten Maschine. Es ist nicht schön, wenn man das Motorrad wechseln muss, doch es war kein Problem. Diese Dinge können vorkommen. Deshalb gibt es die Trainings. Man muss verhindern, dass es in den Rennen passiert."

Die Haftung in Misano wurde von vielen Fahrern gelobt, doch die Bodenwellen stören das Fahren. "Es ist kein ernstes Problem, sodass man nicht fahren könnte. Doch der Kurs wurde neu asphaltiert und hat herausragenden Grip. Und deshalb ist es nicht toll, mit diesen Löchern zu fahren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie zufrieden sind, weil es eine große Ausgabe war und sie die Situation verbessern wollten", so Dovizioso.

Danilo Petrucci strebt versöhnlichen Ducati-Abschied an

Teamkollege Danilo Petrucci wurde am Freitag Siebter und befindet sich somit auf Q2-Kurs, sollte es am Samstagvormittag keine weiteren Verbesserungen geben. "Ich konnte das gute Gefühl zurückfinden und deshalb das Fahren genießen, auch wenn es nicht so toll ist, über diese vielen Bodenwellen zu fahren", bemerkt Petrucci.

Bei den vergangenen Rennen blieb "Petrux" hinter den Erwartungen. "In diesen zwei Wochen Zuhause erkannte ich, dass mir die Fans fehlen und ich die Rennen und das Fahren nicht so sehr genießen kann. In meinem Leben passierte es schon oft, dass ich zu nervös reagierte, wenn ich besonders gut sein wollte. Das habe ich verstanden", kommentiert der Italiener.

Danilo Petrucci

Danilo Petrucci steht vor seinen finalen Heimrennen mit Ducati

Foto: Motorsport Images

"Ich muss einfach nur fahren und muss versuchen, das Maximum herauszuholen. Das hat heute funktioniert, auch wenn wir nicht um die Top 3 kämpfen konnten, was mein Ziel war. Ich will mit Ducati wieder gewinnen. Das ist schwierig. Ich weiß nicht, ob es hier in Misano möglich ist. Aber ich will meine Ducati-Zeit mit einem Lachen in meinem Gesicht und in dem Gesicht von Ducati beenden", betont Petrucci.

Johann Zarco kämpft mit seiner operierten Hand

Avintia-Pilot Johann Zarco war als 14. drittbester Ducati-Pilot. "Es war ein guter Start. Ich habe hier ein gutes Gefühl und bin schnell", kommentiert der Franzose. "Ich bin auf eine Runde schnell, aber im Moment ist es schwierig, hier viele Runden lang schnell zu sein."

"Ich habe stärkere Schmerzen in der rechten Hand als erwartet. Deshalb nahm ich am Nachmittag etwas, es war aber kein Schmerzmittel", schildert Zarco. "Die Bodenwellen stören die Konstanz, weil man nicht so präzise fahren kann. Das Gefühl ist aber nicht schlecht. Deshalb bin ich optimistisch, dass wir konstanter werden, was gut für das Rennen ist."

Plattfuß verhindert Jack Millers finale Zeitenjagd

Pramac-Pilot Jack Miller landete am Freitag nur auf Position 17, doch das Ergebnis entsprach nicht den Tatsachen. "Meine Rundenzeit fuhr ich mit dem harten Reifen. Damit lief es gut. Am Ende des FT2 ließ ich den weichen Reifen aufziehen. Ich ließ auch einen neuen Vorderreifen aufziehen, doch dem Reifen fehlten 1,1 bar. Es war im Grunde ein Platten. Als ich reinkam, haben sie Luft aufgepumpt", berichtet Miller.

Jack Miller

Jack Miller musste unplanmäßig die Boxengasse ansteuern

Foto: Motorsport Images

Der Australier kehrte an die Box zurück. "Der Reifen verlor Luft. Der Druck wurde eingestellt. Als dann die Kappe aufgedreht wurde, hat sich das Ventil verbogen, wenn ich das richtig verstanden habe. Dadurch hat der Reifen konstant Druck verloren. Schlussendlich waren nur noch 0,7 bar im Reifen", erklärt Miller.

"Es fühlte sich sehr merkwürdig an. Normalerweise stellen wir 1,8 bar ein. Als ich zum ersten Mal bremste, fühlte es sich an, als hätten sie einen der beiden Bremssättel nicht montiert", schildert Miller, der nach dem unfreiwilligen Boxenstopp nicht mehr genug Zeit für eine fliegende Runde hatte.

"Ich gab in der Runde auf die Strecke alles, verpasste die Ziellinie aber um eine Sekunde, um eine gezeitete Runde zu fahren. Als ich über die Linie fuhr, kam die Flagge", ärgert sich Miller und betont: "Mein Problem war heute definitiv der Reifen."

"Beim Renntempo sind wir dabei. Meine Schulter fühlt sich gut an. Das bereitet keine Probleme. Ich denke nicht, dass die Ergebnisse heute nicht das zeigen, wozu wir fähig sind", stellt der Pramac-Pilot klar. "Ich bin nicht besorgt. Es war Pech, dass wir heute keine Rundenzeit hinbekamen."

Rückkehrer Francesco Bagnaia beendete den Freitag auf der 18. Position. Der Pramac-Pilot war 1,211 Sekunden langsamer als Spitzenreiter Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha). Avintia-Ducati-Pilot Tito Rabat war Letzter.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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